Wie bekomme ich als Heimwerker so ein Umleimer hin (Foto)?

Arbeitsplatte Abschnitt  - (Möbel, Handwerker, Tischler)

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Bei der Arbeitsplatte handelt es sich doch um eine Dekorplatte. Man nennt die Abrundung zur Nutzerseite Postformingkante. Der Handwerker hatte offensichtlich noch ein Stück mit einer passenden Kante dabei - allerdings nicht in der Stärke. Also hat er es aufgedoppelt mit einer Eicheleiste. Egal in welchem Winkel passt die Eckausbildung immer. Beide Werkstücke werden mit dem gleichen Eckradius gefräßt und das angeleimte Stück auf Länge passend zur Wand geschnitten. Schlitze für Lamellos kann man vor Ort einfräßen und einkleben. Dafür lernt man den Schreinerberuf. Das muss er allerdings morgens schon gemacht haben damit es abends hält. Da war schon ein kleiner Künstler am Werk.


Danke! Hab Postformingkante noch nie gehört! 

Diese Eckausbildung, wird sie mit Computer gefräst/gesägt? Oder gibt es eine Möglichkeit so etwas selbst zuhause zu machen?

Kurz zum Hintergrund: Wir ziehen um und alle Anschlüsse in der neuen Wohnung passen zufällig, sodass ich sogar die Arbeitsplatte behalten kann. Nur ist diese hintere (jetzt an der Wand befindliche) Seite dann eine Sichtkante. Deshalb die Frage wie man das geschickt verdeckt. Und da hier schonmal so schön gewerkelt wurde, hätte ich das gerne ähnlich schick weitergemacht.

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@Dinsing

So eine Küchenarbeitsplatte mit Postformingkante muss man kaufen. Leider sind die meist nur einseitig gerundet weil sie klassisch hinten an die Wand stoßen. Sie haben eine Standard Tiefe von 60cm und sind so auch günstig in jedem Baumann zu bekommen. Will man beidseitig gerundet haben kann man zwei Stück ökonomisch gesehen nur auf Haarfuge stoßen. Lamellos einbauen und sauber verkleben. Die Fuge bleibt aber immer eine Schwachstelle für Feuchtigkeit. Nur mit einer Massivholzkante oder -platte bekommst du beidseitig eine individuelle Kantenlösung hin.

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Sieht ja schick aus das Arbeitsergebnis auf dem Foto, bis auf die Holzfarbe, die finde ich nicht passend!

Ich würde das mal mit einem Holzfurnierstück probieren. ~2 mm dick, Restabschnitte gibts bei Ebay (z.B.). Das Problem ist die Rundung (Funier wässern?), ohne dass das Furnier bricht, ansonsten würde ich das wie eine Intarsienarbeit ansehen.

Ist mal eine Idee, ausprobiert habe ich so eine Arbeit mit der Rundung noch nicht. Intarsienarbeit ist eine interessante Sache, kannst Dich mal im Internet schlau machen.


Die Idee ist wirklich gut. Hab nur keine Erfahrung mit Holz biegen. Es handelt sich tatsächlich um ein angeleimtes Stück (siehe anderes Kommentar). Fragt sich nur: wie sägt/fräst man es vor Ort so schön rund?

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@Dinsing

Intarsienarbeiten habe ich schon gemacht bei antiken Möbeln, allerdings waren keine Rundungen dabei. Großes handwerkliches Können ist dazu nicht erforderlich, man muss Spaß daran haben.

Mit dem Stechbeitel (halbrund, bzw. Viertelrund) kann man gut solche Konturen gut ausarbeiten und die Flächen mit einem breiten Beitel ~1,5mm tief. Da das Furnier flächig aufgeleimt wird mit Pressung, legt es sich sauber an die Konturen an.

Zwei Probleme dabei: 

1) Lässt sich das Furnier ohne Bruch um die Rundung legen.

2) Die Flächenpressung beim Aufleimen auf die Rundung bringen.

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ich wüsste nicht mal als Handwerker (metall) ob ich das beim 10. Versuch hinbekomme

Danke für die Ehrlichkeit. Made my day :)

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@Dinsing

die jungs (bei uns jedenfalls) im obi in der arbeitsplatten abteilung stellen sowas her, 

frag da mal nach, deren Ergebnisse sind wie geleckt.

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