Wer ist euer Lieblingsphilosoph?

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Das Leben. Es reißt Dich ein und baut Dich auf, es zeigt Dir die Hölle und das Paradies, es zeigt Dir Licht und es schickt Dich in die Finsternis, es zeigt Dir deinen Weg und es macht manchmal unmöglich diesen Weg zu gehen.

Am am Ende wird es Dir die Sprachlosigkeit zeigen, dann wenn es ganz still werden wird, Totenstill, dann wenn der Lärm sich verzogen und die Nebelschwaden sich gelichtet - bis dahin bleibt es ganz klar und zugleich wieder so unklar - einen besseren "Philosophen" kenne ich nicht.

Sokrates. Weil er immer nur fragte, und meistens die richtigen Fragen stellte. Und Konfuzius, weil sich Historiker wie Si Ma Qian wunderten, daß ein gelernter Schmied mit Bärenkräften wie Konfuzius niemals seine Frau und seine Kinder und seine Bediensteten prügelte, und wenn er etwas mißbilligte, dies immer nur durch Schweigen kundtat. Na ja, und vor allem: Sokrates wußte, daß er nichts wußte, und zeigte seinen bornierten Mitmenschen, daß sie nicht mal das wußten.

Und Konfuzius hatte ein anderes Heilmittel gegen das Nicht-Wissen: nämlich das Große Lernen. :)

Da gibt es so einige Philosophen. 

Unter anderem finde ich Voltaire recht gut oder auch John Locke, der zwar auch einige Klopfer gebracht hat, aber auch interessante Ansichten zur Religion hatte und ein Vertreter des Deismus war und auch einer der ersten Aufklärer. Er sagte z. B.:

Der Glaube kann uns niemals von etwas überzeugen, was unserer Erkenntnis zuwiderläuft.

Namen könnte man viele nennen und weil sich viele Philosophen auf einzelne Gebiete spezialisierten, sind sie schwer zu vergleichen.

Ich persönlich ziehe moderne Philosophen vor, weil der aktuelle Trend eher in Richtung konzeptuelle Analyse geht und moderne Philosophie weniger durch Religion kontaminiert ist. Heute geht es oft darum, Konzepte zu testen und sich dabei, wie in der Wissenschaft, möglichst von eigenen Vorurteilen zu befreien.

Habe ich nicht. Liegt einfach daran, dass ich keinem Philosophen folge, sondern ihre Auffassungen einfach als Anregung für mein eigenes Denken ansehe.

Als besonders wichtig sehe ich momentan aber die Anregungen von Aristoteles, Kant, Habermas, Strawson, Walzer, Marquard, Toulmin und Nussbaum.