Wie sollte man mit religiösen Fanatikern/Missionaren/Eiferern umgehen?

Das Ergebnis basiert auf 25 Abstimmungen

Grenzen ziehen, Toleranz fordern 40%
Nichts von dem, sondern: 32%
Komplett ignorieren 20%
Dialog über Glaubensinhalte 4%
Zustimmen und beruhigen 4%

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Grenzen ziehen, Toleranz fordern

Die Antwort auf Deine Frage ist davon abhängig, mit welchen Fanatikern man es zu tun bekommt. Nicht jeder, der einen auf den Glauben an Gott - oder konkreter: an Jesus Christus anspricht, ist schon Fanatiker. Und auch nicht jeder, der vor dem Essen betet :-)

Fanatiker und Fundamentalisten leben, denken und glauben in einer in sich geschlossenen Gedankenwelt, wo alles geordnet ist und sie jede Frage beantworten können. Lässt man sich darauf ein - also im Sinn eines Dialoges über Glaubensinhalte - hat man es immer mit Leuten zu tun, die sich in der Materie besser auskennen als man selbst. Der Fundamentalismus ist leider keine Form des Glaubens, sondern sein Ende. Der Fundi meint, unumstößliche und unwiderlegbare Beweise für die Richtigkeit seiner Lehre zu haben, vor denen jeder Kritiker in die Knie brechen muss. Der Glaube vertraut darauf, dass sich am Ende Gottes Wesen, seine Liebe und Barmherzigkeit gegen unsere Hartherzigkeit und Egoismus durchsetzt. Vieles, was wir gern Gott in die Schuhe schieben (Hunger, Krieg, etc.) sind doch bei Licht besehen eher Dinge, die wir Menschen zu verantworten haben. Das sollten wir uns eingestehen. Bei so echten und verbohrten Fundis mag vielleicht ein Tipp von Hubert Schleichert helfen, der ein Buch zu diesem Thema veröffentlicht hat: "Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren - Anleitung zum subversiven Denken" Das Buch ist bei C.H. Beck erschienen. Es hilft, die Argumentationsweisen zu verstehen und dennoch Luft zum Atmen und Freiheit zum Denken zu haben. Es lehrt aber auch, selbst den Fundamentalisten als gleichwertigen Menschen zu sehen. Verachtung wäre da - wie eigentlich an den meisten Stellen - absolut fehl am Platz.

Gruß Barnabas

Ist doch totaler Blödsinn. Wenn einer Fanatiker ist, ist es doch völlig egal an welchen Gott er fanatisch glaubt.

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@PatBo

Sorry, aber ich finde den Vorwurf "totaler Blödsinn" als Kommentar auf diese ausgewogene Antwort undifferenziert und deplaziert

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@PatBo

Liebe/r PatBo,

in einer Community kann es immer wieder zu Missverständnissen und unterschiedlichen Meinungen kommen. Wir sind der Meinung, die Community ist groß und demokratisch genug für unterschiedliche Ansichten und Meinungen.

Beleidigungen und ausfallende Bemerkungen sind hier aber nicht erwünscht. Ein freundlicher Ton, Respekt und Höflichkeit gegenüber den anderen Community-Mitgliedern sind uns wichtig. Die Beiträge werden sonst gelöscht.

Ich bitte Dich Rücksicht darauf zu nehmen.

Viele Grüße

Verena vom gutefrage.net-Team

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Komplett ignorieren

Jeder kann seine eigene Meinung haben und sollte diese auch haben dürfen. Jedoch sollte er nicht versuchen, andere vehement davon zu überzeugen.

Nichts von dem, sondern:

also, wenn da jetzt zum beispiel 2 jehovas(oder wie man das schreibt) vor miener tür stehen, dann such ich erstmal ein gespräch. da ich von natur aus ein sehr skeptischer mensch in sachen religion bin, lasse ich sie so lange erzählen und selle so lange irgendwelche fangfragen, bis sie sich dann selber wiedersprechen. und genau das haltet ich ihnen dann vor. das kann echt spaß machen.

Nichts von dem, sondern:

Eigene Meinung darlegen und diskutieren, auch zustimmen und beruhigen, auch Grenzen setzen, auch Glaubensinhalte abfragen.

Mich wundert schon, dass hier im Forum eher die Ungläubigen die Fanatiker zu sein scheinen. Keinerlei Toleranz, fertig machen von Leuten, die gläubig sind.

Und ich glaube nicht, dass man Hardy hier als Fanatiker anschauen kann.

Toleranz bedeutet Respekt vor der Überzeugung anderer, nicht Verzicht auf die eigene Überzeugung.[2] – Walter Kasper

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Grenzen ziehen, Toleranz fordern

Die empfehlenswerte Art des Umgangs mit Fanatikern hängt auch von der Situation ab. Allgemein ist es richtig, eine klare Grenze für ein nicht hinnehmbares Verhalten aufzuzeigen. Dazu gehört, für Meinungsfreiheit und Toleranz einzutreten als gleiches Anrecht für alle, Überzeugungen zu haben und zu leben, solange nicht schlimme Taten begangen werden.

Ignorieren kann manchmal Ärger ersparen. Bei der Zustimmung über ziemlich Selbstverständliches hinaus droht die Gefahr von Anwerbeversuchen. Eine Diskussion kommt grundsätzlich auch in Frage, allerdings nur, wenn jemand inhaltlich und taktisch gut vorbereitet ist.