Wieso leuchten bei mir die 230V LEDs (G9) ein wenig auch wenn der Schalter aus ist (Kreuzschaltung)?

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5 Antworten

Kriechströme, z.B. über die Glimmlampe eines beleuchteten Schalters, einen defekten Stromstoßschalter oder einen Isolationsfehler. Induktive Spannung, wenn der tödliche Fehler gemacht wurde, den Neutralleiter zu schalten, während die Phase an der Lampe permanent anliegt.

Eigentlich ist mir Deine Beschreibung zu konfus, um mir von Deiner Schaltung eine eigene Zeichnung zu machen. Es klingt aber so, als müsstest Du ständig alle Schalter bedienen, bis endlich mal das Licht angeht. Jedenfalls fällt mir eines sofort auf:

Um eine Lampe an 5 Stellen ein- und auszuschalten, bedient man sich der Einfachheit halber einer Stromstoßschaltung. Dies ist bei Dir wohl nicht der Fall.

Bei einer klassischen Lösung mittels Korrespondierenden benötigt man zwei Wechselschalter - je einen am Eingang (Phase von der Sicherung) und einen am Ausgang (geschaltete Phase zur Lampe). Zwischen den Schaltern liegen die zwei Korrespondierenden.

Um weitere Schaltstellen einzubauen, benutzt man Kreuzschalter mit vier Kontakten und unterbricht die beiden Korrespondierenden. So erhält man am Schalter je zwei ankommende und zwei abgehende Korrespondierende, die Leitung zwischen Schalter und Abzweigdose ist also fünfadrig (vier Aktive plus Schutzleiter).

Als Bilder hänge ich mal einen Schaltplan für drei Schaltstellen an. Dabei ist der geschaltete und der ungeschaltete Zustand eines Kreuzschalters mit Stromverlauf angegeben.

Deiner Beschreibung jedenfalls entnehme ich, dass Du ständig alle Schalter bedienen musst, bis endlich mal das Licht angeht.

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Kommentar von electrician
20.02.2016, 07:19

Langsam bekomme ich etwas Durchblick. Lässt man mal die Schalter beiseite, so hast Du zwischen den Abzweigdosen

  • schwarz = L = durchverbunden
  • braun und blau = Korrespondierende

Und das wird auch der Fehler sein. Wenn, dann gehört der Neutralleiter (blau) durchverbunden. Braun und schwarz sind die Korrespondierenden, wobei - je nach Schaltzustand - immer an einer Korrespondierenden die geschalteten 230 V anliegen, während die andere spannungsfrei ist.

Die 180 V Deiner Messung basieren offensichtlich auf einer Spannungsteilung über die Leuchtmittel oder den Trafo der Lampe, welche ständig an der Phase hängt.

Wenn die Kreuzschalter vieradrig angeschlossen sind, so sollte es kein Problem sein, in den Abzweigdosen (beginnend mit der Einspeisung am ersten Wechselschalter) für Ordnung zu sorgen. Dabei darauf achten, welche Farben jeweils zum Schalter führen und welche abgehen, damit nicht Eingangs- und Ausgangsseite vertauscht werden. Und da geht doch nichts über analoge Hifsmittel (Bleistift und Papier).

Bleibt Dir zu wünschen, dass da nicht auch noch eine Steckdose dranhängt.

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Kapazitive Kopplung paralleler Leitungen! Die kann man nur mit einem elektronischen Messgerät erfassen.

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wer misst misst mist. was du da gemessen hast, war die blindspannung. durch die parallel verlaufenden leitungen lädt sich die Leitung kapazitv und oder induktiv auf (je nach dem wie stark belastet.

der elektrican hats schon sehr gut beschrieben. respekt... allerdings vermisse ich ein wenig den praktikablen Lösungsansatz...

ich empfehle einen Widerstand, z.B. 2 Watt / 39 k Ohm, den du in der Leuchte parallel zur Anschlussklemme verbaust...

http://www.reichelt.de/2W-Metall-1-0-k-Ohm-1-0-M-Ohm/2W-METALL-3-9K/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=2342&GROUPID=3084&artnr=2W+METALL+3%2C9K

bisschen gut einpacken (wird warm) jedenfalls hast du hier mit ungefähr 1,4 watt verlustleistung zu rechnen...

lg, Anna

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Kommentar von Christian180V
20.02.2016, 15:17

Danke für die Idee. Schau mal bitte auf meinen Kommentar oben, die 180 Volt sind ohne Belastung zu messen.

Ein Widerstand, der warm wird würde ich ungerne einbauen. Ist so etwas üblich?
Da würde ich ehr eine LED wider gegen Halogen austauschen, dann ist alles dunkel. Nur wieviel Strom wird da verbraucht? Ich weiß das eine Glühbirne bei weniger Spannung nicht den gleichen Widerstand hat, aber etwas wird doch dann immer verbraucht.
Ich versuche doch Strom zu sparen ;-)

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Das liegt nicht an der Kreuzschaltung,sondern an den Leuchtmitteln.

Du hast einen normalen Trafo für die Halogenleuchtmittel,der für LED denkbar ungeeignet ist.Zudem benötigen die LED Gleichspannung,die Halogen nicht.

Besorge Dir einen passenden elektron.Trafo für die LED und Deine Kreuzschaltung funktioniert einwandfrei,wie vorher auch.


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Kommentar von Christian180V
17.03.2016, 14:48

Vor den LEDs ist keine Trafo. Die Lösung schreibe ich als neuen Kommentar

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In deiner Schaltung ist der Wurm drin. Irgendwo wird Spannung verschleppt, durch unsachgemäße Installtion, Kontaktfehler (vermutlich beim Neutralleiter) oder ähnliches. Der Verdacht von electrician, ein Problem mit dem Netralleiter ist begründet - und gefärhlich!

Ein permanent verbauter Widerstand löst nicht die Ursache des Problems. Auch eine kapazitive Kopplung erklärt nicht das beschriebene Verhalten, dazu ist der Stromfluss zu groß.
Wer misst, misst Mist - wenn man nicht weiß, wie etwa der Innenwiderstand des Meßgerätes die Messung beeinflussen könnte.

Lass es dir von einem Fachmann anschauen, aus der Ferne eine Lösung anzubieten wäre unseriös. Und es ist nicht ungfährlich was du da beschreibst!

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Kommentar von Christian180V
20.02.2016, 15:19

Schau mal bitte auf meinen Kommentar unten. Nicht nur das Meßgerät zeigt etwas an, ein Phasenprüfe leuchtet auch....
Das Meßgerät ist ein Voltcraft VC220 von Conrad

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