Wer kann mir verständlich den Begriff "Wertschöpfung" erklären?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nimm an, ein Einzelhändler kauft einen Schrank vom Großhändler für 200 € und verkauft ihn für 280 €, dann ist seine Bruttowertschöpfung 80 €, diesen Wert hat er brutto mehr geschaffen. Ziehst du von der GEsamtheit seiner Wertschöpfungen die Abschreibungen und die indirekten Steuern ab, erhältst du die Nettowertschöpfung dieses Einzelhändlers. Das ist die Summe der in der Unternehmung entstehenden Einkommen. WEnn du das dann alles mit sämtlichen Unternehmen der Volkswirtschaft machst, hast du das Volkseinkommen

Wenn eine Fabrik Autos baut. 100 Stück am Tag, dann haben die Arbeiter durch Einsatz Ihrer Arbeit den Wert von 100 Autos produziert (geschöpft). 100 Autos, je 10.000 Euro, also einen Wert von 10 Millionen Euro erarbeitet (produziert) (geschöpft). Der Bgriff "geschöpft" kommt aus dem Mittelalter. Man hat z.B. Wasser aus einem Brunnen geschöpft, also verfügbar gemacht. Also Wertschöpfung sind durch Arbeit entstandene Werte.

Wertschöpfung ist NICHT das Bruttosozialprodukt, und eben auch nicht das Beispiel von Welling, obwohl das heute sogar in der BWL so gelehrt wird.

Wertschöpfung bezieht sich ursprünglich und richtigerweise nur auf die Produktion von Gütern. Dort wird "Wert" "geschaffen"

Also, wenn ein Tischler einen Stuhl macht, oder eine Fabrik ein Auto, dann ist das Wertschöpfung, oder wenn ein Bauwerk erstellt wird. Unsere "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung" mit der derzeitigen Definition des BIP zählt auch alle "Finanzprodukte" zum Bip, obwohl dort nichts "Geschaffen" wird, sondern umverteilt. Das hilft der Statistik und verstellt den Blick für die wirklichen volkswirtschaftlichen Probleme. Man kann sich natürlich darüber unterhalten, ob der Handel als ein Teil der "Wertschöpfungskette" betrachtet werden soll, obwohl dort ja keine wirkliche Wertschöpfung geschieht. Eigentlich entstehen dort Kosten, die das Produkt nicht verbessern.

Der Handel belastet die "WertschöpfungsKette", da er nur kontinuierlichen Gewinn aus Waren in deren Reduktion auf Tauschwert zu erzielen pflegt und daher kein Interese an nachhaltiger Bedürfnissbefriedigung hegt, ausserdem.

Da gibt es nichts zu "diskutieren".

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@Sajonara

Objektiv hast Du recht, praktisch ist der Handel jedoch nützlich und unverzichtbar, ohne Handel geht es nicht. Die "Belastungen" durch den Handel können wir mit Leichtigkeit tragen. Da liegt nicht das Problem.

Aber darum geht es hier nicht, wenn Du die Frage nochmal liest.

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@Philosoph47

Der Handel ist weder nützlich noch unverzichtbarm, da er den Menschen die Autonomie nimmt, eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen und mit dem Verschachern der Produkte, die andere hergestellt haben, höhere Profite erzielt, als die Erzeuger und Hersteller selber.

Es gibt daher keine "Ehrenwerten Kaufleute" denn diese sind zum großen Teil Ausnützer und Profiteure einer Situation, die ihren eigenen Gewinn in den Vordergund stellt, und sie diesen zu maximieren beabsichtigen, auf Kosten der Abnehmer, Käufer und Hersteller.

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@Sajonara

Sajonara, Sie können den 68er-Klassenkämpfer nicht verbergen. So kommt man in der Sache nicht weiter, das sehen sicher auch die anderen Blogteilnehmer.

Mich würde interessieren, wenn Sie in einer Stadt wohnen würden, wo Sie Ihre Mohrrüben, Kartoffeln, das Mehl, die Eier kaufen wollten. Ganz zu schweigen von dem Bleistift und der Tinte. Im Internet? - oder auf dem Wochenmarkt, wo der Kugelschreiberhersteller selber steht und verkauft? So ein Schwachsinn, den Handel abschaffen zu wollen. Zurück in die Höhlen! - wir müssen die Erde Retten!

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@Philosoph47

der letzte Satz ist ganz passabel , der Rest sehr dubios, ..

Handel auf wirklich freien Märkten, der es allen erlaubt als Marktteilnehmer auf beiden Seiten aufzutreten, lehne ich und andere (auch 68er) nicht ab,.

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