wie du mir so ich dir :D?

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6 Antworten

die romantische Anziehung basiert auf Naturgesetzen. Wenn ein Nerd auf die ganze heißen Schnitten hoffnungslos steht, dann ist das nur so, weil er so bedürftig und verzweifelt ist. Bei Liebe gibt es soooo viele individuelle und interessante Szenarien. Wenn man sich selbst nicht genug ist, dann ist man oft in der "unteren" Position, und ist sehr empfänglich für das "Unerreichbare", das ideale und träumerisch perfekte. Man stellt das Begehrte auf ein Podest, und macht seine eigenen Chancen nur noch schlechter. Umgekehrt geht das auch so, man ist in der "höheren" Position, ist sehr wählerisch und hat viel zu viel Anspruch bzw nimmt sich das was man gerade braucht. Der gesunde Mittelweg ist dann möglich, wenn 2 Individuen mit sich selbst zufrieden sind, sie keinen Partner nur als "Ausgleich" oder "das, was mir fehlt" zu benötigen. Mit nem gesunden eigenständigem Leben zieht man dann auch den richtigen Partner an, der eine gesunde Partnerschaft möglich macht. Der Partner soll nicht dazu da sein, um Missstände zu kompensieren und nur um etwas zu geben, sondern um etwas zu empfangen. Wenn das beide gut machen, dann stellt sich doch die wundervolle Liebesbeziehung ein.

Bedürftigkeit ist in der Regel ja auch abschreckend für den Partner. Kommt auch darauf an, wie vernünftig der andere ist, bis er einsieht, dass es nichts bringt. Zum anderen aber ist "für ihn/sie kämpfen" auch sinnvoll, denn wenn man fest überzeugt (nicht verharrt!) ist, dass es der richtige Partner ist, und man das auch authentisch rüberbringt, so ist das ja ein Liebesbeweis. Davor muss natürlich Anziehung herrschen, wenn es biologisch auf der einen Seite nun mal nicht passt, dann ist das so. Aber Menschen die mit Selbstbewusstsein und einem gewissen Mitgefühl durchs Leben gehen, können auch gut abschätzen in ihrer unbewussten Intuition, welcher ein potentieller Partner wäre, und wo vornherein kein grünes Licht ist.

Wahre Männer wissen das auch. Wenn Sie nicht will, wozu dann noch Zeit und Energie verschwenden? Mann hat besseres zu tuen, er ist unabhängig. Jegliche Partnerin, die zusätzlich Arbeit und Last ist, ist schädlich für sein Leben. Man kann eine Frau auch toll und attraktiv finden, ohne sie haben zu müssen. Die pure Bekanntschaft, die Freude sie mal sehen zu dürfen, das ist doch schon schön, andere Mütter haben auch schöne Töchter ;). Wenn man "haben haben haben, ich will" im Kopf schreit, dann liegen die eigentlichen Probleme bei einem selbst.

Bei Frau ähnlich, wenn ein Mann nicht will, dann respektiert sie seine Entscheidung auch. Dabei geht sie automatisch unbewusst ja eine winzige Beziehung schon ein, wo sie ja akzeptiert, dass der Mann so führt, dass keine Partnerschaft entstehen soll.

Nur weil man keine Partnerschaft eingeht, heißt das nicht, dass man sich komplett "entliebt". Man empfindet oftmals weiterhin Anziehung, diesen gewissen "hmm, gute Person"-Eindruck. Mit guter Reife und Erwachsenwerden versteht man das. Qualitativ hochwertige Menschen.

Wenn man sich an "schlechten" potentiellen Partnern festklammert, dann ist das ein Signal auf Mangel bei einem selbst. Du suchst diese "Lückenfüller" bei anderen Personen, dabei kannst nur du selbst sie füllen.

Du ziehst das im Leben an, was du selbst bist.

Sehr schöne, tiefgründige Antwort. Hut ab. :) You attract what you are- das ist einfach so wahr. Nebenbei glaube ich, dass das mit dem "Lückenfüller" rein gar nichts mit Liebe, sondern Egoismus zu tun hat. Wie soll man Liebe geben, wenn man sie selbst nicht hat? Gar nicht. :,)

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So sehe ich das auch. Ich würde nie um jemanden "kämpfen" oder jemandem hinterherlaufen der nichts von mir will. Ich möchte schließlich, dass die Person aus Liebe mit mir zusammen ist und nicht aus Mitleid oder anderen Gründen. Entweder "freiwillig" oder gar nicht!

Erzwungene Liebe bringt beiden nichts. Und statt einem Traum hinterherzulaufen sollte man die Zeit nutzen um Abstand zu gewinnen und die Person zu vergessen. Es kommt immer jemand anderes der es Wert ist. Alles andere ist unnötige Quälerei und hat auch mehr mit Egoismus als mit Liebe zu tun. 

Ist halt ehrlich so. Viele verwechseln das mit ,,nicht aufgeben" aber wenn man eine Person dann wirklich lieben würde, würde man ganz einfach die Entscheidung akzeptieren..

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@bookdragon

Richtig. Wer wirklich liebt, der will dass die Person glücklich ist und lässt los. Dieses "ich will aber...." ist egoistisch . 

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Ja eigentlich schon, du hast da echt Recht. Somit würde man echt den Herzschmerz sparen. Aber wenn man die rosarote Brille anhat, ist man einfach blind vor Liebe. Auch wenn jemand dir klar sagt, dieser Mensch passt einfach nicht zu dir oder er/sie möchte nichts von dir. Man möchte einfach erstmal kämpfen, hinterherrennen und man macht sich automatisch Hoffnungen, dass es irgendwann klappen wird. So dumm können wir Menschen echt sein. :-) Am Ende lernt man aus Fehlern und dann wird nicht mehr hinterher gerannt.

Seh ich genauso.

Ich könnte mir nicht vorstellen jemandem hinterherzurennen, entweder der Mensch empfindet etwas für mich oder nicht und ein "ich weiß nicht" ist mir definitiv zu wenig.

Wenn Hormone und Gefühle kalkulierbar wären und Platz für Logik ließen, könnte man so argumentieren. Wahrscheinlich warst du noch nie richtig blind vor Liebe und kannst das deshalb nicht verstehen/nachvollziehen. Aber es heißt nicht umsonst, dass in der Liebe und im Krieg alles erlaubt ist. Beides sind komplett chaotische Szenarien auf denen man nur anfangs einen Plan hat, der aber mit dem ersten Schusswechsel seine Bedeutung verliert.

Und Gefühle lassen sich weder ausschalten, noch einfach so bändigen. Du kannst im Kopf noch so klar denken, wenn dein Körper verliebt sein will, ändert das gar nichts.

Man sollte immer so viel in eine Beziehung stecken wie na auch zurück will.

Nur weil der andere von der Klippe springt machst du es doch auch nicht.

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