Wieso hat Bayern eigentlich eine "eigene" Partei? (CSU)

3 Antworten

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Die führenden Köpfe der Nachkriegs-CSU wollten sich nicht in eine deutschlandweite Organisation einfügen. Sicherlich spielte auch die Angst mit, von der BayernPartei verdrängt zu werden die in den 1950igern zu einer bedeutenden Gruppierung gewachsen war. Die noch heute existierende Bayernpartei vertrat die Ansicht, dass Bayern ein eigener Staat werden sollte und traf damit den Nerv der Bevölkerung.

Man darf nicht vergessen dass Bayern das einzige große Bundesland ist, dass sich nicht auch anderen Ländern des Deutschen Reiches zusammensetzt und auf eine jahrhundertalte Staatstradition zurückblicken kann. Das war gerade nach dem Krieg ein wichtiger Identifikationspunkt. Traditionell fühlen sich viele Bayern auf dem "anderen deutschen Staat", nämlich Österreich, kulturell näher verbunden als Berlin.

Politische Nachwirkungen bis heute: Bayern hat als einziges Bundesland das Recht hat, aus der Bundesrepublik per Volksentscheid auszuscheiden. Auch hat Bayern hat als einziges Bundesland eine eigene Verfassung.

Kennst du nicht den Spruch "Mir san mir"! Die Bayern sind einzigartig.

Leider kann man die CSU nur in Bayern wählen.
Aber seit gestern
22.12.2105 gibt es zumindest eine Onlinepetition, die das bundesweite
Antreten der CSU bei Landtags- und Bundestagswahlen fordert.
Die Petition ist erreichbar unter bit.ly/csu-bundesweit

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