Wie schafft man es an nichts zu denken?

28 Antworten

Im Prinzip funktioniert es nicht an das Nichts zu denken, dann denkt man ja über das Nichts nach. Entspannen kann man gut mit meditativer Musik und sich flach hinlegen mit einem Kissen unterm Kopf und zudecken. Dann kommt man in einen Zustand, in den man sich schon ganz gut verlieren kann und einem das Gefühl von Nichts gibt.

Zu meinen, an nichts zu denken oder je an nichts gedacht zu haben, ist immer eine maßlose Untertreibung. Allenfalls kann es "gelingen", gar nicht zu denken, nämlich im Falle der Bewusstlosigkeit. Dagegen scheitert jeder Versuch, nichts zu denken, daran, dass man immer, wenn man denkt, an etwas denkt. Das hat Hegel als Dialektik von Sein und Nichts demonstriert, womit seine "Wissenschaft der Logik" ihren Anfang und ihren Lauf nimmt. Die damit zusammenhängende Endlichkeit der menschlichen Vernunft bedeutet allerdings, dass wir nicht anders als negierend denken können; denn jeder unserer positiv etwas bestimmenden Gedanken ist zugleich ein anderes ausschließender, also negativer. Insofern begleitet das Nichtsdenken, gewissermaßen heimtückisch, alles menschliche Denken. Wie das menschliche Dasein überhaupt zwischen "das Sein und das Nichts" (Sartre) geworfen ist.

Nur deshalb, weil du die Erfahrung der Stille nicht gemacht hast, bedeutet es nicht, dass es sie nicht gibt!

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@gottesanbeterin

Nur deshalb, weil ich die Stille nicht erwähnt habe, fehlt mir nicht diese Erfahrung. Ich schätze und genieße sie sehr. Aber sie ist mehr als nichts. Das gilt zum Beispiel auch für die Leere. Das Nichts ist zu "wenig", um es je erfahren zu können.

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ja, nun eigentlich schon.wenn Du ganz fest schläfst und Du wirst plötzlich aus dem Tiefschlaf gerissen, dann weißt Du im ersten Moment garnicht, wo Du bist, was los ist usw.Dann kommst Du Dir vor wie betrunken.Warst Dus schon mal, wenn ja, dann weißt Du ja auch, das man da meistens nicht mehr denkt. Besauf Dich aber nicht um es zu prüfen. :*)

Durch Meditation kann man die störenden und ablenkenden Gedanken langsam aber stetig mindern oder ganz abschaffen. Ich gebe meinen Vorrednern Recht, nach der Meditation ist man wirklich um einiges erholter. Man denkt zwar an die eine oder andere Sache bei der Meditation aber dann nur wirklich an diese. Andere Gedanken haben bei starker Konzentration keinen Raum sich zu entfalten und wenn einer auftaucht, was besonders bei den Anfängern, wie mir, vorkommt, dann schiebt man ihn schnell beiseite. Allerdings muss man lernen sich konzentrieren zu können.

Es geht durch Meditation. Mein Yoga-Lehrer hat mal gesagt, man solle "die Gedanken nicht zum Tee einladen". Nach einer Weile Übung und kompetenter Anleitung schafft man es tatsächlich, das Endlosgeplapper im Kopf abzustellen.

Tschau Maienblume - ja es geht durch Meditation. Gedanken kann man nicht abstellen, das hat ja schon wieder mit Denken zu tun. Es geht nur durch Beobachtung. Die eigenen Gedanken beobachten und wie Wolken am Himmel ziehen lassen, ihnen keine Aufmerksamkeit schenken. So wird das innere Geplapper immer leiser und unwichtiger. Lieber Gruss - Noona

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