Ist Whiskas Katzenfutter ohne Zucker und über 60% Fleischanteil schlecht?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

pflanzliche nebenerzeugnisse=irgendein abfall der irgendwo abgefallen ist, gott weiß was und gott weiß allein wieviel.

der pflanzliche anteil in der katzenfutterernährung sollte 5% höchstens ausmachen und man sollte genau wissen was drin ist. zucker selbst ist, meiner meinung nach, sogar halb so wild, der pflanzliche anteil ist wichtiger

kein futter besteht nur aus fleisch. wirklich keins, bis auf filetfutter, welches kein alleinfuttermittel ist. nebenerzeugnisse sind im gewissen maße wichtig und richtig. ein gutes futter dekalriert die verwendeten nebenprodukte. was in whiskas drin ist weiß keiner. die rücken ihre nebenprodukte nicht raus. und bis zu hufen muss man da gar nciht gehen, lunge oder euter ist auch nciht wirklich nahrhaft, das ist einfach nur billiger füllstoff. "kontrolliert" ist son werbeschlagwort. kontrolliert nach welchen maßstäben?

der fleiscahnteil wird "je nach rezeptur bis zu 60%" angegeben. wie hoch er in speziell diesem futter ist hab ich nicht gefunden

die 4% sind auch son punkt. ich bevorzuge futter wo drinsteht was ich verfüttere. das futter das grade im napf ist ist aus rind und huhn gemacht und ich kenne die anteile genau. du weißt nur dass 4% davon mal geschwommen sind.

dass whiskas den fleischanteil hochgedreht hat ist gut. sie haben gemerkt was katzenleuten wichtig ist. deswegen steht auch kein zucker mehr drauf. die qualität von whiskas (und den anderen großen beworbenen marken auch) steigt langsam aber sicher. das große problem das ich mit dem futter hab: der preis. qualität und preis stehen, meiner ansicht nach, in keinem verhältnis. um bei sanfte küche zu bleiben: diese 85-gramm-beutel haben nen kilopreis von fast 5 euro. rein qualitativ würde ich das futter mittlerweise als akzeptabel bezeichnen. der preis ist aber überzogen

Natürlich werden die keine Maiskörner einfach so rein packen, dass man sie auch erkennt.

Fr. Dr. med vet. Jutta Ziegler bringt es ganz gut auf den Punkt, auch wenn es nicht Maß aller Dinge ist, so kann man einiges daraus herleiten.

Zitat:

Französischen Tierfutterherstellern wurde Mitte der 1990er Jahre nachgewiesen, dass sie Klärschlamm aus den werkseigenen Anlagen im Tierfutter verarbeiteten. Seitdem regelt ein Gesetz die Verwendung von Kot etc. im Tierfutter. Es wird zwar kein Klärschlamm mehr verwendet, doch die Rohstoffe, die zum Einsatz kommen, sind nicht weniger übel.

Fakt ist: Alle großen Hersteller arbeiten mit Fleischmehlen der Kategorie 3.

Dies bedeutet: Es werden Schlachtkörperteile verarbeitet, die eigentlich noch genusstauglich sind, aber aus kommerziellen Gründen für den Menschen nicht mehr verwendet werden dürfen.

Darunter fallen Knochen, Fette, Schwarten und jene Teile, die „noch keine Anzeichen einer übertragbaren Krankheit“ aufweisen sowie Häute, Hufe, Klauen, Pelze, Schweineborsten und Federn. Daraus wird das Futter für unsere Heimtiere gemacht!

Dieses Material an sich ist laut Gesetz unverzüglich zu eliminieren oder aber als Rohstoff einem zugelassenen Heimtierfutterhersteller zu liefern.

Die „Karkasse“ und die „Konfiskate“, wie die Schlachtabfälle im Fachjargon heißen, werden in den Tiermehlfabriken bei einem Druck von 3 Bar auf 250° Grad erhitzt und mindestens 20 Minuten im Sterilisator verkocht. Heraus kommt ein toter, völlig denaturierter Brei, in dem nicht nur alle Eiweiße, sondern auch Enzyme und Vitamine vollkommen zerstört sind.

Ebenfalls eliminiert werden die für den Organismus lebensnotwendigen sekundären Nahrungsstoffe und die bioaktiven Substanzen.

An pflanzliche Kohlehydratträger gebundenes Eiweiß ist für die Katze schädlich, d. h. es kann nicht verstoffwechselt werden. Tierisches Eiweiß hingegen können Katzen unbegrenzt verwerten.

Die immer wieder geäußerten Bedenken einer Eiweißallergie ergeben sich somit zwangsläufig aus einer Unverträglichkeit des pflanzlichen Eiweißes welches Hunde und Katzen wider Willen vorgesetzt bekommen.

Auch bei der Erzeugung des Nassfutters aus Dosen wird gespart, wo immer es nur geht. Die sogenannten „fleischigen Brocken“ bestehen aus Soja-Pansche, die so verarbeitet wird, dass vermeintliche Fleischfaserstrukturen zu erkennen sind. Auf diesen faulen Zauber hat ein weltweit agierender Konzern, der zahlreiche Produktlinien für Tiere produziert, sogar ein Patent angemeldet!

Der uninformierte Verbraucher fällt jedoch auf den Etiketten-Schwindel – im wahrsten Sinne des Wortes – herein.

Tipp: Zerreibe einmal einen sog. „Fleischbrocken“ zwischen Ihren Fingern und du wirst sehen: Es bleibt nichts übrig außer Mehlstaub.

In Deutschland ist Tiermehl relativ teuer, da das Mehl keine Bestandteile von Tieren enthalten darf, die medikamentös behandelt oder eingeschläfert wurden bzw. die zu Tierversuchen benutzt wurden. In Frankreich und Belgien hingegen darf alles zu Tiermehl verarbeitet werden, wenn dieses für die Herstellung von Hunde- und Katzennahrung bestimmt ist. Durch EU-Firmenvernetzungen gelangt so auch dieses billige und minderwertige Tiermehl sehr wohl zu deutschen Herstellern.

Wir alle wissen von den zahlreichen Skandalen aus der Lebensmittelindustrie, wie skrupellos zugunsten der Gewinnmaximierung mit der Gesundheit der Menschen umgegangen wird. Es ist daher leider nur logisch, dass in der Tierfutterindustrie noch unmoralischer vorgegangen wird. Das Prinzip der meisten Futtermittelhersteller folgt vor allem der Maxime: Wie ziehe ich aus den billigsten und minderwertigsten Rohstoffen den größtmöglichen Profit?

An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sehr wohl Firmen gibt, die hochwertige Rohstoffe verarbeiten und schonendste Verfahren verwenden - aber deren Produkte kann man im Discounter nicht kaufen!

Es ist äußerst bedauerlich, dass ein sehr hoher Prozentsatz von Tierärzten Futtermittel der großen Hersteller anbietet und in der Praxis verkauft.

Ob Premium- oder „Spezial-Diät“-Futter: Der Tierbesitzer füttert diese Produkte, deren Verpackung materiell betrachtet wertvoller ist als sein Inhalt, in dem guten Glauben, seinem Tier nur das Beste zu geben.

Ehrlich deklariertes Nassfutter sieht so aus:

27.5 % Hühnerfleisch 15% HühnerHerz 15% Hühnerhälse 12.5% Innereien (Magen + max. 5% Leber) 26 % HühnerBrühe 3 % Karotten 1 % Mineralien u. Vitamine

Protein 11,20 % Rohfett 6,50 % Rohasche 1,90 % Rohfaser 0,30 % Feuchtigkeit 80,00 % Calcium 0,24% , Phosphor 0,21% (1.14 : 1) Natrium 0,25% Kalium 0,23% Magnesium 0,04%

Vitamin A 3.000 I.E. Vitamin D3 200 I.E. Vitamin E 30 mg Taurin 1,5 g Vitamin B1 1,5mg Vitamin B2 2,5mg Vitamin B6 1,5mg Vitamin B12 6mcg Biotin 187,5mcg Zink als Zinksulfat, (Monohydrat) 15 mg Mangan als Mangan-II-sulfat, (Monohydrat) 3 mg Jod als Calciumjodat

Hier noch was zu lesen:

http://www.cats-country.de/media/images/thumb/Tierfutteretiketten.pdf

Noch Fragen?? DaRi

Der Knackpunkt liegt in der Bezeichnung "Fleisch". Das ist in der Futtermittelindustrie ein weit dehnbarer Begriff...solange nicht ausdrücklich "Muskelfleisch" genannt wird, darfst du bei "Fleisch" nicht an ein Stück Rinderbraten denken....

Wenn du wirklich interessiert bist an der Klärung dieser Frage, dann empfehle ich dir die Lektüre von "Hans-Ulrich Grimm: Katzen würden Mäuse kaufen".

Ich gehe davon aus, dass du danach von der Annahme, Industrie-Katzenfutter sei ein streng geprüftes Qualitätsprodukt, Abstand nehmen wirst...

Den Inhalt hier wiederzugeben, führt zu weit - um den ganzen Sumpf zu erfassen, muss schon ein bisschen weiter ausgeholt werden, und das geht hier einfach nicht.

Solche Deklarationen wie oben sind für die Tonne - du hast keinen Schimmer, was du deinen Tieren zu fressen gibst. Was sind Öle und Fette? Pflanzlich (was die Tiere gar nicht oder nur schlecht verwerten können)? Tierisch (wenn ja, was?). Was verbirgt sich hinter "pflanzlichen Nebenerzeugnissen"?

Hufe sind höchst offiziell zur Verarbeitung zugelassen als "Material der Kategorie3 " aus Schlachtabfällen, das ist keine Propaganda von Weltverbesserern und Meckerern, das kannst du in der entsprechenden EU-Verordnung nachlesen.

Wenn du jetzt erst Katzen anschaffen willst und ihnen von Anfang an eine gute Ernährung bieten möchtest, dann kann ich dir nur sehr ans Herz legen, nicht länger auf Werbung und schöne (verschleiernde) Worte zu vertrauen, sondern dich richtig ins Thema einzulesen.

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