Wieso frieren nachts die Autoscheiben zu selbst bei trockener Luft?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Überlegung mit der kalten Umgebungsluft ist richtig! Das Problem ist einfach, dass sich in der Luft nichts zum niederschlagen findet. Das Wasser was kondensiert kann sich nur an der Scheibe niederschlagen. Wenn die Temperaturdifferenz groß ist siehst du diesen Effekt an der Scheibe sehr deutlich, aber auch wie die Luft "überbeladen" ist. Das Wasser kondensiert nämlich in der Luft in Form von Nebel.

Die Autoscheibe kann durchaus kälter sein, als die Umgebungstemperatur. Wenn mit dem Auto gefahren wurde, dann wird auch die scheibe warm. Aber sie kühlt auch am schnellsten wieder ab. Auch nur geringste Luftfeuchtigkeit kondensiert dann an den kältesten Stellen am Fahrzeug, das sind nun mal die Scheiben. Dazu kommt noch ein Fakt. Wenn sich Feuchtigkeit an der kalten Scheibe niederschlägt und gefriert, so entsteht zusätzlich noch Verdunstungskälte. Also kann die Scheibe durchaus kälter sein, als die Umgebungstemperatur.

Verdunstungskälte entsteht, wenn Wasser von der Scheibe durch Verunstung an die Umgebungsluft abgegeben wird. Schlägt sich Wasser hingegen auf der Scheibe nieder, entsteht das Gegenteil: Kondensationswärme.

0

Wenn Du Auto fährst, dann ist es innen warm. Warme Luft enthält mehr Luftfeuchtigkeit als kalte Luft. Wenn das Auto abkühlt, kondensiert diese Feuchtigkeit an den Stellen, die zuerst kalt werden - den Scheiben

Tipp: Wenn man beim Aussteigen auch die Hintertür für 1-2 Minuten offen lässt, dann kann die ganze warme Luft herausfließen - und die Scheiben frieren nicht mehr ein.

Du meinst natuerlich Innen, die Frage bezieht sich aber warscheinlich auf Aussen!

0
@Aspirin

Wenn Außen gemeint ist, dann braucht man neben der Autoscheibe bloß die Umgebung betrachten: wenn sich dort Nebel in Form von Rauhreif niederlässt. Die Autoscheibe ist über Nacht auf die gleiche Temperatur abgekühlt

0

im Prinzip gibt es keine trockene Luft, es ist immer ein Teil Feuchtigkeit enthalten, diese setzt sich an der Glasscheiben ab und friert.

Bei "trockener" Luft ist die Eisschicht auch oft dünner als bei nieselregenwetter ;)

Das Glas ist kälter als die Luft, weil das Glas die Wärme besser leitet als die Luft.

Dann kommt kalte Luft mit der kälteren Glasfläche in Kontakt und kühlt sich weiter ab.

Mit dem Abkühlen der Luft sinkt gleichzeitig die Menge an Wasser, die die Luft als Dampf mit sich führen kann. Das Wasser kondensiert dann aus und schlägt sofort an der Scheibe nieder, wo es gefriert.

Die Scheibe kann doch nicht kaelter sein als die Umgebungstemperatur!

0

Was möchtest Du wissen?