Was ist der Unterschied zwischen der normalen evangelischen Kirche und freien ev. Gemeinden?

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Die Staatsreligion (evangelisch, katholisch) wird von der Verfassung geschützt und unterliegt einer obligatorischen Steuerabgabepflicht. Bei Freikrichen wird ein Zehntel des Gehaltens als Beitrag erwartet.

Nur ein Zusatz!- Bei ev. Freikirchen gibt es keinerlei Abgabepflicht. Wenn man hat, darf man allerdings gerne geben so viel man will. Den "Zehnten" zu geben kann bestenfalls eine Richtschnur sein, wenn man sich selbst nicht im Klaren ist, wieviel man zum Erhalt der Organisation beitragen soll.

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Neben allem, was schon geschrieben wurde:

Die Landeskirchen taufen Babys, Freikirchen tendenziell nicht. Es gibt dazu auch Ausnahmen - aber die Gläubigentaufe ist weiter verbreitet.

Die freien evangelischen Kirchen sind wie die evangelischen Landeskirchen zunächst einmal beide protestantische Kirchen, verkündigen deshalb auch im Grundsatz beide das gleiche Evangelium. Während die örtlichen evangelischen Kirchen der Landeskirche und diese wiederum einer deutschen Dachorganisation (EKD) untergeordnet ist, ist eine freie ev. Kirche, der Name sagt es schon, frei von jeder übergeordneten Instanz, im Regelfall eine Einzelgemeinde. In der großen ev. Kirche wird viel Politik gemacht. Darunter leidet die wahre Verkündigung, weil man es wie in der weltlichen Politik allen recht machen will und damit manches wegläßt, also Wohlfühl-Evangelium verbreitet. Die freien ev. Gemeinden sind ungebunden, leben im allgemeinen bewußt ihren Glauben. Das kann man auch spüren und deshalb sind diese Kirchen auch lebendiger, fröhlicher und singen zuletzt auch melodischere Lieder. Doch man muss alles in seinem pers. Umfeld vergleichen. Ich selbst bin in einer freien Gemeinde gläubig geworden. In einer Landeskirchengemeinde hätte ich das wahrscheinlich nie erlebt.

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