Widerspricht sich die Bibel eigentlich selbst?

31 Antworten

Es ist nicht schlecht, den eigenen Glauben zu hinterfragen und auch Zweifel und Spannungen zuzulassen. In der Bibel gibt es einige Beispiele von Menschen, die ihre Sorgen, Ängste und Zweifel sehr direkt im Gebet Gott mitgeteilt haben.

Nach der Bibel ist aber klar, dass die Menschen Gott abgelehnt haben (Sündenfall im Garten Eden) und selbst wie Gott sein wollten. Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, auch wenn das durchaus verdienst gewesen wäre, sondern hat uns in Jesus einen Rettungsanker ausgeworfen: Alle, die an Jesus glauben und ihre Sünden vergeben haben wollen, erhalten Vergebung und das ewige Leben (1. Johannes 1,9; Johannes 3,16, Johannes 5,24; Römer 6,23).

Der wichtigste Schritt dazu, ist die Erkenntnis der eigenen Sünden und Fehler. Viele Religonen versuchen durch eigene Werke den Himmel (oder andere Vorstellungen) zu erreichen. Aber wie könnten wir einem allmächtigen Gott mit unseren Werken gefallen und ihn damit beeindrucken? Wie könnten wir uns durch unsere vermeintlich tollen Werke das Himmelreich erwerben? Die Bibel zeichnet einen anderen Weg. Für mich ergeben diese Aussagen sehr viel Sinn und eben auch die Vorstellung, dass wir es aus unserer eigenen Kraft und unserer vermeintlich guten Werke nicht bis in den Himmel schaffen können, da wir in Worten, Taten und Gedanken Fehler begehen und sündigen (tagtäglich...). Doch Gott hat uns in aller Freiheit und in seiner Gnade die Möglichkeit zur Vergebung unserer Sünden gegeben und öffnet uns damit die Tür zu ihm in seine Herrlichkeit. Trotz unserer Fehler und Sünden können wir reingewaschen, sauber und heilig vor einem völlig reinen, heiligen und gerechten Gott stehen.

Gott ist geduldig und freundlich zu uns, aber er ist auch gerecht und heilig. Er hat uns als Geschöpfe geschaffen, die sich frei entscheiden können. Wir sind weder Roboter noch Marionetten noch Tiere, die ihren Instinkten folgen müssen. Mit der Freiheit haben wir auch die Verantwortung. Gott liebt uns (obwohl es keiner von uns verdient hat), aber er zwingt sich uns nicht auf. Wir können unser Leben selbst bestimmen, für Gegenwart und Zukunft. Gott möchte uns ein sinnvolles Leben und eine herrliche Zukunft schenken, - aber wir müssen sein Geschenk auch ergreifen.

Wenn die Bibel recht hat...
- gibt es einen Gott
- hat unser Leben einen wirklichen Sinn und eine Zukunft
- kennt und liebt dieser Gott jeden einzelnen und nimmt Anteil an unserem Leben
- trennt uns Sünde (unser Egoismus und seine Folgen) von Gott
- bleibt diese Trennung auch über den Tod hinaus bestehen, wenn wir nie bewusst auf die Seite Gottes treten
- gibt es weder eine Wiederverkörperung (Reinkarnation) noch Höherentwicklung noch Selbsterlösung
- sind Himmel und Hölle Realitäten
- gibt es nur einen Weg, mit Gott versöhnt zu werden
- können wir über unsere Zugehörigkeit zu Gott eine klare persönliche Gewissheit erlangen.

Wenn man sich an Christus wendet, sollte man nicht nur vorgeben an ihn zu glauben, sondern auch danach leben, was er laut der Bibel vorgelebt und gelehrt hat. Dann gibt es keinen Widerspruch zwischen diesen beiden Schriftstellen, sondern es wird deutlich, was auch im Jakobusbrief 2,14-26, im 1. Korintherbrief 13,1-3 und im Matthäusevangelium 25,31-40 steht, dass Glaube allein einem ebenso wenig bringt wie selbst die besten Taten ohne die Liebe. Man kann klein anfangen, mit dem Glauben, sollte dann aber über die guten Taten lernen, diese gern zu tun, also eben aus Liebe, um anderen zu helfen. Dann wird man im irdischen Dasein glücklicher und hat zudem eine ewige Verheißung.

Natürlich widerspricht sich die Bibel in vielen Einzelheiten. Das ist bei so einem Sammelsurium von Autoren, Texten und Themen aus verschiedenen Zeiten auch nicht anders zu erwarten, tut der kulturellen Wichtigkeit der Bibel aber keinerlei Abbruch.

Der größte und für uns heute noch aktuellste Widerspruch liegt in zwei ganz verschiedenen Gottesbildern: einerseits dem Zerrbild eines irdischen Tyrannen, der zur Sühne der "Sünde" der Menschheit das Blut seines eigenen Sohnes forderte; andererseits das Gottesbild, das Christus verkündet hat, der "Abba" (Papa), dem man sich wie einem liebvollen Übervater (und einer Übermutter) mit allen Fehlern und Problemen anvertrauen kann. Der sich als Sohn in die Welt der drei Dimensionen projizierte, buchstäblich aus "Mit-Leid", um seinen Geschöpfen zu zeigen, dass alles Leid nur die Wehen der Schöpfung unterwegs zu ihrem guten Ende ist, an dem wir alle teilhaben dürfen.

Zum ersten Gottesbild: Es steckt noch tief in den liturgischen Texten und Liedern, wenn ich auch in den letzten Jahrzehnten keinen (katholischen) Priester mehr davon habe predigen hören. Zu diesem Bild gehört auch die Erfindung der "Erbsünde" (Sippenhaft für die ganze Menschheit), weil sonst nicht klar ist, was "die" Menschheit (üble Generalisierung) denn so Schlimmes getan hat.

Solange dieser Widerpruch der beiden Gottesbilder nicht gelöst ist, indem das erste als Fehlinterpretation der ersten Christen auf dem Boden des Judentums verworfen wird, wird das Christentum weiterhin nicht die Attraktivität haben, die es verdient. 

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