Wie schwer ist eine Doktorarbeit in Physik?

10 Antworten

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Ich kann leider wenig zu Physik sagen, da ich aus dem Ingenieurwesen komme. Sozusagen angewandte Physik.

Kurzfassung: Promotion ist schwer, dauert lange und der Erfolg ist ungewiss. Trotzdem muss man sich von der Illusion lösen dass ein Mensch an dieser Arbeit sitzt. Meist sind dabei mehrere Doktoranden, einige Studenten, externe Personen usw. involviert. Zudem erhält nur ein Bruchteil aller Absolventen die Chance eine Promotion in Angriff zu nehmen.

hier meine bisherige Sicht als Masterand auf die Promotionsbemühungen:

Im Rahmen der Promotion bei mir am Lehrstuhl ( Forschungsstelle für Zahnräder und Getriebe), müssen die Doktoranden innerhalb von 4-5 Jahren zwei große Projekte erfolgreich bewältigen.

Nebenbei die Lehre mitgestalten. D.h. Halten von Übungen, Betreuen von Übungsgruppen, mithelfen bei Vorlesungen. Ausschreiben, Betreuen und korrigieren von Bachelor, Semester und Abschlussarbeiten. Dies nimmt in den ersten 2 Jahren etwa 50 - 60 % ihrer Zeit ein.

Die Erkenntnisse aus den Studienarbeiten gehen meist 1:1 in ihre Doktorarbeit hinein. Sogesehen müssen sie das Projekt nicht vollständig alleine meistern. Zudem kann jeder Doktorand bei uns mehrere HiWis beschäftigen die für ihn leichte - mittelschwere Aufgaben durchführen. In den Abschlussarbeiten werden mittelschwere (Bachelor) und schwere (Master) Teile der Projekte in Angriff genommen. Natürlich ist der Nutzen dieser Arbieten stark von den Fähigkeiten der Studenten und der Führung vom Doktoranden abhängig. Bei manchen Arbeiten kommt einfach nix raus und mehrere Monate waren umsonst.

Zudem müssen die Leute Paper veröffentlichen, an Forschungsveranstaltungen teilnehmen. Je nach dem öfters ins Ausland reisen um die Arbeit anderer Forscher zu sichten und ihrer eigene zu präsentieren.

Erst im letzten Jahr ( 4. oder 5. Jahr) wird ihnen der Lehrbetrieb grossteils erlassen und sie konzentrieren sich vollständig auf die schriftliche Ausarbeitung ihrer Doktorarbeit, inklusive Lektorat, Überarbeitung usw.

Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung!

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Promotionen in Physik sowie den Ingenieurswissenschaften gehören mit zu den schwersten, die es gibt. Unter 3 - 5 Jahren Arbeit daran ist nichts zu gewinnen. Dagegen ist z.B, ein Doktor in Medizin eine reine Lachnummer und kommt vom Niveau oft nicht mal an eine Masterthesis in genannten Fächern ran.

Dass die meisten das aber schaffen liegt an der starken Selektion. Zunächst muss man mal den Master schaffen, was nur einem Bruchteil der Studienanfänger gelingt. Von den Mastern werden dann nur die allerbesten zur Promotion zugelassen. Oft suchen sich die Professoren den besten Studeneten aus, um ihm die Assistentenstelle anzubieten, in deren Rahmen Student/Studentin dann promovieren kann.

Zuallererst, danke für deine Antwort.

Ich überlege mir, ob ich eine Promotion und damit eine wissenschaftliche Laufbahn in Erwägung ziehen kann.

Kann man die Chancen zum Bestehen an der Mathematiknote fest machen? Ich habe heute eine Arbeit zurück bekommen, die weit  über dem Abiturniveau war, ich mit 14 Punkten um 11 besser war, als der Zweitbeste.

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@NoTrolling

Festmachen kann man das daran nicht, aber außergewöhnliches Mathetalent ist schon erforderlich, da Physik ja nichts anderes als angewandte Mathematk ist.

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@NoTrolling

Du gehst noch zur Schule? Dann studiere doch erst einmal, bevor Du über eine Promotion nachdenkst. Schulmathematik ist Rechnen. Für Physik braucht man aber echte Mathematik.

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Natürlich ist das schaffbar. Das schafft fast jeder, wenn man erstmal den Master hat.

Es dauert allerdings viele Jahre.

Du brauchst erstmal einen Master in Physik, sonst wirst du keinen Platz in einem Doktorantenprogramm bekommen.

Doktorarbeiten behandeln immer ein Thema, das so noch nicht erforscht wurde, Themen gibt es also mehr als genug.

Die Dauer der Bearbeitung der Doktorarbeit dauert für gewöhnlich 2-4 Jahre, es ist also nicht eben mal so gemacht und in Physik auf keinen Fall "nebenbei" erledigt.

ich würde so 300 Seiten DIN A4 Schätzen

bei 80g/m² Papier sind es dann
80 * 300 * 0,21²*(2)^0,5 = 1,5 kg
dazu kommt dann noch der Einband.

Sie haben die Einheiten innerhalb des Rechenweges vergessen, das ist sehr wichtig!

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@ec2011

Nur in der Physik oder der Mathematik.
Ingenierure lassen das gern weg um die Lesbarkeit zu verbessern, nur das Ergebnis erhält dann eine Einheit.
Und ja, Mathematiker kommen da gern mal und erklären, dass dies falsch sein. Sie kenne eben diese Fachsprache nicht.

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