Wie verarbeitet man Trauer um jemanden den man nie kannte?

1 Antwort

Zunächst einmal mein herzliches Beileid. 

Glücklicherweise leben wir ja nicht mehr in der Steinzeit, sondern haben beispielsweise Computer und Internet.

Zu aller erst könntest Du Deine Pflegeeltern danach fragen, was sie alles über Deine Familie wissen. Da zählen vor allem Namen und Daten, also Geburtsdaten, Hochzeitsdaten oder auch Todesdaten (sowohl die Kalenderdaten, als auch die jeweiligen Orte) beispielsweise von Eltern, Geschwistern und sonstigen Vorfahren, soweit dies eben möglich ist. Mit diesen Daten kannst Du in Kirchenbüchern entsprechend örtlicher Gemeinden sehr viel mehr beispielsweise über Deine Vorfahren erfahren und mit den Namen Deiner Geschwister gibt es beispielsweise über Google, auch mit Hilfe von Wohnorten und sonstigen Daten sicher auch die Möglichkeit, sie über verschiedene Wege zu kontaktieren - telefonisch oder postalisch wäre da wohl das Minimum - vielleicht wäre sogar ein Messengerkontakt (z.B. Skype) oder ein vergleichbarer über ein soziales Netzwerk (z.B. Facebook) möglich. Über Deine Verwandten könntest Du dann auch mehr über Deine Mutter herausfinden, wie zum Beispiel, was für ein Mensch sie war und vielleicht sogar wo sie beigesetzt worden ist. Leider wird aber auch dies keine Möglichkeit bringen, sie noch persönlich kennen zu lernen.

Danke für deine Antwort.

Über meine Mutter weiß ich alles. Ich weis Bescheid über Ihren Todeszeitpunkt, wie sie gelebt hat und so weiter...

Da allerdings niemand ( in dem Fall mein leiblicher Vater) Geld hatte eine Beerdigung zu zahlen, wurde sie anonym verbrannt. Wo, erfahre ich am Montag. 

Aber da sie nichtmal einen Grabstein bekommt oder eine öffentliche Beerdigung habe ich rein gar nichts woran ich mich festhalten kann... Ich habe zwar auch Fotos aber eigentlich ist sie eine fremde Person. Das heißt im Prinzip bin ich traurig, weis aber nicht wieso...

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@jackiejen

Da allerdings niemand ( in dem Fall mein leiblicher Vater) Geld hatte eine Beerdigung zu zahlen, wurde sie anonym verbrannt. Wo, erfahre ich am Montag. 

Das ist zumindest ein Anfang. Vielleicht kannst Du auch herausfinden, wo dann ihre Überreste beigesetzt wurden. Denn ob Einäscherung oder Sargbestattung so findet dennoch normalerweise eine Beisetzung statt.

Aber da sie nichtmal einen Grabstein bekommt oder eine öffentliche Beerdigung habe ich rein gar nichts woran ich mich festhalten kann...

Das würde ich so nicht bestätigen. Der Leichenbestatter, der die Einäscherung vorgenommen hat, sollte eigentlich auch wissen, wo die Beisetzung stattfindet oder stattgefunden hat. Es ist sicherlich auch nicht zu spät, über die Möglichkeit zu sprechen, einen Grabstein entsprechend anzufertigen. Es mag für die Beisetzung zu spät sein, aber nicht grundsätzlich. 

Ich habe zwar auch Fotos aber eigentlich ist sie eine fremde Person.

Wenn Du, wie Du selbst schreibst, alles über sie weißt, magst Du ihr vielleicht nicht in ihrem Leben, soweit Du Dich erinnern kannst, begegnet sein, aber das heißt trotzdem nicht, dass sie für Dich eine fremde Person ist, denn immerhin weißt Du doch so einiges über sie. Dass man alles voneinander weiß, können oft selbst Freunde nicht voneinander sagen und die sind sich eigentlich nie fremd - es sei denn es sind Onlinekontakte, die sich als Freunde bezeichnen.

Das heißt im Prinzip bin ich traurig, weis aber nicht wieso...

Ich habe da eine Ahnung. Vermutlich ist es die Endgültigkeit, dass Du nun keine Gelegenheit mehr hast, sie persönlich kennen zu lernen. Auch wenn ich es nicht so sehe, dass dies tatsächlich endgültig so ist, so kann dies dennoch der entsprechenden Empfindung entsprechen. 

Als meine Großmutter mütterlicherseits starb hatte ich auch nicht die Gelegenheit, zumindest bei ihrer Beisetzung dabei zu sein. Dennoch konnte ich nur begrenzt trauern. Ich betrauerte den Abschied, glaubte aber nie daran, dass dieser Abschied endgültig sein würde, und ich freute mich sogar für meine Großmutter, weil ich damals schon glaubte - ebenso sehr wie heute - dass sie erstens nicht mehr die täglichen Unmengen an Medikamenten schlucken muss und zweitens mit ihrem geliebten Ehemann wieder zusammen sein kann, der ihr mehr als 10 Jahre voraus gegangen war.

Bei Deiner Mutter ist es zumindest insofern anders, dass sie von ihren Abhängigkeiten in Bezug auf Drogen und Alkohol - egal ob sie diese noch in ihrem Leben einigermaßen überwinden konnte - nun endlich vollkommen befreit ist. 

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was macht ein psychologe bei trauer?

hallo, was macht eigentlich ein psychologe wenn man zu ihm kommt weil man um jemanden trauert?

hat vielleicht schon jemand erfahrung damit?...weiß was da abläuft?

geht man da einfach hin für 10 termine und redet?

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Sind das Suizidgedanken und wenn ja ist das gleich wieder ein Grund für die Klinik?

Ich war neulich für 8Wochen in der Psychiatrie.

Das hat auch ein bisschen was gebracht, aber momentan geht es mir schon wieder richtig schlecht.

Ich habe teilweise auch richtig merkwürdige Gedanken. Irgendwann kam mir mal so urplötzlich in den Sinn: "Wenn du dich umbringst, dann erhänge dich, das ist die beste Möglichkeit, um sich das Leben zu nehmen!"

Ich denke halt auch ziemlich oft über das Thema nach. Also vor ein paar Tagen dachte ich mir, dass ich bevor ich mir das Leben nehme noch ein paar Briefe an bestimmte Personen schreiben muss. Ich habe mir da sogar schon überlegt, was ich schreiben würde.

Ein anderes mal habe ich mir überlegt, WO ich mich umbringen könnte.

Ich denke ständig darüber nach. Das Problem ist, dass ich mich halt selber nicht wirklich ernst nehme. Eigentlich will ich gegen meine Probleme ankämpfen und die Depression besiegen. Ich will stärker sein.

Auf der anderen Seite fühle ich mich so leistungs- und lebensunfähig. Ich kann das gar nicht so beschreiben, aber ich habe einfach das Gefühl nichts auf die Reihe zu bekommen.

Ich fange bald ein langes Praktikum an und habe auch da richtig große Angst vor, weil ich nicht weiß, wie ich das überhaupt auf die Kette kriegen soll. Es macht auch einfach keinen Sinn, weil es eigentlich keinen Grund gibt, der meine Angst zu versagen begründen würde.

Ich denke mir dann auch teilweise schon so etwas wie:"Ich kann das Praktikum einfach nach 6 Monaten abbrechen und dann kann ich noch mal in die Klinik und dann im Sommer die Ausbildung starten!"

Wobei ich auch schon wieder richtig Panik bekomme, wenn ich an die Ausbildung denke. Ich weiß da natürlich auch nicht, wieso ich da so große Angst vor habe.

Ich hasse mich auch, weil ich mich in letzter Zeit häufig selbstverletzt habe. Also heute Abend habe ich 10 Tage ohne SV durchgestanden, aber fast jeder einzelne Tag war ein Kampf. Ich weiß auch nicht, wie lange ich das noch durchstehen kann.

Ich habe nächste Woche noch einen Termin bei einem Psychologen und bei einem Psychiater. Da werde ich das alles auch einmal ansprechen, aber vielleicht hat hier auch schon jemand einen Tipp für mich und kann mir folgende Fragen beantworten:

Zählen diese Gedanken schon als Suizidgedanken? wenn ja, wie gravierend sind diese einzuordnen?

Kann es sein, dass mir wieder nahegelegt wird, dass ich mich aufgrund dieser Gedanken einweisen lassen sollte?

bestünde sogar die Möglichkeit, dass ich eingewiesen werde und zwangsmäßig auf die geschlossene komme?

DANKE :)

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Ich bin kurz davor mich selbst umzubringen hilfe bitte?

Hallo zusammen.
Ich bin 17/m und fühle mich schon seit ich denken kann als aussenseiter. Ich habe keine interessen die ich mit jemandem teilen kann und hatte dies auch nie. Schon immer bin ich überall wo ich war angeeckt. Ich hatte zwar überall wo ich war ein paar freunde gefunden, jedoch wurde ich von der breiten masse abgelehnt und ausgegrenzt. Ich lies mich nie unterkriegen und gab nie auf. Immer wieder versuchte ich von vorne zu beginnen und wo ich auch war und egal wie sehr ich mein selbstbewusstsein auch stärkte ich wurde abgelehnt. Ich fühlte mich auch noch nie wirklich normal. Mit den Jungendlichen in meinem Alter habe ich gar nichts gemeinsam. Ich verstehe ihr handeln einfach schlichtweg nicht. Viel lieber unterhalte ich mich mit über 30 jährigen weil diese oftmals bereits viele erfahrungen gemacht haben und nicht mehr so naiv handeln. Ich schäme mich für meine Altersgenossen. Ich will mich wirklich nicht selbst als besser darstellen, jedoch finde ich einfach dass ich viel zu intelligent für meine Gleichaltrigen Kameraden bin. Weil ich bisher in meinem leben noch nie wirklich respektiert wurde und bisher alle immer nur auf meinen Gefühlen herumgetrampelt haben, habe ich mich entschlossen, falls keine Besserung eintritt, mich zu erschiessen. Ich war bereits drei mal so kurz davor. Ich ging in den Wald setzte mich hin und drückte mir die waffe an die Schläfe, doch jedes mal wurde ich fast wie erleuchtet und dachte mir„komm das kanns noch nicht gewesen sein, wer weis, vielleicht ist ja morgen der tag der dein leben ändert". Meine Erleuchtung ist natürlich noch nie eingetreten. Ich wollte es heute eigentlich endgültig durchziehen doch ich will noch diesen Eintrag hier schreiben. Vielleicht gibt es hier ja jemanden der mir helfen kann.

Danke im voraus.

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