Es ist sehr schwierig hier eine konkrete Empfehlung zu geben, da die Bedingungen im Tauchgewässer nicht klar sind. Aber selbst wenn der See auch nur geringfügig eingetrübt ist, wird eine günstig Lampe sehr sehr schnell an ihre Grenzen kommen. Für Preise im Bereich von ca. 200€ bekommt man schon einfache Lampen, deren Lichtstärke und Leuchtdauer aber stark eingeschränkt sind. Sobald man aber tatsächlich eine adäquate Ausleuchtung erreichen möchte, ist man in trübem Gewässer sehr schnell auf massive Lichtmengen angewiesen. Und dann sind die Lampenpreise auch ganz schnell über der 500€ Grenze. Die Frage wäre also was genau möchtest du damit machen?

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Das Tauchen in Flüssen erfordert eine besondere Ausbildung, u.a. um beurteilen zu können ob ein Fluss überhaupt betauchbar ist. Als Beispiel sei hier der Sonderkurs Flusstauchen beim VDST erwähnt. Außerdem muss die Ausrüstung angepasst werden, um möglichst stromlinienförmig zu sein.

Polizei und Feuerwehr hingegen Tauchen bei der Suche nach Menschen und Gegenständen prinzipiell angeleint und alleine. Das ist eine komplett andere Art des Tauchens als das Sporttauchen. Hier wird auch meistens bei Nullsicht oder zumindest bei sehr schlechter Sicht getaucht. Meistens wird dann ein Suchmuster verwendet und sich am Grund mehr oder weniger vorwärts getastet. Dafür wird dann auch meistens eine Ausrüstung verwendet welche ohne Sicht getaucht werden kann (Vollgesichtsmaske, Reserveschaltung, etc.).

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Der Zoop wird laut Suunto Webseite gar nicht mehr hergestellt. Entsprechend dürftest du dafür auch keinen Support mehr bekommen falls etwas nicht klappt. Außerdem hat sich das Wissen über Dekompression in den letzten 10 Jahren sehr stark erweitert. Ich rate also zu einem moderneren Tauchcomputer. Vorzugsweise mit Bühlmann Algorithmus.

Was ein moderner TC unbedingt können sollte:

  • Tiefe anzeigen (aktuelle und maximale)
  • Tauchzeit anzeigen
  • Restnullzeit anzeigen
  • Dekozeiten anzeigen wenn Nullzeit überschritten wurde
  • Daten der letzten Tauchgänge anzeigen (über Wasser)
  • Aufstiegsgeschwindigkeit anzeigen (während des Aufstiegs)
  • Anzeige der Batterieladung
  • Anzeige der Oberflächenpause (inkl. 24h Flugpause)
  • Betriebstiefe sollte min. bei 70m liegen
  • Höheneinstellung

Zusätzlich gibt es noch Funktionen die hilfreich sind bzw. irgendwann vielleicht gebraucht werden:

  • Nitroxfähigkeit bis min 40% O2 (inkl. CNS Berechnung und MOD)
  • Hintergrundbeleuchtung
  • Temperaturanzeige
  • Eigener Batteriewechsel bzw. Lademöglichkeit
  • Möglichkeit den nächsten Tauchgang zu planen (Restnullzeit auf Tiefe)
  • Einstellung von Süß- bzw. Salzwasser
  • Gasintegration mit AMV und Restdauer Anzeige (Teuer)
  • Tag / Nacht Umstellung (LCD Geräte)
  • Armbandverlängerung (für dicke Tauchagnzüge / Trocki)
  • Bottom Timer Funktion
  • Anzeige der aktuellen Uhrzeit

Außerdem gibt es noch Dinge die man im Tauchcomputer i.d.R. nie braucht bzw. die nur Marketinggags sind:

  • Gehäuse Farbauswahl
  • Kompass (bei praktisch allen Geräten unzuverlässig und ungenau)
  • Funktionen als Uhr oder für Oberflächensport (dafür kauft man sich besser eine Smartwatch und lässt den TC zuhause)
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Die Schallausbreitung ist unter Wasser deutlich schneller als in Luft. Wie schnell ist allerdings von Temperatur, Druck und Salzgehalt abhängig. Sie liegt im Meerwasser aber etwa bei 1480 m/s (in Luft bei ca. 340 m/s). Da unser Gehirn für die Richtungsortung auf die Zeitdifferenz zwischen beiden Ohren in der Luft "geeicht" ist, kann man unter Wasser, durch die deutlich geringere Differenz, praktisch keine Richtung mehr erhören.

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Du presst damit Luft vom Rachenraum, über die Eustachische Röhre ins Mittelohr. War vorher außen, am Trommelfell, ein größerer Druck als dahinter, so ist der Druck im Mittelohr nun ausgeglichen (Daher Druckausgleich). War vorher im Mittelohr der Druck größer, so fließt dieser durch die Öffnung der Eustachische Röhre (ausgelöst durch die Pressung) nun ab und es wird ebenfalls Druck ausgeglichen.

Das gleiche passiert übrigens beim Kauen bzw. Gähnen. Hierdurch wird die Eustachische Röhre unter Umständen geöffnet und ein Druckausgleich ist möglich. Solle die Eustachische Röhre zugeschwollen sein (z.B. durch eine Erkältung) kann es unmöglich werden den Druck auszugleichen. Dann sollte auf Tauchen, Fliegen und größere Höhenänderungen (z.B. Wandern auf Berge) unbedingt verzichtet werden!

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Schauen wir mal:

  • Regelmäßiges tauchen in Fäkalien, Chemie oder Industrieanlagen
  • Häufig miese Arbeitszeiten
  • Wenig Urlaub
  • Wochenendarbeit
  • Mittelmäßige Bezahlung (wenn nicht Offshore Taucher. Ansonsten gute Bezahlung aber Monate nicht zuhause).
  • Hohes Berufliches Risiko (Lebensversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung ist als Berufstaucher schwierig abzuschließen).
  • Lange Ausbildungszeit (Nach der normalen Ausbildung muss noch eine Fortbildung von 2 Jahren absolviert werden).

Ich bin ja keine Frau, aber für mich hört sich das wenig attraktiv an. Am Ende ist das schon so ein wenig wie arbeiten in der Spielebranche: Man tut es weil man Spaß dran hat und bezahlt dafür langfristig einen hohen Preis.

P.S. Ich habe einen Tauchbuddy der Berufstaucher ist. Daher kommen meine Informationen.

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Von dem was du schreibst gehe ich davon aus, das du über keinerlei Tauchausbildung verfügst. Daher wäre meine Empfehlung erst einmal in eine solche Ausbildung (Brevet) zu investieren, bevor du über Ausrüstungskauf nachdenkst. Dort hätte man dir z.B. auch gesagt, das du mit einer 4L Flasche nicht all zu weit kommst als Erwachsener, wenn du tatsächlich auch tiefer als 5-10m willst. Wir verwenden die 4L Flaschen höchstens für die Kindernausbildung im Schwimmbad. Die Ausbildung ist auch dringend nötig damit du dich beim Tauchen nicht verletzt. Denn Gerätetauchen birgt eine Menge Gefahren.

Für eine komplett neue Tauchausrüstung fürs Kaltwasser kannst du ca. 1.200€ - 1.500€ rechnen. Gebraucht ist das sicher auch für unter 1.000€ möglich. Dann sollte man aber genau wissen was man tut. Denn z.B. Flaschen, Regler und Jacket müssen regelmäßig gewartet werden.

Da wären wir auch schon beim nächsten Punkt: Je nach Hersteller müssen bestimmte Komponenten regelmäßig getauscht bzw. gewartet werden. Das verursacht natürlich Folgekosten. Zusätzlich brauchst du eine Möglichkeit die Pressluftflasche zu füllen. Vergiss jede Idee das mit einer Handpumpe oder einem Paintball Kompressor zu machen. Das ist der erste Schritt ins Grab (warum lernst du auch im Kurs). Tauchen ist kein günstiger Sport, aber sehr viel Spaß wenn man es sicher und geordnet durchführt.

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Das sind einfach unterschiedliche Modelle der ersten Stufe des Hersteller Mares. Die Zahl vor dem x ist die Modellnummer und hat mit dem DIN Anschluss nichts zu tun (Die Modelle gibt es alle sowohl mit DIN als auch mit INT Anschluss).

Die Modelle sind prinzipiell alle erst mal nutzbar. Was genau du brauchst (oder willst) hängt natürlich von deinem Einsatzszenario ab. Ich benutze seit Jahren die 52er Serie (auch fürs technische Tauchen) und bin damit sehr zufrieden. Die komplett runten Varianten (12er bzw. 2s Serie) sind meistens was die Schlauchführung angeht sehr ungünstig (Schlaufenbildung durch abstehende Schläuche).

Einige der Stufen haben spezielle "Features" die in bestimmten Situationen helfen oder die Stufen robuster gegen einfrieren machen sollen. In der Regel ist das aber alles Marketing und nicht praxisrelevant. Meine Empfehlung wäre also die Stufe zu kaufen, welche dir mit deinen Anforderungen und deinem Equipment die beste Schlauchführung erlaubt.

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Zunächst einmal der gesetzliche Teil: Tauchen ist in den meisten Ländern der Welt nicht (oder nur oberflächlich) gesetzlich geregelt. In Deutschland beispielsweise ist ein Tauchschein (Brevet) zum Presslufttauchen nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Das gesagt, wird dich keine Tauchschule und kein Tauchverein zum Tauchen mitnehmen wenn du keinen Tauchschein hast. Ebenso wird dir niemand eine Pressluftflasche oder Tauchequipment leihen. Und in vielen Privatgewässern ist das Tauchen ohne Schein ebenfalls durch das Hausrecht verboten.

Beim Tauche sind eine ganze Menge Dinge zu beachten, welche nicht nur für andere, sondern auch für dich schnell sehr schnell zu Gefahren für Leib und Leben führen könnten, wenn sie nicht beachtet werden. Ebenfalls kann Fehlverhalten (nicht der Mangel einen Scheines selbst aber eben Fehlverhalten durch mangelnde Ausbildung) unter Umständen auch zu strafrechtlichen Problemen bzw. zu Ordnungswidrigkeiten führen.

Im Verein oder einer Tauchschule kann man (ohne Schein) erst mal ein Schnuppertauchen machen. Das ist meistens entweder im Pool oder im Flachbereich im Meer und soll helfen zu sehen ob man das Tauchen überhaupt mag. Hierfür musst du in der Regel eine Erklärung zu deinem Gesundheitszustand abgeben bzw. solltest du bei bestimmten Punkten Probleme haben eine ärztliche Untersuchung machen lassen.

Sollte dir das Schnuppertauchen gefallen haben und du längere und geführte Tauchgänge machen wollen, wird es dann Zeit für den Tauchschein. Auch hier ist eine Gesundheitserklärung nötig. Viele Vereine bzw. Tauchschulen verlangen aber vor dem Schein auch eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung um auf Nummer sicher zu gehen. Da sie in manchen Gewässern (vor allem in Deutschland öfter) Pflicht ist, bietet es sich ohnehin an, diese regelmäßig zu machen.

Last but not least: Tauchen ist kein günstiger Sport. Sowohl die Ausrüstung auch das Tauchen selbst ist verhältnismäßig teuer. Natürlich kann man vieles davon leihen, aber auch das kostet natürlich Geld.

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Das ist recht stark abhängig davon wo du den Schein machst und was alles dabei ist. Kosten für den Anfängerschein (PADI OWD, CMAS*, SSI OWD, etc.) reichen je nach Verband bzw. Tauchschule von ca. 300€ - 500€. Bei sehr billigen Angeboten wäre ich vorsichtig. Oft sind dann versteckte Kosten fällig (z.B. Leihausrüstung, Luft, Brevetierungsgebühr, Lektüre, Theorie, Eintritte nicht mir drin).

Je nachdem wo du den Schein machst (Inland, Ausland) kann der Schein recht schnell ablaufen (Crashkurs im Ausland) oder sich auch über viele Termine hinziehen (Verein). Ausschlaggebend sollte hier sein das du deine Lehrer auch verstehst (und sie dich) und das du dich gut und sicher aufgehoben fühlst.

Der Ablauf ist natürlich auch hier immer unterschiedlich. Prinzipiell fängt der Kurs aber meistens mit etwas Theorie und Schwimmbad Training an. Am Ende gibt es dann eine Theorieprüfung und meistens 5 Prüfungstauchgänge im Freiwasser um das gelernte zu demonstrieren. Dann gibts ein Plastikkärtchen und einen feuchten Händedruck und du bist von da an Taucher.

Mit Nichten ist das aber das Ende. Denn der erste Tauchschein ist nur absolutes Grundwissen und befähigt dich sozusagen am Leben zu bleiben während ein erfahrener Taucher dich begleitet. Tauchen lernt man beim Tauchen. Und in diesem Sinne sollte man dann sooft ins Wasser wie möglich um Praxiserfahrung zu sammeln.

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Natürlich. Warum sollte das nicht gehen??

Ich bin immer wieder überrascht welch komische Vorstellungen bezüglich Geschlechter und Farben offensichtlich immer noch in Deutschland kursieren. Davon ab das sich sehr viele Taucher kenne und auch sehe die sogar mit pinker Ausrüstung unterwegs sind, siehst du das Rot nach wenigen Metern ohnehin nicht mehr.. das wird aufgrund der Farbfilterung des Wasser nämlich schon nach 5-6m sehr schnell grau.

Viel wichtiger als die Farbe ist das er passt und ordentlich sitzt (geringer Wasserausstuausch).

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Abschließend kann das vermutlich nicht einmal ein Arzt mit 100%tiger Sicherheit sagen. Allerdings kann es, sollte man beim Tauchen (ob Apnoe oder mit Gerät) keinen Druckausgleich machen, in seltenen Fällen zu Schäden im Innenohr kommen, welche sich häufig dann als Tinnitus oder Hörschwäche bemerkbar machen. Meistens ist dann der aufgebaute Druck in der Tiefe schlagartig ausgeglichen worden und durch die entstehende Belastung auf das Hörsystem im Innenohr (z.B. am ovalen Fenster) etwas beschädigt worden. Bedauerlicherweise sind Schäden am Innenohr i.d.R. nicht reparabel.

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Hey Lara,

Zunächst einmal sind 5 Minuten schon ein ziemlich strammes Ziel. Auch wenn der Weltrekord im statischen Apnoe (bei Männern) bei 11:32 liegt, heißt das nicht das jeder Mensch das durch Übung erreichen kann. 3 Minuten sind in der Regel mit entsprechender Entspannung (im Körper UND Kopf) recht gut erreichbar. Alles darüber benötigt meisten spezielle Atem- und Entspannungsübungen.

Habt ihr keinen Apone TL im Verein? Wenn nicht, gibt es einen Apnoe TL in einem Nachbarverein oder bietet vielleicht dein Landesverband einen Apnoe SK oder Apnoe Tauchscheine an? Diese Kurse werden häufig von Aponoe TLs geleitet, die dir sehr gute Tipps geben und dich entsprechend beraten können. In den allermeisten Fällen ist der Kopf im weg. Nicht der Körper.

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Wie lange man Luft anhalten kann oder nicht hängt primär mit dem Atemreiz zusammen. Der Atemreiz wird primär durch den CO2 Gehalt in Lunge und Blut ausgelöst. Die Schäden welche durchs Rauchen verursacht werden sind aber meistens entzündlicher Natur (was bei permanenter Entzündung das erhöhte Krebsrisko erklärt) und natürlich die langsame Zerstörung der Alveolen bzw. die Entstehung von Bullae. Solche Schäden lassen sich in der Regel nur bei Belastung mittels Lungenfunktionstest bzw. Blutgasanalyse feststellen. Einen Test den du machen könntest, ohne zum Arzt zu gehen, wäre beispielsweise ein Pulsoxy an den Finger zu stecken und dann Sport zu treiben (z.B. Fahrrad fahren). Wenn deine Sauerstoffsättigung stark sinkt ist vermutlich der Gasausstausch in deiner Lunge gestört. Das sagt natürlich nichts über deine Gefahr an Lungen, Magen oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken aus. Diese kommt wie gesagt durch das Inhalieren von Giften und den entsprechenden Entzündungsreaktionen im Körper.

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Prinzipiell eignet sich das ganze Mittelmeer mehr oder weniger (je nach Region und Tauchspot) für Anfänger. Die Sichtweiten sind meistens brauchbar, die Flora und Fauna meistens interessant genug und in der Regel ist auch (mit Ausnahmen) nicht mir starker Strömung und heftigem Wellengang zu rechnen. An den Küsten ist zudem die Tiefe meistens auch in anfängertauglichen Bereichen. Besonders empfehlen kann ich Mallorca, Ibiza oder das Spanische Festland (Katalonien). Es finden sich dort auch meistens Tauchbasen die dich gerne bei einem hübschen Tauchausflug unterstützen. Es empfiehlt sich ohnehin mit einem Tauchguide unter Wasser zu gehen, da er die schönen Stellen kennt und gerade bei Anfängern auch Unterstützung leisten kann.

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Nicht nur würde ich, ich habe. Nachttauchgänge sind immer etwas Besonderes. Nicht nur ist die Atmosphäre natürlich Nachts eine ganz andere. Man sieht auch ganz andere Tiere und Dinge. Besonders eindrucksvoll ist auch immer wieder wenn das Plankton um einen herum anfängt zu leuchten, wenn man sich bewegt. Noch dazu gibt es viel viel Tiere die nachtaktiv sind und die du bei Tag nie zu Gesicht bekommst.

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Das Tauchen in Höhlen und Wracks bringt schlagartig mehrere neue Gefahren mit sich, welche ein Taucher beachten muss. Das sind unter anderem:

  • Overhead Situation: In der Regel geht es nur den Weg raus wo man auch hergekommen ist. Ein Ausweichen zur rettenden Oberfläche ist nicht möglich. Fehler in z.B. Gasplanung sind fatal. Equipmentversagen ist nur durch Redundanz zu kompensieren. Gesundheitliche Probleme welche sofortiges Einschreiten erfordern würden (Herzinfarkt, Schlaganfall, etc.) sind in der Regel tödlich, selbst wenn sie an der Oberfläche oder bei einem normalen Tauchgang überlebbar wären.
  • Navigation: Navigieren in komplexen Höhlensystemen ist nicht trivial. Nicht nur unterliegen diese natürlichen Formationen Änderungen, es besteht auch akute Gefahr sich in Nebengängen oder Sackgassen zu verirren. Längeres Umherirren in einer Höhle unter Wasser endet nicht selten in OOG (Out of Gas) Situationen und folglich Tod. Aus diesem Grund verlegt man in der Regel eine Leine beim Tauchen (oder es liegt schon eine).
  • Sediment: In Höhlen (wie auch fast überall im Wasser) ist der Boden meist mit Sediment bedeckt. Wirbelt man dieses auf (z.B. durch ungeschickte Tarierung) führt das zu einem Whiteout bzw. Blackout und Navigation wird unmöglich. Was folgt ist ein Vorwärtstasten bis man die Leine findet und dann ein Suchen des nächsten Arrows (Pfeilmarkierung) um den Ausgang zu finden. Whiteouts können auch passieren wenn sich durch ausgeatmete Luft Material von der Höhlendecke löst.
  • Licht: In Höhlen gibt es in der Regel keins. Deswegen tragen Höhlentaucher starke Lampen bei sich mit viel Akkulaufzeit. Außerdem werden zusätzlich 2 Backup Lampen mit genommen, für den Fall das eine ausfällt.
  • Wo es kein Licht gibt und das Wasser in der Regel Grundwasser ist, gibt es auch keine Wärme. Die meisten Höhlen haben Wassertemperaturen von 5-6°C das ganze Jahr über. Es gibt einige wenig Ausnahmen die von heißen Quellen gespeist werden.
  • Gefahr durch die Höhle selbst: Je nach Höhle kann es zu Einstürzen oder einem Verklemmen kommen. Je nach Situation, Tiefe und Luftvorrat ein Todesurteil.
  • Psychologische Komponente: All das was du oben gelesen hast ist verständlicherweise für einen Taucher durchaus belastend. Hinzu kommt die Enge, Dunkelheit und die (bis auf den Buddy) vollkommene Einsamkeit dort unten. Kommt dann noch ein Problem hinzu (z.B. Gasverlust) sind viel Taucher überfordert. Ein Taucher der in Panik gerät ist in allerhöchster Gefahr. Ein Höhlentaucher in Panik ist in Lebensgefahr!

Das sind die wichtigesten Punke bezüglich Höhlentauchen unter die Gründe warum ich bisher das ganze nur ein einziges mal als Schnuppertauchen für eine kurze Strecke gemacht habe.

Bezüglich Druck und der eigentlichen Tauchphysik ist tauchen in Höhlen nicht anders als Tauchen im Baggersee. Nur das sie eben das ganze Jahr über Kaltwasser führen.

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Gefährlich ist immer ein sehr relativer Terminus. Prinzipiell sind die Gefahren beim Tauchen sehr gut managebar solange man vernünftig, vorsichtig und ehrlich zu sich selbst bleibt.

Bevor man das Abenteuer Tauchen angeht, sollte man sich auf jeden Fall medizinisch durchchecken lassen. Für ein Schnuppertauchen reicht auch meist eine kurze Selbsterklärung zum medizinischen Zustand aus. Sollte man mit dem Tauchschein beginnen wollen, ist eine ordentliche Tauchtauglichkeitsuntersuchung bei einem GTÜM geprüften Arzt aber durchaus sinnvoll.

Es macht Sinn zunächst einmal ein Schnuppertauchen im Schwimmbad zu machen (z.B. über den örtlichen Tauchverein oder eine Tauchschule) um zu sehen ob Tauchen überhaupt ein Sport ist der dir gefällt und du dich dabei auch wohl fühlst. Sollte das gut geklappt und du weiterhin Interesse haben wird der Verein / die Tauchschule dich dann auch weiter beraten.

Zwei Dinge sollten dir aber klar sein:

Tauchen ist ein recht teurer Sport. Vor allem wenn man es regelmäßig betreiben will, braucht man früher oder später seine eigene Ausrüstung, welche nicht sehr billig ist.

Tauchen ist ein Gemeinschaftssport. Es braucht also immer 2 oder mehr Personen wenn man Tauchen gehen möchte. Alternativen sind natürlich im Urlaub mit einer Gruppe aus der Tauchschule tauchen zu gehen.

Und last but not least ein Tipp: Mach den Tauchschein zuhause bei einem deutschen Verein oder eine deutschen Schule. Da wird dir die Theorie und Praxis in deiner Muttersprache beigebracht und in einem verträglich Tempo. Im Urlaub kannst du dann gleich Tauchen gehen und sitzt nicht im Hotelzimmer und büffelst Theorie.

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Neoprene ist bei 3mm absolut UV dicht (zumindest für das was auf der Erde an UV Strahlung noch ankommt). Einen Sonnenbrant bekommst du unterm Shorty also nicht. Wenn du dir im Sommer mal Leute anschaust die häufig Shorty tragen, sieht man auch sofort die allseits beliebte Shortybräune (Beine und Arme sind nur in der unteren Hälfte braun) ;-). Beim Ganzkörper Neo bist du entsprechend komplett geschützt. Achte nur auf deine Kopfhaut. Sonnenbrant auf der Kopfhaut ist eklig und nicht angenehm.

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