Wie lernt man Menschen so zu nehmen wie sie sind?

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15 Antworten

Du kannst sie ja doch nicht ändern, die Andern, also erlaube ihnen, so zu sein, wie sie sind. Sag´einfach, wenn dich jemand stört zu dir "ok, so bist du, ich erlaube dir, so zu sein".

Es hat keinen Sinn, gegen etwas anzukämpfen, dass man eh nicht ändern kann; es ist wie der Kampf gegen Windmühlen.

Wer bist du denn, um bestimmen zu wollen, wie andere zu sein haben?

Verzeih´den anderen ihre Mängel und verzeih´ auch dir deine eigenen; verzeihe dir auch, dass du dich von dem Verhalten anderer irritieren lässt und du so anmaßend bist, dass du meinst, es stehe dir zu, zu bestimmen, wie sie zu sein haben.

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Es bleibt einem ja gar nichts anderes übrig als sie so zu nehmen wie sie nun mal sind. Wenn man versucht, sie zu ändern, läuft man gegen Wände. Und ma selber will ja auch nicht von Hans und Franz geändert werden. Also kommt man irgendwann zu dem Ergebnis, dass Menschen nun mal individuell verschieden sind und einem einige einfach nicht gefallen - denen geht man aus dem Weg. Die andern zeigen eine bunte Palette von Möglichkeiten und bereichern das Leben ungemein.

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Genauso, wie Du es gerne haben willst, dass man Dich mit all Deinen Schwächen und Fehlern wie auch Stärken und Qualitäten annimmt und akzeptiert. Sehe in den anderen wie in einen Spiegel, in den Du siehst, und erkenne, dass das 'Spiegelbild' im Grunde genauso ist, wie Du: Ein Mensch mit Fehlern und Schwächen, wie auch mit Stärken und Qualitäten. So wie Du gelernt hast, muss auch der andere (noch) lernen. So wie Du Deine Erfahrungen machen musstest, muss auch der andere seine Erfahrungen (noch) machen. Es ist in Ordnung, anfangs zu verzweifeln, doch sollte man im Bewusstsein soweit sein, sich seiner Verzweiflung wie auch des Hochmutes bewusst zu sein. Es ist der Hochmut, der uns über andere erheben und urteilen lässt, und allein dieser Aspekt wiederum berechtigt uns nicht, besser als andere sein zu dürfen. Es kann aber auch das Überdeckeln oder Verdrängen eigener Schwächen sein, in anderen nur Schwächen zu sehen bzw. sehen zu müssen.

Ich weiß es selbst, wie schwer es ist, sich selbst aus dieser menschlichen Schwäche des Verurteilens und Urteilens anderer heraus zu nehmen. Es ist eine alltägliche und immerwährende Übung, denn wir leben nun einmal in einer dualen Welt, in der wir die polaren Aspekte erleben und wir anhand dieser Polaritäten die Unterschiede feststellen, um daraus wiederum uns selber kennen lernen und reifen können.

Es hat mir mal jemand zu diesem Punkt etwas ganz Kluges gesagt:

'Das hängt damit zusammen, weil Du im Unterbewusstsein weit bist und Du nicht verstehen kannst, warum alle Menschen sich es selber erschweren und dadurch ihr Bewusstsein nicht erreichen. Alle Menschen, die das Bewusstsein nicht erreichen, verhalten sich wie Straßenköter, weil sie jedem das Leben schwer machen, am meisten sich selber. Umgehen kannst Du damit, in dem Du das von Dir abprallen lässt, nicht darüber nachdenkst, sagen, das geht mich nichts an. Ich gehe nach vorne. Es darf nicht in Dein Bewusstsein übergreifen, denn sonst belastet es Dich, und die Wutanfälle kommen.'

MfG Fantho

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Kommentar von spiritualix
31.10.2012, 03:04

Umgehen kannst Du damit, in dem Du das von Dir abprallen lässt, nicht darüber nachdenkst, sagen, das geht mich nichts an.

Das ist das Problem.

Mein Ego klammert sich regelrecht an alle Konzepte, als hätte ich keine andere Wahl. Fange ich an darüber nachzudenken verstärkt sich das weiterhin.

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Einfach ist das wirklich nicht. Es ist trotzdem wichtig, das zu lernen, auch wenn es schwer ist und man manchmal einfach am Ende zu sein scheint. Der Weg dorthin führt über das Mitgefühl. Schau mal hinein in das Seelenleben der anderen Menschen, indem Du in Dein eigenes schaust. Stell Dir vor, Du wärst an der Stelle eines Menschen, den Du nicht ertragen kannst. Stell Dir sein leben vor, den Alltag, den er hat, die Schwierigkeiten, Ängste, Wünsche. Dann wirst Du bemerken, daß das, was er denkt und fühlt, von Dir selbst nicht weit weg ist. Alle Menschen haben im Prinzip die gleichen Wünsche, Bedürfnisse, Ängste und Schwierigkeiten. Und wo liegt dann der Sinn, sich das Leben gegenseitig noch schwerer zu machen, indem man da noch eins draufsetzt, weil man sich gegenseitig nicht annehmen kann? Es ist müßig, sich aufzuregen über das, was man an anderen Menschen nicht leiden kann. Es vermehrt nur die Schwierigkeiten, die man selbst sowieso schon hat. Es ist eine freie Entscheidung, jemanden nicht zu mögen oder ihn zu nehmen, wie er ist. Jemanden nicht anzunehmen, kostet überdies ziemlich viel Energie. Ihn einfach hinzunehmen, ist gratis. Alles Gute!

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Kommt auch immer darauf an, wie "schlimm" man jemanden findet bzw. Charaktereigenschaften von jemandem.

Ich habe prinzipiell was gegen Lügen. Also sind mir Menschen, die gerne lügen (auch wenn es kleine Notlügen sind) nicht wirklich sympathisch. Ebenso mag ich es aber auch nicht, wenn Menschen übermäßig direkt sind. Taktvoll zu sein, das ist für mich sehr wichtig, da man Menschen sonst leicht verletzen kann.

Aber es gibt trotzdem viele Menschen, die so sind und das kann man nicht ändern. Und dann versuche ich mich nicht weiter darum zu kümmern. Wenn man doch mal an einander gerät, sage ich meine Meinung und dann ist es ok. Ich versuche nicht zwanghaft, jemanden umzukrempeln, aber mit Menschen, die so ganz ab von meinen Vorstellungen sind, gebe ich mich halt auch einfach nicht ab, wenn es nicht zwingend notwendig ist. ;)

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Wenn du sowas nicht ertragen kannst, würde ich mit der Person mal drüber reden! Wenn es für dich so ein Drama ist und du keine Kraft mehr dafür hast, dann hat das doch alles auch keinen Sinn mehr! Man soll zwar Menschen nehmen wie sie sind, aber wenn es irgendwann nicht mehr geht, dann geht es halt nicht mehr! So einfach ist die Sache!

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überlengere zeit akzeptiert man das einfach und dann sticht das bei einer person auch nicht mehr so raus wie am anfang, weil man sich an die komischen eigenschaften des anderen gewöhnt. in manchen sachen kann es aber auch zu weit gehen ! Und wenn du die eigenschaften des anderen überhaupt nicht austehen kannst, enferne dich von ihm oder werdert erst keine freunde

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aber wie soll man das tun ? Manchmal geht es einfach zu weit und man hat keine Kraft mehr

Es ist auch ein Lernprozess , wenn wir wissen das wir nicht perfekt sind , so wissen wir auch, das alle daran ,"jeder" auf seine weise, daran arbeitet oder es zumindest sollte. Dieses Kräftezehrende Ringen mit sich und den Problemen anderer, dabei in Einklank zubringen macht es deshalb um so schwieriger. Wichtig ist das man sich und andere genügent Pausen gönnt und sich einen Abstand verschafft, an dem sich die Energien wieder regenerieren können. Schrittweise Erkenntnisse umzusetzen ist auch Teil des Lernprozess....

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Hallo spiritualix,

ich mache da Unterschiede, ob ich jemanden so nehme wie er ist (und was er macht) so respektiere und liebe, oder nicht.

Bei mir gibt es da so eine No-Go Liste, also ich meine, es gibt Dinge, die ich absolut nicht akzeptieren kann, darunter zählen auch fortlaufende Unehrlichkeit, Betrug, Lügereien, Mord, Brutalität und so was.

Mit solchen Menschen kann ich es einfach nicht aushalten, wenn sie es immer und immer wieder tun....... ihnen gehe ich auch aus dem Weg.

Auf der anderen Seite gibt es Menschen, mit denen ich versuche zu reden wenn sie zu weit gehen.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich auch Fehler habe und dass ich viele Dinge nicht richtig mache,...... dennoch bin ich in der Lage, wenn mich jemand auf meine Fehler aufmerksam macht die zu überdenken und falls der andere recht hat, bemühe ich mich auch oft es besser zu machen.

Ich denke, reden ist schon wichtig, .... doch falls es so ausgeht, dass der Andere sich zu meinem Schaden nicht ändern will, dann ist es für mich besser, wenn ich den Kontakt abbreche.

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Indem man sich selbst annimmt und liebt mit allen "Fehlern" und Unzulänglichkeiten.

Alles was dir bei anderen auffällt, du bei anderen ablehnst, dich ärgert, verletzt... lehnst du letztlich (unbewusst) von dir selbst ab. Typische Sätze sind:

... so würde ich nie....

... ich würde mich schämen, wenn...

... die sich die meisten aber nur ganz leise bei sich denken. An denen lässt sich gut erkennen, welche unbewussten Ablehnungen, Überzeugungen und Gedankenkonstrukte wir so in uns tragen.

Die anderen kannst du nicht ändern, aber du kannst im Spiegel der anderen wach und bewusst versuchen zu erkennen und zu verstehen, wo du dich selbst nicht annehmen kannst.

Das soll kein Freifahrtschein sein für das, was dir andere entgegen bringen und soll auch nicht bedeuten, dass du dir alles gefallen lassen sollst. Es soll lediglich heißen, dass du dir bewusst darüber wirst, warum dir dies so entgegen kommt.

Alles was du hasst, das hast du...

Mit anderen Worten: alles was du ablehnst, läuft dir wie dein Schatten ;-) hinterher...

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Hast du dir schonmal die Frage gestellt, ob andere vll genau das gleiche von dir denken und dich auch nicht unbedingt lieben? Wenn du von dieser Position aus denkst ist es vll einfacher zu verstehen warum man die anderen so akzeptieren sollte wie sie sind !

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das ist ein lebenslanger Lernprozess. Das kannst du nicht von heute auf morgen. Manche Menschen lernen das sogar nie. Also mach dir keine Sorgen. Wenn du dich wirklich darum bemühst, wirst du immer wieder an deine Grenzen geführt. Ich glaube, dass hört nie auf...;)

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Wenn man über längeren Zeitraum mit ihnen zusammenwohnt...

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Für sich einen postiven oder bessern Weg suchen.

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