Wie wirken Hilfszügel wie: chambon, Gogue, Wiener-, Schlaufzügel, ...?

5 Antworten

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solchen hilfzügel sooten nur in hände, wenn überhaupt von geübte reiter. zu oft werden sie auch bei denen zu missbrauch benutzt, und als rollkur als ziel dienen. rate davon ab. vorwäst-abwärst sollte das pferd gehen. dazu reichen dreieck zügel. einfach nach der biomechanisch des pferdes sich richten.

Der Schlaufzügel sollte eigentlich auch dazu dienen, das Pferd in die Dehnungshaltung zu locken. Stattdessen wird er meist leider dazu missbraucht, den Kopf des Pferdes in eine feste Position zu zwingen. Oft wird er auch bei stürmischen Pferden angewandt, um sie besser kontrollieren zu können.

was soll er? der schlaufzügel ist ein reiner Kraftverstärker und soll dem Pferd zeigen, das es ein Tauziehen mit dem Reiter nicht gewinnen kann. Er soll quasi dem Pferd zeigen lieber auf die erste Zügelhilfe zu reagieren anstatt komplett zu ignorieren.

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Martingal ist für die Dressurarbeit eigentlich schwachsinnig außer du hast ein Pferd, dass sich sehr oft heraushebt. Ansonsten ist das Martingal eigentlich nur für´s Springen und das Gelände für etwas hitzige Pferde gut.

Halsverlängerer sind der größte Mist, den es überhaupt als Hilfszügel zu kaufen gibt. Jedes Pferd (und wirklich jedes) läuft damit komplett auf der Vorhand und ist immer hinter der Senkrechten. Oder hat hier jemals einer ein Pferd mit Halsverlängerer korrekt laufen sehen? Ich nicht. Außerdem bekommt das Pferd keine gleichmäßige Anlehnung durch das Gummi.

Dreickszügel (lieber Laufferzügel) sind zum Longieren ganz gut, allerdings nur über einen sehr kurzen Zeitraum und dann und wann mal wieder, solange sich das Pferd nicht darauf ausruht oder sich ganz verkriecht.

Gouge und Chambon sind ebenfalls nicht zu empfehlen, weil die Pferde sich oft bei der doppelten Hebelwirkung im ganzen Körper verspannen und dann einfach die Losgelassenheit fehlt. Verspannungen der Muskulatur bis entstehende Blockaden sind die Folge.

Von eventuellen Longierhilfen, sollte man die Finger lassen. Sie sehen zwar kompliziert und effektiv aus, sind aber entweder unpraktisch, zu hart im Pferdemaul oder verspannen das Pferd.

Stoßzügel mögen für Anfänger ganz gut sein, aber bitte nicht, weil sie fast gar keine bis nur ganz wenig Biegung zulassen und wenn dan bitte nur OHNE Gummiring (s.HV)

Bleiben noch die guten alten Schlaufzügel. Schlaufzügel sind gar nicht so schlecht, wie sie gemacht werden, sondern werden nur leider viel zu oft viel zu falsch und viel zu lange in den unmöglichsten Situationen von viel zu unerfahrenen Reitern verwendet.

Führt man sie so wie man Kandarrenzügel normalerweise führen würde (wird leider auch viel zu oft falschgemacht, was bei der gängigen 2x2- Führung leider auch noch unterstützt wird. hier ist die französische Kandarrenführung auch im Falle der Schlaufzügel besser zu verwenden), hat man spiel Raum, kann veriieren und das Pferd sinnvoll unterstützen. Aber BITTE! achtet darauf, dass ihr nicht abhängig von den Schlaufzügeln werdet und dass nur Zug auf ihnen ist, wenn der Kopf oben ist. Ist der Kopf unten (AUF JEDEN FALL VOR DER SENKRECHTEN, sonst bringen dir die Schlaufzügel nichts, sondern bewirken genau das Gegenteil) mussten die leicht durchhängen.

Wir sehen also, Schlaufzügel sind effektiv, aber bitte mit Vorsicht zu genießen!

Ich würde mich an dieser Stelle nicht trauen, dir zu etwas zu zuraten. Sagen kann ich aber, dass Halsverlängerer so etwas von schwachsinnig sind. Das ist schon nicht mehr normal. Wer diesen Scheiß erfunden hat, muss einer der dümmsten Menschen, die es je gab gewesen sein.

Allgemein gilt: Die sogenannten Hilfszügel wurden erfunden um Pferde in gewissen Ausbildungsstufen die eine oder andere Unterstützung geben zu können. Einige (Ausbinder) sind speziell für das Longieren gedacht, andere um Pferden zu helfen, wenn Anfängerreiter auf ihnen sitzen. Eine gute Übersicht findest Du in Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Hilfsz%C3%BCgel Generell gilt: Die Auswahl von Hilfszügeln sollte immer ein Profi machen. Ein Reitanfänger oder jemand, der sich bei der Biomechanik nicht sehr gut auskennt, kann mit der Wahl des falschen Hilfszügels oder durch falschen Gebrauch viel Schaden beim Pferd anrichten. Heute: Man beobachtet quer durch alle Reitarten und durch alle Ställe des Landes oft einen sehr unsinnigen Einsatz dieser Hilfsmittel. Manchmal glaub man Lederfetischisten vor sich zu haben, so viele Zügel und Riemen werden an einem einzigen Pferd verschnallt. Dieser massive und oft falsche Einsatz war von den ursprünglichen "Erfindern" dieser Zügel natürlich so nie gedacht gewesen. Ich selbst bin nicht generell gegen den Einsatz des einen oder anderen Hilfsmittels, wenn der Anwender genau weiß was er tut. Gute (!) Reitlehrer sollten zu dieser Gruppe gehören. Einreiter für junge Pferde, Pferdewirte (Reiten) und Profi-Trainer lernen das zumindest in ihrer Ausbildung. Leider wird jedoch auch von diesen Leuten, die es eigentlich wissen müßten, oft viel zu viel ein- oder ausgebunden. Mein eigenes Pferd reite und trainiere ich bewußt ohne diese Hilfszügel.

http://pferdundreiter.wordpress.com/

.. da wird dir geholfen. Eins sollte sicher sein, wenn du diese Wirkung nicht kennst dann solltest du sie auch nicht anwenden. Nur wirkliche Könner sollten damit handtieren und wenndu einer bist, wird sie dir irgendwann dein Ausbilder dir erklären

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