Wie schreibe ich, dass meine Umfrage nicht repräsentativ ist?

6 Antworten

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es kommt darauf an, was du mit nicht repräsentativ meinst.

  • meinst du die anzahl (stichprobenumfang n)?

mit n = 12 ist die stichprobe klein (n unter 50). unter einem bestimmten stichprobenumfang macht ein statistischer test keinen sinn. wie groß der stichprobenumfang sein muss, ist aber für die einzelnen tests unterschiedlich. mit n = 12 macht z.b. eine 2faktorielle anova keinen sinn, aber für einen fishers randomisationstest wären 12 personen ok.

es kommt auch darauf an, was man mit dem test will: sollen möglichst feine unterschiede gefunden werden, sind 12 personen zu wenig. bei einer kleinen stichprobe findet man nur große effekte. wenns um diese frage geht, dann sollte man mal die effektstärken berechnen und eine poweranalyse machen z.b. mit den kostenlosen programm GPOWER.

  • meinst du die schichtung der stichprobe?

mit 12 personen kann man natürlich nicht die bevölkerung in ihrer ganzen vielfalt darstellen. daher wäre die stichprobe unter diesem aspekt nicht repräsentativ. es gibt dazu aber verschiedene auffassungen und wiederum ist der zweck der untersuchung wichtig. wenn man z.b. die zufriedenheit von auszubildenden beim konzern xy untersuchen möchte, braucht man nur die, und nicht die ganze bevölkerung. dazu kann man z.b. etwas finden in amelang & zielinkski.

Wenn die Umfrage nicht repräsentativ war, kann sie auch KEINE Aussage belegen. Stell dir vor es geht um die Aussage: "Rechtsradikale sind toll!" Und du fragst vor einem entsprechenden Laden der rechten Szene 12 Bomberjackenträger, ob sie dir zustimmen. Als Antwort erhälst Du 12 x JA.

Was ist jetzt das Ergebnis Deiner Umfrage (12 von 12 Befragten - 100 % - finden Rechtsradikale toll)wert?

Willst Du diese Ergebnis zitieren, so musst du die Befragten genau beschreiben. Z.B. Vor einem Laden der rechten Szene stimmen 12 entsprechend dazugehörig Gekleidete folgender Aussage zu: ....

Nicht signifikant nennt man statistische Werte, die keine Allgemeingültigkeit haben. Das heißt, die Irrtumswahrscheinlichkeit ist höher als 5%. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Untersuchung allgemeingültig ist, liegt somit unter 95%. Statistisch kann man den Wert genau ausrechen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für die Richtigkeit der Aussage ist. Wenn das wichtig ist, kannst Du ja vielleicht einen BWLer oder Psych-Studenten bitten, das in ein Statistik-Programm im Computer einzugeben.

googel nach ab welcher teilnehmerzahl ne umfrage repräsentativ ist und damit hast du die begründung. allerdings sind 12 leute nicht grad viel und du solltest nicht erwähnen dass es so wenig waren...

Wenn Du 12 Personen zufällig aus der Population gezogen hast, die Du untersuchen willst, und alle Personen machen die Umfrage mit (100% Rücklaufquote), dann ist die Umfrage sehr repräsentativ, jedoch unsicher. Wenn Du einfach Leute angefragt hast, bist Du 12 gefunden und etliche haben abgesagt, dann ist die Umfrage nicht repräsentativ. Ich würde erst gar nicht damit anfangen, irgendwelche Aussagen zu machen.

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