wieso reizen uns mädchen die 'bösen jungs' so sehr?

77 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo hamburggirly,

es gibt seriöse wissenschaftliche Studien, die sich exakt mit der Frage befassen, die du hier stellst: Was reizt Frauen an "bad boys"?

Eine dieser Studien wurde vor kurzem im Rahmen eines Forschungsprojektes an der „University of British Columbia“ erstellt.

Die wesentlichen Ergebnisse dieser Studie:

  • Männer, die freundlich lächeln, wirken auf die Mehrzahl der Frauen sexuell unattraktiv.

  • Dagegen wirken Männer, die prahlerisch und selbstbewusst auftreten ("bad boys"), körperlich anziehend.

  • Sogar schlecht gelaunte männliche Gesichtsausdrücke haben für Frauen meist mehr Sex-Appeal als eine glückliche, ausgeglichene und freundliche männliche Mimik.

Es hat also vor allem mit der durch empirische Forschung nachgewiesenen höheren körperlichen Anziehungskraft der "bad boys" zusammen, dass Frauen allzu oft auf sie hereinfallen.

Übrigens ist es in Punkto "sexuelle Anziehungskraft" bei Männern genau umgekehrt: Wie die Studie der „University of British Columbia“ belegt, stehen die Männer mehrheitlich auf lachende Frauen, während stolze und selbstsichere Frauen bei ihnen am schlechtesten abschnitten.

Hier kannst du das Ganze noch einmal etwas ausführlicher nachlesen:

http://www.amica.de/liebe-psychologie/psychologie-frauen-lieben-bad-boys_aid_8414.html

MfG, TobiMix

DH!

Im Unterschied zu allen bisherigen anderen Antworten gibst du eine Auskunft, die Hand und Fuß hat. Die von dir genannte Studie der "University of British Columbia" ist weltweit sehr bekannt geworden, weil sie das Phänomen der sexuellen Attraktivität der "bad boys" sehr gründlich und mit vor allem mit einer sehr großen Zahl von weiblichen Probanden erforscht hat.

Du hast in deiner Antwort die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst. Wer sich ausführlicher informieren will, findet im folgenden Link eine etwas detailliertere Darstellung. Sie ist zwar in englischer Sprache abgefasst, aber wirklich lesenswert für Leute, die sich für das Thema interessieren:

http://www.publicaffairs.ubc.ca/2011/05/24/happy-guys-finish-last-says-new-study-on-sexual-attractiveness/

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@Navalis

Ich hab mir den englischen Text gerade eben reingezogen, auch noch ein bisschen gegooglet und finde es echt total spannend, was die Forscher der University of British Columbia über den evolutionsgeschichtlichen Background herausgefunden haben. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die heutige sexuelle Attraktivität der "bad boys letztendlich ein evolutionsgeschichtliches Überbleibsel aus grauer Vorzeit, als Männer mit großen Keulen und grimmigen Visagen die besten Voraussetzungen zum Überleben der Familie (einschließlich der Frauen) sicherten. Richtig?

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@Simser

@Simser: Das ist richtig und sehr gut auf den Punkt gebracht.

@Navalis: Danke für die Rückmeldung und den ergänzenden Link zu meiner obigen Antwort :)

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@TobiMix

Mich schaudert, was das bedeutet, wenn Männer, die eine Partnerin suchen, "bad" sein müssen um Erfolg zu haben.

1
@Alejandrina

ich glaube das gilt nur für die ersten eindrücke wenn man einen "netten" trifft ist er vielleicht anfaangs nicht so anziehend aber wenn man einen "badboy" und einen "netten" länger kennt dann wird man sich nicht unbedingt noch für den "badboy" entscheiden

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Scheint mir allerdings doch bisschen sehr verkürzt, die Erkenntnis aus dieser Studie (zumindest mal, was den obigen Link angeht) -

stehen die Männer mehrheitlich auf lachende Frauen, während stolze und selbstsichere Frauen bei ihnen am schlechtesten abschnitten.

...was genau an einer "lachenden" Frau nun nämlich drauf hinweist, dass sie nicht auch "selbstsicher" und/oder "stolz" sein könnte, bleibt jedenfalls das Geheimnis der Amica-Autorin.

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@mia68

Wörtlich heißt es im Text der Amica-Autorin:

Im Gegensatz dazu stehen Männer auf lachende Frauen. Stolze und selbstsichere schnitten bei ihnen am schlechtesten ab.

http://www.amica.de/liebe-psychologie/psychologie-frauen-lieben-bad-boys_aid_841...

Diese Darlegung der Autorin resümiert zutreffend eines von mehreren Forschungsergebnissen der kanadischen UBC-Studie. Dass dieses Resümmée stark verkürzt ist, liegt in der Tatsache begründet, dass journalistische Texte üblicherweise nach Formatvorgaben produziert werden und folglich Längenvorgaben unterliegen, die in aller Regel äußerst knapp bemessen sind. Auf diesem Hintergrund stellt sich der Text der Amica-Autorin aus meiner Sicht als solide journalistische Arbeit dar.

Deshalb halte ich deinen Einwand zum einen für sachlich unbegründet. Zum anderen bin ich aber auch überzeugt davon, dass sich dein Einwand von der Frage entfernt, um die es hier geht. Schließlich möchte die Fragestellerin hamburggirly (wie aus der Überschrift ihrer Frage hervorgeht) einfach nur wissen, weshalb "böse Jungs" Mädchen so sehr reizen. Diese Ausgangsfrage hat Antwortgeber TobiMix sehr gut beantwortet und wurde auch von mir mit DH bepunktet.

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@KaiGerstenberg

@Herrn Gerstenberg (c/o diverse andere?!) - "solide journalistische Arbeit" wäre für mich, etwas (trotz begrenzter Zeilenanzahl) so exakt zu formulieren, dass beim Leser keine Irritationen aufkommen.

Und allein insofern halte ich den Link ganz einfach für unglücklich gewählt (bzw. die Antwort ganz grundsätzlich auch für weniger aussagekräftig).

Da kann man schlussendlich auch "bepunkten", soviel man mag - ändert daran nicht wesentlich was... ;-)

2

dass Frauen allzu oft auf sie hereinfallen.

Auf sie hereinfallen? Das ist aber eine eher persönlich subjektive Interpretation..

während stolze und selbstsichere Frauen bei ihnen am schlechtesten abschnitten

Bei einer Mehrheit vielleicht. Ansonsten tun sich die, die eher der Masse / Mehrheit entsprechen schon von vorn herein mit solchen Leuten zusammen. Und Leute die da anders veranlagt sind oder ihre Vorlieben eher aus ihrer Erfahrung und ihrer Bewusstheit ziehen (und weniger aus unbewussten Drängen), tun sich wiederum von vorn herein mehr und lieber mit ihresgleichen zusammen.

Von daher sind solche Studien eigentlich total nichtssagend und können leicht falsch interpretiert werden.

Wer also glaubt er käme jetzt besser an bei Frauen wenn er grimmig guckt, irrt.
Logisch - weil bei den Männern und Frauen die gut zusammen passen, sie vielleicht eher auf ausgeglichene und offene Männer steht, statt auf verschlossene, grimmige Einzelkämpfer mit denen sie nichts unternehmen kann und er eher auf selbstbewusste, selbstständige und aktive als auf unreife und schwache Frauen steht, dann würde ein Verhalten das davon abweicht den anderen eher unattraktiv machen.

Also nicht zu wissenschaftsgläubig sein. Und auch mal darüber nachdenken, was so eine Studie eigentlich aussagt und welche Relevanz sie in Wirklichkeit hat.

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@Gegengift

Und auch mal darüber nachdenken, was so eine Studie eigentlich aussagt und welche Relevanz sie in Wirklichkeit hat.

  • Was die Studie aussagt, erschließt sich, sobald man sie liest.

  • Die Relevanz dieser Studie dürfte jedenfalls die mehr oder weniger banalen Spekulationen der übrigen Antworten deutlich übertreffen.

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@Brixholm

Was die Studie aussagt, erschließt sich, sobald man sie liest.

Mag sein. Aber ich lese in der Regel keine Studien, sondern nur die Ergebnisse. Ich bin berufstätig, so wie die meisten hier. Und von den Ergebnissen, die hier präsentiert wurden kann man eigentlich kaum eine Relevanz für die Menschen ableiten - ja im Gegenteil liegt die Befürchtung nahe, dass das Ergebnis falsch interpretiert wird.

Die Relevanz dieser Studie dürfte jedenfalls die mehr oder weniger banalen Spekulationen der übrigen Antworten deutlich übertreffen.

Ganz im Gegenteil. Eigentlich zeichnen die Erfahrungswerte der Menschen ein deutlich besseres Bild als diese Studienergebnisse, die eher dazu beitragen die Menschen auf eine falsche Spur zu bringen.

0
@Gegengift

Eigentlich zeichnen die Erfahrungswerte der Menschen ein deutlich besseres Bild als diese Studienergebnisse, die eher dazu beitragen die Menschen auf eine falsche Spur zu bringen.

"Diese Studienergebnisse" repräsentieren ja gerade "Erfahrungswerte der Menschen" auf empirischer Grundlage, wobei die Zahl der hier befragten Probanden zudem noch außergewöhnlich hoch war.

Und von den Ergebnissen, die hier präsentiert wurden kann man eigentlich kaum eine Relevanz für die Menschen ableiten.

  • Das ist eine Tatsachenbehauptung, die einer Begründung bedarf.

  • Und was bedeutet dieses einschränkende "eigentlich"? Ist "uneigentlich" doch eine "Relevanz zu erwarten"?

Im Gegenteil liegt die Befürchtung nahe, dass das Ergebnis falsch interpretiert wird.

Das scheint mir durchaus richtig zu sein, wenn es sich konkret so bei wie bei dir verhält:

ich lese in der Regel keine Studien, sondern nur die Ergebnisse.

8
@Brixholm

repräsentieren ja gerade "Erfahrungswerte der Menschen"

Ganz im Gegenteil. Viel mehr repräsentieren sie Antworten auf gestellte Aufgaben und Fragen - heraus gelöst aus Alltag und Kontext.

Das ist eine Tatsachenbehauptung, die einer Begründung bedarf.

Bei einer Mehrheit vielleicht. Ansonsten tun sich die, die eher der Masse / Mehrheit entsprechen schon von vorn herein mit solchen Leuten zusammen. Und Leute die da anders veranlagt sind oder ihre Vorlieben eher aus ihrer Erfahrung und ihrer Bewusstheit ziehen (und weniger aus unbewussten Drängen), tun sich wiederum von vorn herein mehr und lieber mit ihresgleichen zusammen.

Von daher sind solche Studien eigentlich total nichtssagend und können leicht falsch interpretiert werden.

Wer also glaubt er käme jetzt besser an bei Frauen wenn er grimmig guckt, irrt. Logisch - weil bei den Männern und Frauen die gut zusammen passen, sie vielleicht eher auf ausgeglichene und offene Männer steht, statt auf verschlossene, grimmige Einzelkämpfer mit denen sie nichts unternehmen kann und er eher auf selbstbewusste, selbstständige und aktive als auf unreife und schwache Frauen steht, dann würde ein Verhalten das davon abweicht den anderen eher unattraktiv machen.

Also nicht zu wissenschaftsgläubig sein. Und auch mal darüber nachdenken, was so eine Studie eigentlich aussagt und welche Relevanz sie in Wirklichkeit hat.

Und was bedeutet dieses einschränkende "eigentlich"? Ist "uneigentlich" doch eine "Relevanz zu erwarten"?

Nein für die Menschen hier nicht. Vielleicht lassen sich die Daten aber wissenschaftlich nutzen.

Das scheint mir durchaus richtig zu sein, wenn es sich konkret so bei wie bei dir verhält:

Dann kannst du uns als Leser der Studie vielleicht die Ergebnisse näher bringen und welche Relevanz sie haben könnten?

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Hey TobiMix, du hast (wieder mal) eine sehr gute Antwort gegeben. Hab gerade eben mein DH hinzugefügt ;)

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Hui, da gehöre ich wohl nicht zu der Mehrzahl der Frauen.

"bad boys" wirken auf mich teilweise sogar ekelerregend. Sobald so einer meint mich anzusprechen, kann er gleich den Rückwärtsgang wieder einlegen und den Blinker setzen.

Aber dennoch eine gute Aufstellung von dir, TobiMix, so lernt man wieder etwas über die Allgemeinheit ;)

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Ich glaube ganz einfach, das wir Mädchen denken das wir den Jungen verändern können. Das WIR das Mädchen sind, für das er sich ändern möchte. Leider ist es auch oft so, das man das will was man nicht haben kann und wir deshalb oft nicht realisieren, was es für nette Jungs um uns herum gibt. Wir Mädchen sind schon kompliziert, geb ich zu.

Weil alles was "verboten" klingt mehr Reiz ausübt als alles Erlaubte.

"Böse" so haben wir es schon in ihrer frühesten Kindheit - als wir noch Märchen vorgelesen bekommen haben - gelernt, ist immer mit Spannung und Aufregung verbunden. Wenn jemand in einem Märchen als böse bezeichnet worden ist, wie etwa der böse Wolf im Märchen vom Rotkäppchen oder die "böse Stiefmutter" im Aschenbrödel, welche letztendlich dazu beigetragen hat, dass Aschenputtel zum Königin wurd ... Böse ... verführt Mädchen dazu mal zu gucken, zu prüfen, ob böse Jungen wirklich sooo böse sein können, dass "brave" Mädchen sie nicht zähmen können ...

So ist es immer schon gewesen und so wird es immer sein ... das Wort "böse" im Zusammenhang mit Mann appelliert an die Frau, das Kunstück zu vollbringen, das Böse im Manne durch ihre Liebe zu bezwingen ...

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