Wie abhängig macht eine freie evangelische Gemeinde?

17 Antworten

Ich schreibe hier mal als ehemaliges Mitglied einer FEG: Ich schicke voraus, dass ich nicht für den gesamten Bund sprechen kann, aber ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass ich mit meiner Meinung über die FEG nicht alleine da stehe. Grundsätzlich denke ich, dass die FEG keine Sekte ist, ABER: durch die Struktur, ist jede einzelne Gemeinde in der Gefahr, von einem Machtmenschen, einem Wolf in Hirtenkleid übernommen zu werden. Es gibt, zumindest in meiner EX-Gemeinde, keine Möglichkeit als Mitglied ein Veto einzulegen. Der Pastor wurde von dem übergeordnetem Gremium (Also z. B. für die FEGs in Hamburg, Meck-Pomm ist die FEG Norddeutschland zuständig.) nach 6 Jahren Dienst gefragt, ob er bereit wäre, weiter in der Gemeinde zu dienen. Aber kein Gemeindemitglied wurde gefragt, ob es den Pastor behalten möchte. Nach meiner Erfahrung sind diese übergeordneten Gremien nicht dazu da, die Gemeinden vor Missbrauch u. ä. zu schützen, sondern sich schützend vor die Pastoren zu stellen, falls ein Mitglied zu aufmüpfig wird. Nun könnte man sagen, dass es nur meine persönlichen Erfahrungen wären. Doch bin ich seit meinem Austritt in anderen Freikirchen unterwegs und treffe dort immer wieder auf ehemalige FEG-Mitglieder, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Pauschal lässt sich nicht sagen, dass die FEG eine Sekte ist. Es mag auch "normale" FEGs geben. Die Gefahr aber, dass durch die mangelnde Kontrolle übergeordneter Gremien, eine einzelne Gemeinde von einem Machtmenschen übernommen wird und dann poe a poe zu einer Sekte mutiert, ist einfach zu groß! Man sollte wirklich überlegen, ob man nicht lieber in eine andere Freikirche oder in eine der zwei Landeskirchen eintreten möchte bzw. wenn man bereits Mitglied, sollte man ernsthaft über einen Austritt nachdenken! Bevor die Seele Schaden nimmt!

Jeder hat seine eigenen Macken; sie hat halt diese. Ich verstehe nur nicht, was du mit der Bemerkung:"was kann da noch auf die Familie zukommen" meinen könntest; was hat denn restliche Familie damit zu tun?

Ich kann deine Sorgen durchaus verstehen. Ich war mit meiner Familie viele Jahre in einer Freikirche. Nie wieder! Solange du als unbedarfter Gast in den Gottesdienst gehst, ist alles bestens. Viele liebe nette Leute, alles gute Christen..... Hinter den Kulissen sieht vieles anders aus. Da geht es dann um Macht, Gehorsam, alles beherrschende Familienstrukturen etc. Du hast es schon richtig erkannt. Alles dreht sich künftig nur noch um "die Gemeinde". Andere Kirchen und Personen sind Ungläubige. Kinobesuche, Tanzen, Essen gehen - nur noch mit "Freunden" aus der Gemeinde. Nach und nach verlieren sich alle Beziehungen und Kontakte zu "denen da draußen". Solltest du irgendwann einmal aufwachen und die Gemeinde verlassen, wirst du überall schlechtgeredet, als armes geistlich verirrtes und ungläubiges Schaf abgestempelt. Deine vormals besten Freunde und Bekannten kennen dich plötzlich nicht mehr. Nachdem du für diese Gemeinde alle/s aufgegeben hast, fällst du zunächst erst einmal in ein tiefes Loch.

Wie es jemand hier schon erwähnte, kommen viele Leute mit dem/ihrem Leben nicht mehr richtig zurecht. Da ist so eine Gemeinde anfangs schon toll. Alle kümmern sich um den Nächsten. Aber eben nur so lange du dich an alle Spielregeln hälst und nichts und niemanden kritisiert. Vor allem nicht den Pastor/die Ältesten/die Gemeindeleitung. Das wäre dein Untergang. Dann hat dich nämlich der Teufel angegriffen und die Gemeinde "hilft" dir schon wieder auf den richtigen Weg zurück. Es hat lange gedauert, alles zu verdauen. Aber jetzt bin ich heilfroh, weg von dieser "Freikirche" zu sein.

Man sollte das Ganze auch mal aus Sicht der betroffenen Person sehen. Aus welchen Gründen auch immer ist der Bedarf (psychisch) so groß, Verantwortung für das eigene Leben so komplett nach außen zu übertragen. Meistens hilft nur, laufen lassen und offen sein für Gespräche.

Die Bereitschaft, Eigenverantwortung an eine Clique oder Gruppe oder den Zeitgeist abzugeben ist ja nichts Neues. Man betrachte nur die übermäßigen Erwartungen an unseren Rundumversorgerstaat. Hier ist einfach eine Flucht in eine gewisse Kindlichkeit festzustellen: Die Bibel oder die Gemeinde sagt mir, was ich tun soll. Wir haben es offensichtlich immer häufiger mit über 20jährigen zu tun, die sich weigern, erwachsen zu werden. Das würde bedeuten, Verantwortung selbst zu übernehmen. Druckvolles Fordern allerdings treibt diese Menschen erfahrungsgemäß noch stärker in ihr "Kinderzimmer = Schutzraum". Hier hilft nur Geduld.

Ein Erziehungskonzept, das das Behüten vor das Fordern stellt, das kindgemäße Verantwortungseinforderung für Überforderung hält, ist einfach falsch. Dadurch werden "Großkinder" erzogen, künftige Tyrannen, die alles wollen, nur nicht, selbst Verantwortung zu übernehmen.

Danke Berkersheim. Die Person ist nun schon knapp 50 Jahre alt und trotzdem habe ich sehr oft das Gefühl, dass sich die Person wie ein Kleinkind verhält. Vor allem in Situationen, in denen Eigeninitiative gefordert wird. So ist sie in Tränen ausgebrochen, als sie mit dem Fahrrad einen Berg nicht erklimmen konnte.

Wenn eine Person im Raume ist, die sie nicht leiden kann, dann stellt sie dies ganz offensichtlich zur Schau. Dies führt dann alle Anwesenden unweigerlich in die sehr peinliche Bedrängnis, die Situtaion retten zu wollen.

Ihr Vater war ein äußerst gefühlskalter Mensch und hat seinen Töchtern selten Anerkennung und Wärme entgegengebracht. Hingegen war ihre Mutter ein äußerst sorgsame und liebevoll. Offensichtlich bestand während der gemeinsamen Zeit ein Geschwisterkampf um die Gunst der Mutter...

0

EFG sehr gefährlich )))))))) Die Bibel auch ))))))))))))) Gott auch)))))))))))) Rettet die Verwandte, sie ist unter die nette Leute geraten ))))))))))) Sie hat keine Hobbys mehr, außer Garten arbeit ))))))))) Ich kenne ganz viele, die dieses Hobby haben und keine EFG besuchen - rettet sie doch auch )))))))) Kat. Kirche ist übrigens auch eine Sekte........sie behauptet, nur sie kann das Seelenheil und Paradies ermöglichen.........Die Bibel sagt, Jesus allein macht es. Sucht euch die Gemeinschaft, die auf Jesus schaut.

Was möchtest Du wissen?