Wie schaffte Cooper es, im Schwarzen Loch nicht atomisiert zu werden (Interstellar)?

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9 Antworten

In einem Schwarzen Loch herrscht eine derartig starke Gravitation, dass selbst das Licht eingefangen wird - daher kommt auch die Färbung dieser seltenen Anomalie. Der Mensch kennt Schwarze Löcher nur aus Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxien, und auch das Zentrum unserer Milchstraße besteht aus einem supermassenreichen Schwarzen Loch, das für die Drehung und Spiralarme der Galaxie verantwortlich ist.

Soviel ich weiß, handelt es sich im Film "Interstellar" aber um ein Wurmloch, also eine Lücke im Raumgefüge. Einer weit verbreiteten Theorie nach ist unser Universum nicht flach wie ein Blatt Papier, das auf dem Tisch liegt, sondern gefalten, gekrümmt und verknotet. Wenn du nun ein flaches Blatt Papier nimmst, und 2 gegenüberliegende Ecken mit einem Strich verbinden willst, ziehst du den Stift einmal an der Seitenlänge, also der gesamten Länge des Blatts, nach. Und jetzt falte es in der Hälfte. Die beiden Ecken liegen jetzt übereinander, und du muss nun nicht mehr einmal um das ganze Blatt zeichnen, um die andere zu erreichen, sondern kannst "durch" die Ecke zeichnen.

Zurück zum Schwarzen Loch: Wenn wir von extremer Gravitation reden, denken, ist es klar, dass uns ein Bild von einem zerfetzten Objekt in den Sinn kommt. Aber rein logisch macht das keinen Sinn: Es gibt kein oben und unten in einem Schwarzen Loch, also kann ein Objekt wie ein Mensch auch nicht nur in eine spezielle Richtung gezogen werden (und in dessen Folge auch zerfetzt), sondern in alle gleichzeitig, wenn man über den Ereignishorizont des Schwarzen Loches hinaus kommt. Die Gravitation in alle Richtungen hebt sich gegenseitig auf, und so würde man - rein theoretisch - einfach dematerialisiert, also auf atomarer Ebene aufgelöst werden.

Aber Film ist Film, Hollywood ist und bleibt Hollywood, und wenn du einen wissenschaftlich halbwegs genauen Film haben willst, empfehle ich dir "Der Marsianer", der in Kooperation mit einigen Raumfahrts-Unternehmen und Astronomen produziert wurde,

die Singularität ist unten oder nicht?

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@egla666

Ja, die Singularität ist unten.

Dass es in einem schwarzen Loch kein oben und unten geben soll ist falsch.
Ein schwarzes Loch ist nach wie vor ein körperliches Objekt im Zentrum des Lochs, also der extrem verdichtete Kern eines toten Stern.

Daher gibt es auch keine ausgleichende Anziehung von allen Seiten, sondern nur von "unten", von da wo der tote Stern ist.
Die sogenannte Spaghettisierung bzw. Deatomisierung findet also bei der Singularität nach wie vor statt.

Was deine Frage angeht: Im Film wird angedeutet, daß dieses Schwarze Loch von Menschen gebaut wurde. Von Menschen oder Wesen, welche die zusammenhänge von Raum und Zeit komplett verstanden haben und daher fähig sind solch einen Tesserakt zu bauen.
Btw. es kann davon ausgegangen werden, daß es die gleichen Wesen waren, welche das Wurmloch platziert haben.

Ein Tesserakt ist ein vierdimensionaler Hyper-Würfel, in welchem die Zeit nicht linear ist. Ein Raum in dem du zu jedem Zeitpunkt der Zeit gleichzeitig Zugriff hast. Quasi ein Beobachtungsraum der gesamten Zeit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tesserakt

Klar, es ist nur ein Film und nur Theorie. Aber es ist genau die Theorie dieses Filmes :)

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Keiner weiß was in einem schwarzen Loch passiert. Das ist wisschaftlich nicht erforscht. Daher ist alles Spekulation und somit perfektes Material für einen Drehbuchautor der sich die Geschichte schreiben kann wie er sie braucht (science fiction ebend).

Meiner bescheidenen Meinung nach ist die Interpretation eines schwarzen Loches in Interstellar jedoch etwas bei den Haaren herbeigezogen. Hatte eher das Gefühl man hat zwanghaft nach einem schlüssigen Ende gesucht.

Gegenfrage: Wie schafft Frau Holle es, auf der Erde Schneefall zu erzeugen?

Allerdings ! Er müsste (theoretisch) in ein sehr langen gummibandartigen

Zustand verfallen sein und dementsprechend nicht mehr "normal" am

Leben. Ansonsten - der Film war meiner Meinung nach wirklich TOP !!!

Masse proportional zu den Gezeitenkräften. Im Film supermassereiches rotierendem SL. Gezeitenkräfte so groß, dass Cooper einfach gesagt einfach vom Ereignishorizont übersehen wird 😂. Also nix da Hollywood-Logik. Das würde im realen Leben genau so funktionieren

Er konzentrierte sich während der Dreharbeiten immer auf das Mantra: "Das ist nur ein Film!"

Erwartest du etwa im Ernst eine wissenschaftliche Antwort?

Daß Superman fliegen kann und mit den Augen mit Blitzen um sich ballert, hat dich doch auch nicht ernsthaft gestört, oder?

Die Frage (wenn man einen Film wirklich wissenschaftlich analysieren möchte) ist wohl weniger was IM schwarzen loch passiert (das kann man von außerhalb sowieso nicht beurteilen). Die Frage ist eher wie kam er dort hinein. Die Gezeitenkräfte am Rand des schwarzschildradius sind in der groß genug Atome zu zerreißen. In sofern sollte er nicht nur atomisiert werden sondern praktisch subatomisiert. Alles was dann (bestenfalls) noch dem schwarzen loch entkommt ist Strahlung. Aber hey... Es ist nur ein Film ;-).

Einfache Erklärung: Es stand so im Drehbuch!

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