Wie verhält man sich, wenn man in der Öffentlichkeit eine weinende Frau sieht?

10 Antworten

Die Antworten derjenigen, die für <in Ruhe lassen> plädieren liegen mir net. Ich würde schon fragen, was sie bedrückt. Sie (oder er) kann dann immer noch mein Gesprächsangebot ablehnen. Ich hab nur selten erlebt, daß es jemand peinlich war zu heulen ... Eher war es den Leuten peinlich, die Aufmerksamkeit und Zeit Anderer in Anspruch genommen zu haben.

Hm, ich kann die Antworten, die besagen, man solle lieber nichts unternehmen bzw. die Person nicht ansprechen, nicht nachvollziehen.

Ich spreche lieber einen Menschen an und riskiere eine Ablehnung (die wohl nicht weiter tragisch wäre für BEIDE Seiten), als einen Menschen nicht anzusprechen und diesem dann das Gefühl geben, als interessiere sich KEINE Sau für einen!

Mir sind in der Öffentlichkeit auch schonmal die Tränen gelaufen - und ich wollte/ konnte in der jeweiligen Situation letztlich auch nicht mit einer fremden Person darüber reden, ABER es tat unheimlich gut zu sehen, dass andere Menschen noch aufmerksam sind, sich etwas trauen und es keine Schande ist, in der Öffentlichkeit zu weinen!

Wer weiss, vielleicht hätte ich mich in den jeweiligen Situationen auch geöffnet - aber dafür muss die Person dann schon sehr vertrauensvoll und "aufnahmefähig" wirken. Manchmal tut es ja sehr gut, gerade mit einem fremden Menschen zu reden, sich auszukotzen und auszuheulen.

Ich würde jedenfalls immer wieder reagieren und mein Mitgefühl deutlich machen, und wenn es einfach nur ein liebes Wort ist.

Das ist schwer. Man möchte helfen und fühlt sich hilflos. Sie versuchte es zu verbergen, es war ihr anscheinend unangenehm, sie dann noch anzusprechen, halte ich in dem Fall für keine gute Idee. Menschen die Hilfe suchen und auch bereit sind welche anzunehmen drücken das häufig in ihrer Körperhaltung aus, zum beispiel mit fragenden suchenden Blicken unter tränenschweren Augen. Zu oft wird wechgesehen.

Am besten man tut gar nichts. Meistens ist dieser Emotionsausbruch einem selber sehr peinlich und man möchte nicht angesprochen werden. Wenn man das tut, muss man sogar mit Aggressionen rechnen (habe das selbst einmal erlebt, denn keiner kann einem dabei trösten, man muss das Trauma durch Selbsterfahrung, durch einen Spezialisten oder eben durch Weinen - das ist auch eine Trauerverarbeitung - verarbeiten). Aber: Auf keinen Fall stören oder etwas in der Richtung sagen, dass man nicht weinen soll oder so, denn die Tränen müssen einfach raus. Lg Scorpio

Auf jeden Fall in Ruhe lassen. Das Letzte was ich in so einer Situation bräuchte wäre Jemand, der mich darauf anspricht und mit mir "drüber reden" will. Mein Problem geht ja keinem was an und wenn ich nicht weine weil ich gerade verhauen wurde, sondern weil ich vielleicht meinen Job verloren habe, dann ist das auch keine Situation bei der ich von irgendwelchen fremden Leuten Hilfe brauchen würde bzw. haben wollte.

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