Wie sind die Aussichten und der Verdienst als Maskenbildner (Film oder Theater)?

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Hallo, Paul!

Wenn man einen Traum hat, sollte man ihn doch realisieren! Seit 2005 ist es kene Voraussetzung mehr vorab eine abgeschlossene Frisuerausbildung zu haben.Denn inzw. wird an den Theatern die Praxis und in den Block-Unterrichten der verschiedenen Schulen (Hamburg, Baden-Baden...)auch das Haareschneiden und Färben gezeigt, so dass es nur eine 3jährige Ausbildung ist. Beste Vorraussetzung: Ein einjähriges Praktikum am Theater vorab. Doch da muss man sich sputen -> die Plätze sind sehr begehrt, die Theater-Masken voll! Oder man spart viel Geld für eine private Maskenbildnerschule (z.B. Mephisto in Berlin , 2-3 Jahre für mittlerweile insgesamt 30.000.- €). Wenn man am Theater bleibt, oder übernommen wird, nach der Abschlussprüfung, kommt es drauf an, ob es ein Stadttheater ist, ein Staatstheater, oder ein Landestheater...dementsprechend wird das "Schauspielhaus" gefördert (also vom Staat, vom Land, oder der jeweiligen Stadt), und so schwanken auch die Gehälter. Aber so um die 1400-1500.- nach der Ausbildung sind normal. Auf den freien Markt, wenn man sich selbständig macht kann man seine eigenen Preise bestimmen und sich in speziellen Bereichen einen Namen machen.*Da gibt es Kollegen die am Tag 1500.- € verdienen! Aber die haben jahrelange Erfahrungen im In-und Ausland und ein grosses Equipment, was ja auch Geld kostet. *z.B. Körperdummies, oder spezial effects, oder Perückenhersteller

Sind diese 1400-1500,- Netto oder Bruttolohn?

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Dieser Job ist auf jeden Fall heiß begehrt und es ist schwierig, dann nach dem Studium eine Stelle zu bekommen. Das Geld hängt vom jeweiligen Theater ab. Im Provinztheater bekommt man brutto um die 1000€, am Staatstheater ´ne ganze Stange mehr, aber die genaue Zahl kenne ich leider nicht. Im Film hängt das auch von der Größe und Popularität des Projektes ab. Maskenbildner studiert man entweder und muss dort nur normale Studiengebühren bezahlen oder man macht eine Ausbildung zum Friseur und absolviert dann diverse Parktikas an Theater. Berufserfahrung ist auf jeden Fall wichtig. Der Sohnemann könnte ja einfach mal am Theater eurer Stadt fragen, ob die eine Praktikumsstelle in der Maske frei haben oder ob er dort einfach mal den Leuten einen Tag lang über die Schultern gucken darf. Wäre für ihn auf jeden Fall interessant und empfehlenswert, denn dieser Beruf ist ebenso sehr anstrengend. Er muss damit klar kommen, keine geregelten Arbeitszeiten, kein richtiges Wochenende uvm. zu haben, aber solange ihm der Beruf Spaß macht, ist das wohl das kleinere Übel. ;-)

ich habe mir von jemandem, der in dresden studiert hat, sagen lassen, dass die alle gebrauchten materialien selber bezahlen mussten. also gips(-binden) für abdrücke und büsten, bespannstoffe und natürlich die teuren haare für perücken, bärte etc. der betroffene meinte, dass man dann auch recht schnell bei beträgen ist, die manchen privatschulen gleichen. das studium liegt allerdings schon etwas zurück. da müsste man also mal nachfragen!?

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Im Theaterbereich ist das nicht so prickelnd. Maskenbildner werden immer wieder gesucht, aber es gibt auch recht viele. Die Arbeitsbedingungen sind recht hart. Unregelmäßige Arbeitszeit (oft in zwei Abschnitte über den Tag verteilt). Am Wochenende und Feiertagen zu arbeiten macht die Aufrechterhaltung von sozialen Kontakten fast unmöglich. Aber wenn er es unbedingt werden will? Vielleicht empfindet er es als nicht so schlimm. In vielen Fällen wird allerdings zusätzlich eine Ausbildung im Friseurhandwerk vorausgesetzt. Was die Bezahlung betrifft, geht es ab 1.600,- € brutto los (Theater/Oper). Aufstiegsmöglichkeiten zum Chefmaskenbildner sind theoretisch auch möglich. Ich würde mal ein Praktikum in diesem Beruf empfehlen.

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