Wenn unserer Universum unendlich ist, dann ist doch alles möglich?

15 Antworten

Theoretisch ja (was die Unendlichkeit des Universums angeht), praktisch nicht unbedingt ja, denn die physikalischen Gesetze gelten überall im Universum. Selbst wenn das Universum flach und unendlich wäre, dann heißt das noch lange nicht, dass es auch unendlich viel Materie gibt. Die Materie könnte trotzdem begrenzt sein, wenn z.B. ein Teil der Materie in Energie vorliegt, da ja Energie auch eine Form der Masse ist. Eine Art Zwilling der Erde könnte auch existieren, also gleiche oder ähnliche physikalische Eigenschaften, aber eine exakte Kopie oder ein Clon der Erde gibt es nicht. Fliegen könnte der Mensch auch auf anderen Planeten nicht, egal wie dicht die Atmosphäre wäre, dafür sind die anatomischen Voraussetzungen nicht gegeben.


Denken lässt sich alles, das sind Hypothesen, noch keine Theorien.
Erst an einer Theorie kann sich die Wissenschaft abarbeiten, diese zu beweisen oder schlicht zu widerlegen.

Für diese Galaxie gilt, hier ist auf 100.000 Lichtjahre niemand, die Menschheit ist allein zuhaus.
Möglich ist, dass irgendwo sonst die Evolution einen anderen Verlauf genommen hat, die Science Fiction ist voll davon.
Viel helfen tut das nicht, die zu Grunde liegenden Entfernungen sind schier zu groß.
Um es zu erfahren müsste der Mensch nicht nur hin, sondern auch wieder zurück, sonst erfährt das hier niemand wirklich, falls jemals.

Hey Bunkerfreak77,

das ist sicherlich ein charmanter Gedanke, aber auf einige Dinge möchte ich hinweisen. Die Unendlichkeit des Universums an sich ist erst mal zumindest umstritten, aber nehmen wir ruhig mal an es wäre unendlich, gibt es etwas, was du vielleicht nicht bedacht hast:

Selbst wenn das Universum in seiner Größe unendlich ist, ist es das definitiv nicht in seiner Materie. Es kann daher nicht unendlich viele Planeten usw. geben, sondern nur einen unendlich großen Raum. Selbst Wasserstoff, welches direkt nach dem Urknall als erstes und mit Abstand häufigstes Element des Universums ist, wird früher oder später zu schwereren Elementen fusioniert sein bzw. dank der Expansion des Weltalls nicht mehr in den lokalen Massen vorkommen um Kernfusion zu betreiben. Das heißt also, dass es irgendwann auch keine Sterne mehr gibt, wenn sich das Universum weiter so entwickelt, wie es das aktuell tut. Und da es dann keine Kernfusion mehr gibt, werden auch keine neuen Planeten gebildet. Jetzt nur mal beiläufig um eine zeitliche Unendlichkeit bezüglich der möglichen Optionen an Lebewesen und Welten auszuschließen.

Das ist zwar weniger romantisch als dein Gedanke, aber so ist es leider.

Dennoch: Es gibt Milliarden von Galaxien mit Milliarden von Sternen, wovon viele Planeten einen Trabanten nennen. Das es irgendwo erdähnliche Zustände gibt, ist daher recht wahrscheinlich (und mit erdähnlich meine ich jetzt nicht bloß, dass sich ein Planet in der habitalen Zone befindet und kein Gasplanet ist, sondern tatsächlich auch in seiner Zusammensetzung ziemlich ähnlich ist). Daher ist der Gedanke zumindest richtig, dass die Wahrscheinlichkeit enorm ist, dass es irgendwo natürlich andere Lebensformen gibt. Allerdings ist es stark zu bezweifeln, ob man in irgendeinerweise Kontakt herstellen könnte, da die Informationen einfach ewig brauchen, bis sie in anderen Sternensysteme, geschweige denn in andere Galaxien vordringen können. Und die Expansion sorgt leider auch dafür, dass es für zuküftige Generationen immer schwieriger wird.

Das ist jetzt bisschen mehr, als ich eigentlich schreiben wollte, aber vielleicht wird dir der Kontext etwas klarer. Auf Multiversen bin ich jetzt nicht eingegangen. Da wir weder wissen ob es sie gibt und falls doch, wie viele es geben kann, kann ich unmöglich etwas sinnvolles dazu beitragen. Würde es allerdings unendlich viele Universen geben, wäre dein Gedankengang hingegen völlig richtig.

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