Wieso friert ein See nicht komplett bis zum Grund durch?

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Hallo, die Anomalie des Wassers (Wasser hat bei 4 Grad Celsius die größte Dichte) bewirkt, dass sich auf 4 Grad abgekühltes Wasser, da es schwerer ist als Wasser anderer Temperatur, nach unten sinkt und sich im See am Grund ansammelt. Damit friert das leichtere Wasser mit 1, 2, oder 3 Grad Celsius als erstes zu und damit der See von oben. Unter der wie auch immer dicken Eisschicht kommt das 1 Grad warme Wasser etwas tiefer das 2 Grad warme Wasser usw. bis zum Seegrund, wo es vier Grad warm ist. Erst wenn durch lange und starke Kälteperioden auch dieses Wasser sich abkühlt und die Eisdecke langsam den Grund erreicht, gefriert auch dieses Wasser am Grund des Sees. Bei flachen Seen geht das schon mal schnell innerhalb ein paar Tagen, bei tieferen Seen (Bodensee z.B.) wird das während eines Winters nicht zu schaffen sein.
Mach doch mal einen Test in einer durchsichtigen Plasteschale (z.B. in einer Box, wo vorher Süßigkeiten drin waren, Glas oder Keramik werden beim Auftauen dann platzen). Wir haben es derzeit minus 13 Grad im Schwarzwald, dan müßte recht schnell ein Resultat zu sehen sein und wenn Du dann noch ein Thermometer reinstellst, kannst Du die Temperatur des Wassers am Grund des Behälters mal ablesen und messen.

Viele Grüße

Klaus Jorke - Tauchlehrer und Schwimmeister

Danke! :)

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Der Kollege Klaus Jorke hat es sehr gut beschrieben. Hinzu kommt noch, daß durch das Absinken des erkaltenden Wassers eine Zeitlang Gegenbewegungen (sog. Konvektionsströmungen) auftreten, und durch die Bewegung wird das Wasser am Gefrieren gehindert.

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