Wie lange kann eine 230 Ah Batterie einen 3,6 kW Verbraucher betreiben?

5 Antworten

12 volt mal 230 ampere sind 2760 Watt. also sind das bei 230 Amperestunden 2760 Wattstunden. oder 2,76 Kilowattstunden.... 2,76 / 3,6 ergibt 0,766... man könnte also grob sagen, eine 3viertel stunde. allerdings sind da noch verlustleistungen vom kabel usw. der Wecshelrichter selbst etc... und die tatsache, dass so eine Batterie nie ganz leer genuckelt werden kann. man sagt grob die hälfte der kappazität ist nutzbar. das wären dann also etwa 22 Minuten... vielleicht 30 wenns gut läuft...

by the way. 230 Amperestunden, das klingt nach mehreren zusammen geschalteten batterien. wenn ich recht behalten sollte, dann würde ich dir wärmstens ans Herz legen, darüber nachzudenken, dir je nach anzahl der Batterien einen Wechselrichter mit 24, 36 oder 48 Volt eingangsspannung zu besorgen, und die Batterien in Reihe zu verschalten...

mit der verdoppelung der Spannung vierteln sich nämlich die Vreluste durch die Leitunhgen...

3,6 KW bei 12 volt sind nämlich mal eben schlappe 300 Ampere. damit deine Leitungen überhaupt die Belastung ertragen sollten sie einen Mindestquerschnitt von 35 mm² haben. um es halbwegs effizient zu gestalten würde ich sagen, die Batterien am besten mit massiven copperrails verbinden und die Zuleitung zum Wechselrichter (Maximal 1 m) in 120 mm² legen...

viel spass - Anna

Ganz lieben Dank! Da lag ich gar nicht mal so schlecht mit meinen 46 Min. Und vielen Dank für den Tipp mit der höheren Systemspannung, den werde ich beherzigen. Bastel mir hier gerade eine PV-Anlage für mein Gartenhaus zusammen, deshalb die dumme Frage....

Ciao Katja

0

ja 300 A.... das wird nicht klappen über mehrere Minuten hinweg. Die Batterie wird überhitzen und kaputt gehen - auch wenn die Leitungen richtig dimensioniert werden.

0

mit der verdoppelung der Spannung vierteln sich nämlich die Vreluste durch die Leitunhgen...

Die Leitungen sind hier fast Wurst, der Innenwiderstand der Batterie macht die Musik und der istfür die Ströme schon extrem.

Dein Vorschlag auf 48V zu gehen hat da schon immense Auswirkungen.

0

die 46 minuten sind ein theoretischer wert. Auch die 22 Minuten.

Du mußt bedenken, daß deine Batterie(en) für diese Zeit einen konstanten Strom von etwa 300 A liefern müßten. Das funktioniert ein paar Sekunden lang, aber keine 5, 10 oder mehr Minuten.

Soviel chemische Reaktionsfläche ist einfach nicht da. Die Batteire wird sehr schnell Spannungseinbrüche haben, sich stark erhitzen und nach 1 oder 2 dieser Gewaltzyklen irreparabel defekt gehen.

Für solche Dauer-Leistungen müßte deine installierte Kapazität deutlich größer sein - Faktor 10 vielleicht... dann kannst du über solche Lasten nachdenken

Der Wechselrichter hat gewisse Verluste und man darf man eine Bleibatterie niemals ganz leer machen, die geht sonst kaputt!

Daher empfielt sich die Faustregel "Pro Ampere bekommt man 10 Watt". Tatsächlich sind es 12, da 12V*1A = 12W, aber mit 10W kann man viel einfacher im Kopf rechnen und behält eine Reserve und die Verluste eines guten Wechselrichetrs sind auch schon drin.

3,6kW bedeutet also nach Faustformel 360A Strom!

Die Ah Angabe der Batterie gilt aber nur bei 1/10*C/h. Bei 230Ah Ladung also nur 23A Stromentnahme. Je höher der Strom, desto höher die verluste. Wie viel hängt von der Bauart der Batterie ab. Sogenannte "Solarbatterien" stecken hohe Ströme viel besser weg, mögen aber keine Lageeänderungen und erschütterungen eines Fahrzeuges.

Bei 1*C/h kann man davon ausgehen, dass die Batterie mindestens die halbe Energie selbst verschwendet!. Mit den ca. 360A wird es noch viel schlimmer, die Verschwendung steigt in etwa exponentiell mit dem Entladestrom!

Selbst wenn nur die Hälfte "verschwindet" (was der Batterie sowiso alles andere als gut tut), bleiben nur noch ca. 0,3 Stunden über, das sind dann 18 Minuten, eher weniger!

Daher gehe mal von einer Viertelstunde aus!

Wenn das nur ein einmaliges "Event" ist, dann leih Dir einen flüsterleisen Stromerzeuger bei einem Geräteverleih. Über das Wochenende ist das sogar ausgesprochen günstig!

Wenn Du oft viel Strom brauchst, kauf Dir einen Stromerzeuger. Hier würde ich Dir einen Stromerzeuger mit Hatz Dieselmotor empfehlen. Die Dinger sind praktisch genau so leicht wie Benziner, genau so einfach zu starten (wenn nicht einfacher), sehr umweltfreundlich und hocheffizient. Und der Radau hält sich auch in Grenzen, man kann kaum glauben das das ein Dieselmotor ist!

Hallo Commodore, Vielen Dank für die Antwort - einen riesigen Dieselgenerator habe ich - ich glaub 12 kVA. Und der soll ersetzt werden, weil es sich bei dem Verbraucher um einen Saunaofen handelt und der Nachbar mir schon wegen des Lärms die Freundschaft gekündigt hat.... ist allerdings kein Hartz, sondern ein Ruggerini-Teil.... Nochmal zum PV/Batterie Thema: Da inzwischen sowieso mehrere kleine Verbraucher betrieben werden müssen, dachte ich, ich bau die Anlage eben so aus, dass man auch mal die Sauna mit ranhängen kann. Wenn ich jetzt mehrere Batterien, sagen wir mal 10 Stück zu einer Batteriebank zusammenschalte, hab ich dann das gleiche Problem? Oder geht's dann, da der jeweilige Strom pro Batterie niedriger ist? LG + Danke Katja

0
@Dornenrose2809

Du kannst den Ofen auch mit Gleichstrom betreiben. Hier mußt Du das Schütz der Steuerung austauschen, denn das ist sicher für Wechselstrom ausgelegt.

Mit 18 Autobatterien in Reihe kommst Du in etwa auf die notwendige Spannung, der Strom ist dann recht gering und damit auch die Verluste in den Batterien.

Billiger ist aber ein "Flüsterleiser" Generator, vor allem auf Dauer! Es gibt mittlerweile Bohrmaschinenkoffer große Stromerzeuger (für Bohrmaschinen), die haben einen winzigen aber leistungsfähigen und leisen Motor und regeln den Strom elektronisch. Damit kann der Motor immer mit maximaler Effizienz laufen da die Drehzahl völlig egal ist.

Kannst Du die Sauna nicht auf Gas umrüsten lassen und nur Lüfter und Licht auf Batterie laufen lassen? Für Wohnmobile gibt es nämlich auch Brennstoffzellen die mit Alkohol laufen, so kann man dann ständig recht viel 12V Strom für Lüfter, Licht & Co bereit stellen. Dazu reicht dann eine recht kleine Batterie als Puffer.

0
@Commodore64

Noch eine Idee:

Lasse den Generator doch "tunen", den benutzt Du doch nur noch stationär, oder? Bau den in eine Gartenhütte mit ordentlich Dämmstoffen ein. Auspuff mit mehr Schalldämpfern ausrüsten (Du verlierst Leistung aber hast ja genug davon) und nach außen führen. Ist der Wassergekühlt kannst Du den Kühler samt E-Lüfter nach draußen verlegen.

Oder verkaufe den und besorge Dir halt einen kleinen, schwächeren aber sehr leisen Generator.

Ist das in einer Gartenlaube oder warum kannst Du keinen Stromanschluß legen lassen?

Lies Dir das mal durch: http://heimwerker.org/leise-stromerzeuger-im-test-wer-stellt-den-testsieger.html

63dB ist in etwa so laut wie ein alter Gefrierschrank. Stellst Du das Ding hinter eine Mauer dürfte der Nachbar nix davon mitkriegen, es sei denn es herrscht "Ruhe wie auf dem Friedhof".

0
@Commodore64

P.S.:

Such einfach mal einen großen Geräteverleih auf und lasse Dich beraten. Dann ein Gerät über das Wochenende mieten und zusammen mit dem Nachbarn ausprobieren. Wenn alles gut ist, dann kaufst Du Dir genau das selbe Ding, ggf über den Geräteverleih.

0
@Commodore64

P.P.S.:

Vielleicht macht der Geräteverleih Dir auch einen guten Preis für deinen alten.

0

Hallo Gonzo,

ich denke, ich werde das wie schon Anna angemerkt hat, mit einer höheren Systemspannung der Akkus/des Systems versuchen. Bei 48 Volt müsste das doch funktionieren, oder? Besten Dank für Deine Antwort!

Schade, dass du nicht beschreibst, was du genau machen möchtest. Auf jedenfall rechne mal nur 80% für die Leistung des Wechselrichters ein. Viele Wechselrichter machen nur Spitzenleistung 3400 Watt. Die Dauerleistung (wegen Wärmeentwicklung) liegt vielfach bei der Hälfte der Maximalleistung. Ich denke, dein Projekt wird auf diese Weise richtig teuer, bis alle Probleme gelöst sind. Die Frage ist dann auch noch, um was für einen Verbraucher es sich handelt. zB. um einen Motor mit Blindleistung und grossem Anlaufstrom, oder einen Verbraucher der eine besonders genaue Sinus-Kurve verlangt. Alles das macht Einfluss auf Leistungsfähigkeit und Preis.

Hallo JoeWied, Vielen Dank für die Antwort. Ich versuche so blöd es klingt für den Saunaofen meines Gartenhauses eine PV-Anlage zusammenzustellen. Wobei ich bei näherem hinkucken schon festgestellt hab, dass es für 48 V Systeme auch schon Drehstromwechselrichter gibt, die wesentlich höher ausgelegt sind (12000 Watt). Vielleicht wär das etwas. Billig wird's nicht, das hab ich auch schon festgestellt. LG + Danke Katja

0
@Dornenrose2809

Dachte ich mir's doch, dass es ein PV-Projekt sein könnte. Und da tuen sich für mich grade mal einige Fragen auf. Wie gross ist die PV-Fläche? Warum nicht einspeisen und dann aus dem Netz abrufen, wenn man die Leistung braucht. Und überhaupt gibt es verschiedene Einspeisewechselrichter, die teilweise bei Ebay recht günstig verkauft werden. Zu deiner Idee zurück... du weisst, dass du noch einen Laderegler benötigst, der Kurzschlussfest ist? Du hast recht, dass die Batterie sehr heiss werden wird und auch der Wechselrichter. Vielleicht kriegst du damit deine Sauna warm... aber nicht mit dem Saunaofen, davon bin ich überzeugt, ohne dass ich da noch weiter rechnen müsste. Desweiteren dürfte die Lebensdauer der Batterie sehr kurz sein. IdR ist die vorgeschlagene Entladungsdauer einer 240ah Batterie so gegen 20h vorgeschlagen. Das heisst in deinem konkreten Fall 12A Abgabestrom und dann kannst du mit dem versprochenen Batterieladelebenszyklen rechnen. Das dürften bei einem Blei-Akku so gegen 800 Zyklen sein. Du willst aber gegen 360 Ampere ziehen (20% Verlustleistung mit eingerechnet). So wird wahrscheinlich die Batterie keinen einzigen Saunagang unbeschadet überleben.

0

Was möchtest Du wissen?