Wie schafft man es an nichts zu denken?

29 Antworten

Also einige Antworten hier sind schlichtweg falsch: Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation haben absolut nichts mit "Nichtdenken" zu tun. Bei beiden Verfahren konzentiert man sich auf Entspannung bzw. An- und Entspannung.

Meditation hat schon eher damit zu tun. Bei der Atemmeditation konzentriert man sich nur auf das Gefühl des einfließenden und ausfließenden Atems. Wenn Gedanken kommen, geht man zurück zum Beobachten des Atems an den Nasenöffnungen. Je länger man dies trainiert, um so "gedankenleerer" wird man.

Buchempfehlung: Die Praxis der Achtsamkeit. Eine Einführung in die Vipassana-Meditation http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3921508770/tipshilfezumb-21

Zu meinen, an nichts zu denken oder je an nichts gedacht zu haben, ist immer eine maßlose Untertreibung. Allenfalls kann es "gelingen", gar nicht zu denken, nämlich im Falle der Bewusstlosigkeit. Dagegen scheitert jeder Versuch, nichts zu denken, daran, dass man immer, wenn man denkt, an etwas denkt. Das hat Hegel als Dialektik von Sein und Nichts demonstriert, womit seine "Wissenschaft der Logik" ihren Anfang und ihren Lauf nimmt. Die damit zusammenhängende Endlichkeit der menschlichen Vernunft bedeutet allerdings, dass wir nicht anders als negierend denken können; denn jeder unserer positiv etwas bestimmenden Gedanken ist zugleich ein anderes ausschließender, also negativer. Insofern begleitet das Nichtsdenken, gewissermaßen heimtückisch, alles menschliche Denken. Wie das menschliche Dasein überhaupt zwischen "das Sein und das Nichts" (Sartre) geworfen ist.

Nur deshalb, weil du die Erfahrung der Stille nicht gemacht hast, bedeutet es nicht, dass es sie nicht gibt!

0
@gottesanbeterin

Nur deshalb, weil ich die Stille nicht erwähnt habe, fehlt mir nicht diese Erfahrung. Ich schätze und genieße sie sehr. Aber sie ist mehr als nichts. Das gilt zum Beispiel auch für die Leere. Das Nichts ist zu "wenig", um es je erfahren zu können.

0

Es geht durch Meditation. Mein Yoga-Lehrer hat mal gesagt, man solle "die Gedanken nicht zum Tee einladen". Nach einer Weile Übung und kompetenter Anleitung schafft man es tatsächlich, das Endlosgeplapper im Kopf abzustellen.

Tschau Maienblume - ja es geht durch Meditation. Gedanken kann man nicht abstellen, das hat ja schon wieder mit Denken zu tun. Es geht nur durch Beobachtung. Die eigenen Gedanken beobachten und wie Wolken am Himmel ziehen lassen, ihnen keine Aufmerksamkeit schenken. So wird das innere Geplapper immer leiser und unwichtiger. Lieber Gruss - Noona

1

An nichts zu denken geht nicht, aber man kann die Gedanken durch Meditation, Hypnose und Entspannung reduzieren.

Durch Meditation kann man die störenden und ablenkenden Gedanken langsam aber stetig mindern oder ganz abschaffen. Ich gebe meinen Vorrednern Recht, nach der Meditation ist man wirklich um einiges erholter. Man denkt zwar an die eine oder andere Sache bei der Meditation aber dann nur wirklich an diese. Andere Gedanken haben bei starker Konzentration keinen Raum sich zu entfalten und wenn einer auftaucht, was besonders bei den Anfängern, wie mir, vorkommt, dann schiebt man ihn schnell beiseite. Allerdings muss man lernen sich konzentrieren zu können.

Was möchtest Du wissen?