Wie ist das Auge von einem Maulwurf aufgebaut?

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Die Maulwürfe sind verwandt mit Igeln und Spitzmäusen. Ihre Augen haben daher grundsätzlich den gleichen Aufbau wie bei diesen Tieren.

Charles Darwin schrieb: "Die Augen der Maulwürfe und einiger wühlender Nagetiere sind rudimentär, zuweilen ganz von Haut und Pelz bedeckt. Das rührt wahrscheinlich vom Nichtgebrauch her, der vielleicht von der natürlichen Zuchtwahl unterstützt worden ist."

Maulwürfe sind fast blind und hätten auch selten Gelegenheit etwas zu sehen.

Leo Peichl vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt und seine Kollegen haben die Netzhäute von Maulwürfen, Grau- und Nacktmullen, Trugratten und anderen subterranen Lebewesen untersucht. „Es ist nicht so, dass sich ihre Augen als Anpassung an das unterirdische Leben völlig zurückgebildet haben“, sagt Peichl. „Ihre Netzhaut enthält Stäbchen und zwei verschiedene Zapfentypen wie bei anderen Säugetieren auch.“

Stäbchen sind Sinneszellen, mit denen Tiere nachts sehen, Zapfen ermöglichen das Farbensehen bei Tageslicht. Entgegen den Erwartungen der Forscher ist die Netzhaut von Maulwurf & Co mit vergleichsweise vielen Zapfen ausgestattet. Die Zapfen machen bis zu zehn Prozent der Sinneszellen aus, mehr als bei nachtaktiven Säugern wie Katzen. Warum?

In ihren Tunneln unter der Erde können Maulwürfe mangels Licht nichts sehen. Stäbchen taugen dort als Nachtsichtgeräte nicht, und seien es noch so viele. Das könnte eine Erklärung für die geringere Stäbchendichte ihrer Netzhaut sein.

„Wir denken, dass die Zapfen für die seltenen Gelegenheiten erhalten
wurden, bei denen die Tiere an die Oberfläche kommen“, sagt Peichl. Etwa
wenn die geschlechtsreifen Jungtiere aus dem Bau vertrieben werden oder
die Gänge bei starkem Regen voll Wasser laufen. Dann können sich
Maulwürfe dank der Zapfen im Freien orientieren und Feinden aus dem Weg
gehen.

http://www.tagesspiegel.de/wissen/aha-warum-braucht-der-maulwurf-augen/1915636.html

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Kannst du Zitate bitte VORHER als solche kennzeichen?

Dann kann man sich im Zweifel die Zeit sparen, sie zu lesen, bis am Ende ein Link auftaucht.

Außerdem wäre zu klären, ob dein Zitat überhaupt legal ist.
Zwar finde ich kein explizites Verbot, aber "Copyright © Der Tagesspiegel" könnte ein solches bedeuten.
Bin kein Jurist.

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