

Ich finde, die Form ist nicht schlecht, Du solltest aber noch einmal die Charaktere der Luise, gerade im Kontext zu den anderen handelnden Personen durchlesen.
Ich lege Dir hier eine kurze Beschreibung der Luise mir rein:
Luise Millers sechzehnjährige Tochter wird als das "schönste Exemplar einer Blondine" vorgestellt, "die (…) neben den ersten Schönheiten des Hofes noch Figur machen würde." Sie fühlt sich fest eingebunden in die bestehende Gesellschaftsordnung. Ihr Denken ist sehr vom christlichen Glauben geprägt. In ihrem Leben ändert sich alles, als sie Ferdinand, den Sohn des Präsidenten begegnet. Der übliche Kontakt zu einem Adeligen würde für sie auf eine Rolle als Geliebte oder Mätresse hinauslaufen. Hier kann sie menschlich und persönlich nur verlieren. Gleiches gilt für eine reine Liebesbeziehung über Standesgrenzen hinweg, die am Hofe nicht akzeptiert würde. Luise steht zwischen ihrer Liebe und der Erwartungshaltung des Vaters und ihren religiösen Überzeugungen. Sie ist nicht bereit, mit Ferdinand das Glück in der Ferne zu suchen aus Furcht vor seinem Vater (Ferdinand). Sie lässt sich einen Brief an einen vermeintlichen Liebhaber diktieren, um Ihren Vater vor einem "Kriminalprozess" zu retten. Aus Vaterliebe und Gehorsam gibt sie den Gedanken an den Selbstmord auf. Erst als sie den sicheren Tod vor Augen hat, fühlt sie sich nicht mehr an die eidliche Verpflichtung zur Verschwiegenheit gebunden und enthüllt Ferdinand die ganze Intrige.