Wie soll ich klar kommen mit dem Tot eines geliebten Menschen?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Hallo Ich (12) wollte mal nachfragen wie ihr nach dem Tot eines sehr engen verwandten gemacht habt und wie war es bei euch ?

Nunja, es ist eine recht drastische Veränderung im Leben, weil jemand, der bisher immer da war, nun plötzlich weg ist. Ich sehe das nicht ganz so dramatisch, weil es dabei eigentlich nur zwei Aspekte der Trauer gibt: Die Trauer für den Verstorbenen und die Trauer für sich selbst.

Man betrauert also zum einen, dass der Verstorbene nun nicht mehr am Leben teilhaben kann. Da sich die Menschen mit dem Tod nie beschäftigen, bis es zu spät ist und daher nicht wissen, was der Tod wirklich ist, fallen sie hier meist in ein recht tiefes Loch. Wenn man weiß, wie es nach dem Tod weitergeht, dann fällt dieses Problem weg. Du kannst dir das Leben wie einen Besuch in einem Freizeitpark vorstellen: Da geht man hin, um Erfahrungen zu sammeln und etwas zu erleben. Und irgendwann gehen die Leute eben nach Hause. Für uns, die wir noch im Park sind (und die wir nur den Park kennen), sind sie plötzlich weg und das betrauern wir dann. Dabei sind sie eigentlich nur nach Hause gegangen, erholen sich von dem ganzen Spaß und planen vielleicht schon den nächsten Besuch. Aus Sicht des Verstorbenen gibt es so gesehen gar keinen Grund zum Trauern und deshalb müssen wir für den Verstorbenen eigentlich auch gar nicht trauern.

Bleibt die Trauer für uns selbst. Man hat uns jemanden weggenommen und diesen Verlust betrauern wir. Sicher, da fehlt nun jemand, ein Ansprechpartner, der immer da war und das ist natürlich blöd und das macht uns wütend. Es ist völlig in Ordnung darüber erst einmal wütend zu sein, aber wir müssen uns da auch eingestehen, dass es dabei nicht um den Verstorbenen, sondern nur um uns selbst geht. Und das ist dann doch recht egoistisch, oder?

So gesehen bleibt unter dem Strich eigentlich gar kein Grund übrig, zu trauern. Das "man hat mir jemanden weggenommen" müssen wir eben verarbeiten und um den Verstorbenen müssen wir uns keine Sorgen machen. Dem geht es gut - und was er am wenigsten gebrauchen kann, sind negative Emotionen wie Trauer. Die bekommt er nämlich ungefiltert mit und das ist eine ziemliche Belastung.

Ich kann z.B. nicht weinen wenn andere nicht weinen

Das musst du auch nicht. Zum einen gibt es keinen Grund dafür, zum anderen gibt es keine Pflicht zum Weinen.

oder komme damit nicht klar das er im Krankenhaus gestorben ist als ich sagte das ich ihn liebe !

Er war also sehr krank? Dann ist es doch schön, wenn du ihm das noch mit auf den Weg geben konntest. Sieh es mal so: Dort wo er nach seinem Tod gelandet ist, hat er keine Krankheit mehr. Das ist in jedem Fall eine Verbesserung. :)

Ich möchte aber auch nicht zu einer Trauer stunde für Kinder .

Das ist natürlich deine Entscheidung und je nachdem, wer diese Trauerstunde wie ausrichtet, würde ich mir das auch gut überlegen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo Larmatayl,

ich selbst habe vor wenigen Jahren meinen Vater, meine Mutter und eine meiner Schwestern relativ kurz hintereinander durch den Tod verloren. Und vor kurzem ist auch noch meine liebe Frau an Krebs gestorben! Ich weiß daher, dass der Schmerz nach dem Verlust eines geliebten Menschen sehr groß sein kann und man braucht unter Umständen viel Zeit, um diesen Schmerz verarbeiten zu können. Jeder trauert auf eine andere Weise und es gibt auch kein Zeitmaß für die Trauer. Ich finde es auch immer sehr hilfreich, wenn ich mit jemandem über meine Gefühle sprechen kann, der vielleicht Ähnliches erlebt hat und sich am besten in meine Lage hineinversetzen kann. Für den Trauernden ist es nämlich schon eine große Erleichterung, jemanden zu haben, der verständnisvoll zuhört.

Was ebenfalls Erleichterung bringen kann ist, wie ich finde, zu weinen. Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Hinterher fühlt man sich immer ein wenig erleichtert. Ich glaube, es ist gar nicht gut, wenn man irgendwie versucht, vor anderen seine Gefühle zu verbergen und stark sein zu wollen. Seinen Tränen freien Lauf zu lassen, hilft am besten bei der Trauer. Wenn Du jedoch einfach nicht weinen kannst, so brauchst Du Dich auch dazu nicht zwingen. Vielleicht gelingt es Dir ja zu einem späteren Zeitpunkt. Wichtig ist aber, dass Du Dir keinen Druck machst!

Am meisten aber hilft mir die Hoffnung, die die Bibel im Hinblick auf die Verstorbenen gibt. Da ich mich viel mit der Bibel beschäftige, hat es mich sehr getröstet, das zu lesen, was Jesus einmal über die Toten sagte: "Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden... zu einer Auferstehung" (Johannes5:21, 28 u. 29a).

Diese Verheißung beschreibt, dass Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Wir werden sie so sehen, wie wir sie gekannt haben und können sie dann endlich wieder in unsere Arme schließen! Ist das nicht großartig?

Die Bibel lässt auch erkennen, dass wir dann unter friedlichen, paradiesischen Verhältnissen leben werden. Dazu heißt es in den Psalmen: " Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen" (Psalm 37:29). Diese wundervollen Aussichten, die die Bibel gibt, haben schon Millionen Trauernden geholfen, besser über den Verlust eines lieben Menschen hinwegzukommen. Ja, die Hoffnung auf die Auferstehung kann den großen Schmerz, den ein Trauernder empfindet enorm lindern!

Ich kann von mir jedenfalls sagen, dass mir diese Hoffnung sehr hilft, besonders dann, wenn alles um mich herum grau und trüb aussieht. Ich bin Gott sehr dankbar dafür, dass er uns diese schönen Verheißungen gegeben hat und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er sie auch erfüllen wird.

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft bei der Bewältigung Deiner Trauer!

LG Philipp

Ich (auch 12) habe mit anderen geweint und getrauert, aber dann eingesehen, dass die Person nicht gewollt hätte dass ich traurig bin und dass es ihr jetzt besser geht, wo auch immer sie ist. Vielleicht stellst du dir dass mal vor, wenn es nicht besser wird, dann rede mit deinen Freunden. Freunde sind immer für einen da, so war das damals auch bei mir.
Konnte ich dir helfen?

Hey,

kann sein das es dir nicht mehr helfen wird weil du wahrscheinlich über den Tod schon gut hinweg bist, aber ich erzähl dir mal von meinen Erfahrungen. Ich bin 15 und hab relativ viele Mitglieder aus der Familie schon verloren, unteranderem zwei Tante und mit der einen stand ich sehr nah. Die andere weniger aber das macht den Schmerz natürlich nicht gering. Ich hab dazu noch meinen Opa und einen Onkel verloren also relativ viele. Nun ja mit etwa 5/6 Jahren hatte ich die erste Todes Erfahrung in der Familie gemacht, mein Onkel starb an Hautkrebs der sich gestreut hatte. Das ging mir nur kurze Zeit bah aber nicht sonderlich, ich war immerhin klein. Mit 9 ist dann mein Opa gestorben was mich durcheinander gebracht hatte. Vieles konnte man nicht tun und man nahm es hin, immerhin noch ein alter wo man sowas noch nicht begreift. Letztes Jahr verlor meine allzu geliebte Tante den Kampf gegen Hautkrebs der sich bis in die Lunge streute. Die Sache war aber hier: erstens ich hab vegriffen was abging und zweitens litt ich schon teils unter Panikattacken. Ich hatte durch den Tod immer mehr und mehr und fing an mit meiner besten Freundin, Schwester und meiner Mama zu reden( mit meiner Mama konnte man lange nicht über den Tod reden weil meine Tante und die Schwestern Waren und sich sehr sehr eng standen). Also das wichtigste: du musst nicht über deine Sorgen reden aber es für dich zu behalten ist keine gute Idee, rede mit einer vertrauten Person die dir immer zur Seite steht. Hätte ich das schon letztes Jahr gewusst wäre es mir leichter gewesen. Erst dieses Jahr, beim Tod meiner zweiten Tante, hab ich offen mit Freunden geredet. Ich hatte meine beste Freundin angerufen als ich erfahren hab das sie verstorben ist und hatte tatsächlich eine Panikattacke am Telefon. Dadurch das sie selber welche hat, und weiß was sie tun muss wenn ich welche hab, wusste sie wie sie es handhabt. Nun jetzt knapp einen Monat später rufe ich sie oder meinen besten Freund an wenn ich mal weinen muss. Oder ich rede mit meinen Großeltern über alles immerhin war es ihre Tochter. Ich weine wenn mit danach ist und wenn ich mal Auszeit brauche dann nehme ich sie mir. Ich lenke mich ab und denke in Ruhe über alles nach. Ich suche mir Beschäftigung und wenn ich dabei mal weinen muss, tue ich es! Wein wenn du es musst, aber rede drüber wie du dich fühlst und wenn du dabei weinen musst, tu es. Weinen zeigt eine gewisse Stärke!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo,

Trauer ist bei Menschen verschieden. Du kannst mit einem Menschen reden. Es gibt im Internet und über das Telefon kostenlose Seelsorge. Gibt es an Eurer Schule vielleicht einen Vertrauenslehrer? Dann kannst Du auch mit diesem reden.

Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, ich bin Christ. Gott liebt Dich. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Alles Gute

was mich überzeugt, dass es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt

Welche Beweise hast du denn für die Existenz des christlichen Gottes und das Leben nach dem Tod?

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@joangf

Ich glaube an Gott, ich bin Christ.

Ich glaube, dass diese Welt durchdacht und geplant wurde, ich glaube nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Auch gibt es Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann wird das Wunder auch bestätigt. Die Ärzte wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Ich glaube auch an ein Leben nach dem Tod. Sie können im Internet nach "Mädchen begegnet Jesus" und "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

Ich habe auch Sachen erlebt, die meinen Glauben gestärkt haben.

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@comhb3mpqy
Ich glaube an Gott, ich bin Christ.

Das ist nett, aber woher weißt du, dass dieser Gott existiert?

Ich glaube, dass diese Welt durchdacht und geplant wurde, ich glaube nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Ja, aber das ist ein Logikfehler. Nur, weil wir nicht wissen, wie die Erde entstanden ist oder der Urknall abgelaufen ist, bedeutet das ja nicht, dass ein Gott die Hände im Spiel gehabt haben muss. Wir wissen es einfach nicht, aber wir haben Theorien, die wahrscheinlich sind, weil wir entsprechende Belege dafür gefunden haben. Für ein Wirken Gottes gibt es aber leider keine Belege.

Auch gibt es Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann wird das Wunder auch bestätigt.

An ein Wunder werden hohe Anforderungen gestellt, unter anderem, dass es keine andere Möglichkeit geben darf, wie die Heilung eingetreten sein kann. Das wird leider nie erfüllt, auch wenn man das gerne mal ignoriert, um ein Wunder präsentieren zu können. Fragt ja keiner nach. Und selbst wenn man keine Erklärung findet, bedeutet das nur, dass man keine Erklärung hat und nicht, dass es das Wirken eines Gottes war. Dafür bräuchte man einen echten Beweis und den gab es bisher nicht. Anzunehmen, es wäre Gottes Wirken gewesen, weil man keine andere Erklärung hat, wäre wieder ein Logikfehler, ein sogenanntes argument from ignorance.

Sie können im Internet nach "Mädchen begegnet Jesus" und "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

Danke aber das brauche ich nicht, ich war mehrfach selbst dort.

Ich habe auch Sachen erlebt, die meinen Glauben gestärkt haben.

Das gibt es häufig, aber wir Menschen wählen in solchen Fällen selektiv aus und sehen nur die Dinge, die unsere Ansichten unterstützen und ignorieren alle andere. Ich kann auch alle positiven Erfahrungen in meinem Leben der Zahnfee zuschreiben von deren Existenz ich überzeugt bin - das macht sie aber nicht real.

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