Wie lange lernt ein Student am Tag und wieviel Freizeit bleibt noch?

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Hi,

Ich studiere jetzt seit zwei Jahren und habe die Beobachtung gemacht, dass das vom Studienfach und vom Studenten abhängig ist. Das war ja in der Schule auch nicht anders.

In der Regel habe ich etwa 20 Semesterwochenstunden. Das sind also die Stunden, die ich pro Woche Vorlesungen Seminare oder dergleichen habe.

Für Chemie mache ich das so, dass ich die Vorlesung nacharbeite (d.h. Lernzettel verfasse) und die Übungsaufgaben bearbeite. Das nimmt pro Modul ca. 5-8 Stunden pro Woche ein (ich habe im Durchschnitt 3 Chemiemodule pro Semester).

In Latein besteht die Vorbereitung auf die Sitzungen in der Regel im Übersetzen. Da kommt es auf den Kurs an, aber bei Poesie dauert die Vorbereitung meist so 2-3 Stunden, bei Prosa vielleicht 1-2. Prosa kann ich einfach flüssiger lesen. In den Stilübungen sitze ich mittlerweile auch 2 Stunden – inklusive Raussuchen der Grammatikregeln und Vokabeln zum „Belegen“ meiner Lösungen. Ohne würde es vielleicht 30-45 Minuten dauern. Pro Semester besuche ich 2-3 Lateinmodule.

Wenn es dann an das Lernen für die Klausuren geht, lerne ich für ein Modul mindestens drei Wochen, das kann aber auch schon mal mehrere Monate dauern. Bei Spektroskopie bspw. habe ich in der Vorlesung den Stoff gar nicht nachvollziehen können, weshalb ich mir jetzt in den Ferien alles erarbeite und über zwei Monate zum Lernen brauchte. Ich habe aber auch Module, für die ich außerhalb der Vorbereitungen noch viel im Semester lerne, z.B. Stilübungen. Da habe ich über das Semester dann kontinuierlich was getan und musste gegen Ende nicht mehr so extrem lernen, sondern hab die Zeit dann eher genutzt, um Kommilitonen den Stoff zu erklären.

Es kommt auch auf den Studenten an. In Chemie bspw. lerne ich relativ viel, bin aber eher mittelmäßig. Andere Kommilitonen lernen weniger und erzielen bessere Ergebnisse. Das Glück habe ich wiederum in Latein. Ich habe also inklusive Vorlesungen in Chemie ca. 30-32 Stunden pro Woche zu tun, in Latein etwa 12-15. Ich studiere aber auch recht gewissenhaft.

LG

Vorlesungen vor- oder nachbereiten tue ich während des Semesters nicht, das einzige was ich neben den Vorlesungen und Tutorien mache, sind Übungszettel (falls vorhanden). Je nach Modul nimmt das so 1-4 Stunden pro Zettel in Anspruch. Letztes Semester hatte ich damit eine 20-30h Woche, also noch genug Zeit für Hobbies etc.

In den letzten 2 Wochen vor Ende der Vorlesungszeit hole ich dann das nach, was ich die ganze Zeit aufgeschoben habe (sprich Vorlesungen zusammenfassen und dann lernen) und hab dann auch deutlich weniger Freizeit.

Das lässt sich so einfach nicht sagen da jeder Student anders lernt und es natürlich auch vom Studiengang bzw. Modul abhängig ist. Generell würde ich sagen das jemand der Jura studiert mehr lernen muss als jemand der BWL studiert. Aber natürlich gibt es auch in BWL schwierige Fächer (z.B. Statistik oder Ökonometrie).

Aber wenn man in der Regelstudienzeit fertig werden will und kein kompletter Überflieger ist hat man schon wenig Freizeit.

Jeden Tag den ganzen gelernten Stoff noch einmal durchgehen und verinnerlichen, eventuell sogar schon zusammenfassen (um es später bei den Klausuren einfacher zu haben) und nicht alles aufschieben. Mindestens eine Stunde am Tag würde ich schon einplanen. Kommt halt drauf an, wie schwierig der Stoff ist und wie viel es ist.

Um ganz ehrlich zu sein, so viel Durchhaltevermögen hat man nicht immer. Man kann aber durchschnittlich mit einem 8-Stunden-Tag rechnen, mal mehr, mal weniger.

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Wie lange ein Student lernt, ist völlig unterschiedlich. Der eine braucht mehr Zeit zum Lernen eines Stoffes, ein anderer weniger Zeit. Außerdem hängt es von der Fachrichtung ab und vom Fleiß und Ehrgeiz des Studenten.

Manchmal bleibt nicht sehr viel Freizeit. Insbesondere dann nicht, wenn du nebenbei noch arbeiten mußt.

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