Das dürfte der feine Unterschied zwischen Bankrott und Insolvenz sein. Die Insolvenz hatte man absichtlich ins Leben gerufen (also das Verfahren im Allgemeinen, nicht den speziell in diesem Fall). Ärgerlich ist ja sonst immer, dass die Schuldner (also die, die Forderungen zahlen müssen) ihre Forderungen gegenüber dem Gläubiger (also die, die die noch Geld bekommen) nicht zahlungsfähig sind. Das Geld wäre dann quasi aus Sicht der Gläubiger weg.

Wenn der Insolvezverwalter aber erkennt, dass noch Geld erwirtschaftet werden kann um die Gläubiger zu bezahlen, nimmt er die Chance wahr und alle sind zufrieden, wenn das klappt.

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Nach meinem Verständnis kann es keine zurückgehende Gravitation sein, da beide Kräfte ganz anders funktionieren. Gravitation breitet sich von einer Quelle aus. Damit Gravitation entstehen kann benötigt man Masse (was keine Masse hat erzeugt anders gesagt halt kein Schwerkraft). Gravitation breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus (nach jetzigem Stand) und kann unendlich weit wirken, allerdings natürlich in abnehmender Intensität, je weiter sie sich von der Quelle entfernt.

Dunkle Energie hingegen hat keine Geschwindigkeit an sich bzw. keine Eigengeschwindigkeit. Sie ensteht einfach nur zu bestimmten Teilen auf einer bestimmten Strecke. Sie ensteht auch völlig unabhängig von Masse.

Dunkle Energie kann dadurch ab einer gewissen Entfernung die Gravitation bzw. die Lichtgeschwindigkeit übertrumpfen. Wäre es nur ein Rückggang der Gravitation oder sogar negative Gravitation, dürfte das nach meinem laienhaften Verständnis allerdings nicht passieren. Klar würden sich dann Objekte voneinander abstoßen, aber eben nicht in derartiger Geschwindigkeit, oder denke ich falsch?

Für Antigravition bzw. negativer Gravitation bräuchte man sowas wie negative Masse (nicht zu verwechseln mit Anti-Materie). Ich glaube hier wird es dann sehr hypothetisch.

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Ja

Innerhalb unseres Planetensystems kann ich mir maximal nur einfaches Leben vorstellen (Einzeller usw.).

Darüber hinaus halte ich es für recht wahrscheinlich, dass es intelligentes Leben gibt, aber den Kontakt halte ich aufgrund der extremen Dinstanzen für unmöglich. Man muss sich einfach klarmachen wie extrem weit weg schon das nächste Nachbarsystem (Proxima Centauri) ist. Leider ist diese extreme Entfernung einfach ein Witz im Vergleich zur Größe der Galaxie, geschweige denn mancher Cluster oder gar das sichtbare Universum. Das ist einfach absurd sich dann vorzustellen, dass hier irgendwelche Jungs mit einem Raumschiff angedackelt kommen. Die physikalischen Grenzen gelten halt immer, egal wie intelligent man ist...

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Moin Tormin,

also so wie du schreibst und was du von dir sagst (und auch das dauerhaft deine Grundeinstellung ist), sehe ich zumindest mehr als genug Menschen, die weniger auf die Kette kriegen würden.

Klar, ein Abbruch einer Ausbildung ist nie schön, egal aus welchem Grund, aber du bist da auch nicht der einzige. Dennoch bin ich bei dir, wenn ich das richtig raushöre, dass die nächsten Jahre eine stabile Basis im Lebenslauf bauen müssen. Lass bloß keine weiteren Lücken zu!

Das man als junger Mann Unternehmungen an die Wand fährt kann passieren. In deiner weiteren Berufslaufbahn wirst du neben dem Wissen durch das Scheitern lernen können. Das heißt grundsätzlich nicht, dass du dazu nie in der Lage sein wirst.

Bewerbe dich fleißig weiter (zu meiner Zeit hab ich im 2 Jahren über 80 Bewerbungen geschrieben, weil die Lage zu der Zeit nicht so gut war wie heute - also viele Leute für wenig Plätze). Hat aber auch iwann geklappt und in der Zeit hab ich halt auch was andres gemacht. Kopf nicht hängen lassen. Die größte persönlich Entwicklung machte ich auch dann erst nach der Ausbildung von 25 - 30, als ich nach der Bundeswehr neben der Arbeit noch eine Weiterbildung machte. Man entwickelt sich auch definitiv in den späten 20ern weiter (und auch in den 30ern). Du bist also noch lange nicht „fertig“.

Aus deinem Text lese ich eine vernünftige Portion Motivation raus. Behalte das bei - das ist die halbe Miete!

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Also ich würde definitiv pausieren (auch wenn es schwer fällt und sogar einige Trainer es nicht verstehen). Mit einer Herzmuskelentzündung fehlst du sonst mal ein halbes Jahr oder halt für immer.

Selbst wenn du dich besser fühlst, würde ich der Pumpe noch mal eine gute Woche gönnen um sich von den Strapazen der Krankheit zu erholen.

Es muss nicht immer erst jmd auf‘m Platz verrecken, damit man versteht, dass es wichtig ist sich nach einer Krankheit zu erholen.

Das Herz erholt sich jedenfalls nicht bei über 150 Schlägen die Minute. Da muss man auch kein Facharzt sein um das nachvollziehen zu können...

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Ich kann nur für mich sprechen, aber ich hatte damals einen erweiterten Realschulabschluss gemacht, hatte anschließend eine kaufmännische Ausbildung gemacht, wo man sich gegen zig Bewerber durchsetzen musste. Nach der Bundeswehr habe ich neben der Arbeit den Wirtschaftsfachwirt gemacht, der mich zwar ohne Frage noch mal etwas geboostet hat (eher vom Wissen, der interne Aufstieg kam wesentlich später), aber dennoch muss ich beneidend anerkennen, dass der goldene Boden zunehmend in der technischen Seite hängt.

Wenn gefühlt jeder 8. BWL oder Jura studiert und der Akademikergrad jenseits der 20 % liegt sowie Abitur offenbar viel zu einfach einzusacken ist, wird es in Zukunft noch mehr an guten Handwerken mangeln. Wenn der Mangel da ist und sich Handwerker quasi die Aufträge aussuchen können (was zum Teil jetzt schon so ist), werden die Preise früher oder später steigen - einfaches Marktgesetz halt.

Daher würde ich aktuell raten eine Handwerksausbildung anzustreben. Mit einer guten (vor allem lückenlosen und fehlerfreien) Bewerbung und vernünftigem Auftreten wirst du in den meisten Regionen schon gute Chancen haben. Den Meister oder Techniker (oder etwas Richtung BWL von den Kammern) kann man immer noch ranhängen, wenn man sich das zutraut. Ich sehe da großes Potenzial.

Klar sind Lehrjahre keine Herrenjahre, aber das sind sie auf der Kaufmannsseite auch nicht und die paar Jahre packt man. Man muss sich einfach klarmachen, welche Basis man sich damit legt und gerade das Wissen aus dem Handwerk hilft oft auch im Privatbereich.

Falls du keinen Platz finden solltest, mache auf jeden Fall i-was. Nichts ist schlimmer als eine Lücke im Lebenslauf!

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Wasserstoffantriebe gibt es an sich ja schon, allerdings bietet Wasserstoff neben seinen ganzen Vorteilen auch herbe Nachteile.

Auch wenn Wasserstoff das häufigste Element des Universums ist und auch auf der Erde recht ordentlich vertreten ist, haben wir hier ein Problem: Es kommt nur in gebundener Form vor. Um es von seinem Bindungspartner zu isolieren benötigt man Energie. Bei Wasser wird die Elektrolyse eingesetzt. An sich ist das zwar kein Hexenwerk, die Effizienz ist aktuell allerdings sehr schlecht, sodass da schon viel Energie verloren geht.

Ein weiterer Faktor ist die Lagerung und der Transport. Aktuell gibt es kein typisches Rohrnetz wie zum Beispiel Erdgasleitungen oder Pipelines, sodass Tankstellen auf den üblichen Weg per LKW etc. angesteuert werden. Dazu wird Wasserstoff entweder unter Druck gesetzt oder gekühlt um es flüssig zu machen. Die Kompression ist energieschonender, allerdings jetzt nicht absolut ungefährlich.

In den Katalysatoren heutiger Brennstoffzellenfahrzeuge wird Platin eingesetzt. Platin ist irre teuer, daher schaut man momentan nach günstigeren Alternativen.

Im Großen und Ganzen ist Wasserstoff aber sicher eine Alternative, aber nicht der Heilsbringer schlechthin. Ich kann es halt nicht leiden - wie es erst bei den Elektrofahrzeugen war - das Innovationen über den grünen Klee gelobt werden und bestehende Technik derartig verteufelt wird, dass man alles über das Knie bricht. So manche Ökoterroristen verschließen manchmal völlig die Nachteile der neuen Möglichkeiten um verhasste Alttechnologien vom Markt zu grätschen. Man muss aber wie beim Lithium-Ionen-Akkumulator und der Stromerzeugung für das Elektroauto alles von der Wiege bis zur Bahre betrachten (wie Kobalt- und Lithiumgewinnung, Transport über den ganzen Globus, Entsorgung).

Ich möchte es nicht generell schlechtreden. Offen für Neues zu sein heißt aber eben auch, dass man neben den Vorteilen auch die Nachteile kennt.

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Ich hoffe meine Antwort ist jetzt nicht zu plump. Falls ja, ist das nicht meine Absicht: Weil die Fusionsprodukte bis Eisen leichter sind als die ursprünglichen Elemente und ab Eisen andersrum.

Rein theoretisch kann man auch nach Eisen fusionieren (sonst gäbe es ja keine schwereren Elemente als Eisen, aber da sie vorkommen, müssen Sterne es schaffen auch nach Eisen noch weiter zu fusionieren (das passiert dann bei der Supernova quasi)), allerdings muss man Energie reinstecken um Kernfusion zu betreiben, aber fangen wir mal ganz von vorne an:

Wenn man zwei Wasserstoffatomkerne zu einem Heliumatomkern fusioniert, stellt man fest, dass der Heliumatomkern weniger Masse hat als zwei Wasserstoffatomkerne. Du beschreibst das schon richtig als Massendefekt. Masse ist aber eine Form der Energie und Einstein sagt mit dem Energieerhaltungsgesetz, dass Energie nicht verloren gehen kann. Also wird es in anderer Energieform wie thermische Energie, Licht oder Strahlung umgewandelt. So geht das jetzt bis Eisen. Ab Eisen sind die Fusionsprodukte schwerer als die ursprünglichen, daher muss man Energie von außen zuführen, damit es überhaupt zur Kernfusion kommen kann.

Bei der Kernspaltung hingegen sind die Spaltprodukte leichter als die ursprünglichen. Hier fangen wir beim Periodensystem der Elemente also ganz hinten an und theoretisch ist das bis Eisen so. Um über Eisen hinaus in leichtere zu spalten, müsste man auch wieder Energie aufbringen, weil hier das theoretische Spaltprodukt schwerer wäre.

Rein theoretisch geht es also auch jeweils über Eisen hinaus, nur hat man keinen Energieoutput in anderer Form, sondern müsste sogar zuführen.

Ich bin mir jetzt nicht sicher ob das schon deine Frage beantwortet, aber vllt. hilft dir das etwas weiter.

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Wenn man sich heute eine Photovoltailanlage installiert für sein Einfamilienhaus, dann beträgt die installierte Leistung vllt etwa 5 - 7 kW im Schnitt, die bei optimale Sonnenlichteinstrahlung dann als elektrische Energie erzeugt werden. Um einen 30-Gigawatt-Reaktor zu kompensieren, bräuchte man 5 Millionen davon. Selbst bei 2 Gigawatt wären das noch ca. 333.333 Anlagen und ein Kernkraftwerk erzeugt konstant, Solaranlagen nur bei Lichteinstrahlung und nur wenn es optimal ist voll.

Von Kernenergie kann man halten, was man will, aber man kann nicht abstreiten, dass es ungeheure Erzeugungsmengen sind.

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Wenn man nicht ganz unglücklich landet, tut das zumindest auf dem Rasen nicht weh und selbst auf Hallenböden oder Ascheplätzen sollte das ein Fußballer locker wegstecken.

Sollte man vielleicht nicht auf einer 60-stufigen Steintreppe machen :)

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Moin FrageKekz,

deine Frage ist zwar etwas her, aber ich habe das Drüsenfieber gerade selbst durchgemacht (bzw. bin noch dabei, aber bin wohl über'n Damm) und die Diagnose hat ewig gedauert, aber falls noch jemand die Frage hat, antworte ich mal.

Gern wird bei Rachen- oder Mandelentzündung Antibiotika verwendet, weil es oft Bakterien sind, die das auslösen. Allerdings handelt es sich beim Pfeiffer-Drüsenfieber um das Epstein-Barr-Virus, deshalb schlägt Antibiotika nicht an (das sie es ja nur bei Bakterien tun). Spätestens das dürfte das erste Indiz sein, dass es Pfeiffer-Drüsenfieber sein kann. Eine 100 %-ige Diagnose bekam ich erst nach einer Blutuntersuchung. Zwischen Blutabnahme und Rücksendung der Laborergebnisse verging ein Tag. Zusätzlich kann man im Ultraschall sich auch mal die Milz angucken. Pfeiffer-Drüsenfieber lässt die Lymphknoten anschwellen, vor allem auch die Milz und manchmal auch die Leber. Gemessen werden im Blut jedenfalls dann quasi die Antikörper, aber da ist wichtig zu wissen, dass fast jeder schon im Leben mit dem Virus infiziert ist (über 90 %) und bei den wenigsten bricht das wirklich aus (als Kind hat man da kaum mehr als die Symptome einer leichten Grippe sozusagen). Das bedeutet also, dass fast jeder Antikörper hat, aber mein Arzt hat mir gesagt, dass man aus den Laborergebnissen ersehen kann, wie alt sozusagen die Antikörper sind und wenn sie frisch sind, ist die Infektion erst vor kurzem gewesen sein muss.

Bedenke, dass die Inkubationszeit enorm lang ist (bis zu 7 Wochen). Also wenn es bei deinem Freund erst vor kurzem ausgebrochen ist, ist die Chance relativ gering, dass du dich bei ihm angesteckt hast.

Bei mir war es sogar so, dass mein Arzt auf eine Resistenz eines Bakteriums für Penicillin getippt hat und mir danach ein anderes und wesentlich höher dosiertes Antibiotikum gegeben hat (was natürlich nichts gebracht hat außer meinen Magen zu quälen^^).

Hoffe du bist wieder fit und sonst gute Besserung!

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Alles was Masse hat, schafft Gravitation (also Schwerkraft) und die zieht andere Masse an. Je höher die Masse, desto stärker die Gravitation. Gravitation ist nach jetzigem Kenntnisstand so schnell wie das Licht und kann unendlich weit wirken, verliert jedoch an Intensität (!), je weiter weg das gravitationsausstrahlende Objekt vom Empfänger entfernt ist.

Wir können auf der Erde stehen, weil sie schwer genug ist um eine entsprechende Gravitation aufzubauen. Ein kleines Raumschiff, welches jetzt irgendwie ohne Zentrifugalkräfte oder deratiges arbeitet, hat diese Gravitation nicht. Deswegen wäre man in einem Raumschiff im All quasi schwerelos (ja, ganz schwerelos ist man nie. Auch du und ich erzeugen Gravitation und theoretisch ziehen wir uns an, aber sie ist einfach von der Stärke her nicht die Rede wert).

So kommt es ja überhaupt erst, dass alle Objekte jeweils um die schweren Kreisen (und niemals die schweren Objekte um die leichten). Der Mond um die Erde, die Erde um die Sonne und die Sonne quasi um das Zentrum der Galaxie. Einige Galaxien ziehen sich auch Gegenseitig an und so enstehen Cluster usw. Allerdings gibt es ab einer gewissen Distanz eine Art Gegenspieler zur Gravitation und das ist die Dunkle Energie, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls sorgt sie dafür, dass sich ab einer gewissen Distanz Objekte voneinander entfernen, weil sie ständig neuen Raum enstehen lässt.

Schwerkraft gibt es jedenfalls ständig, nur spüren wir sie nicht oder merkst du, dass sich die Erde mit 29,78 Kilometern pro Sekunde (!) um die Sonne bewegt?

Wenn mit "sie", die Engel gemeint sind, die sich an die Sonne krallen müssten um nicht zu fallen: Ein Stern hat eine vielfache Gravitationswirkung als die eines Planeten, aber natürlich käme es auch auf die Distanz an. Ich denke aber, dass dieser Satz eher poetischer Natur ist und inhaltlich etwas ganz anderes Aussagen soll :)

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Radioaktivität lässt Masse in andere Energieformen freisetzen, aber wenn du beispielsweise das Kernkraftwerk meinst, welches die Kernspaltung nutzt, dann ist glaube ich das Stichwort, was du suchst, der Massendefekt.

Wenn besonders schwere Elemente (Uran zum Beispiel) zerfallen, zerfallen sie in leichtere Elemente. Das Gewicht der Zerfallsprodukte ist in Summe etwas geringer als das des Ursprungselemtents (bzw. das dessen Kerns). Masse ist aber eine Form der Energie und Einsteins Relativitätstheorie besagt, dass Energie nicht verloren gehen kann, also muss das in andere Energieform freigesetzt werden wie Strahlung oder thermische Energie.

Die thermische Energie ist dann das, worauf es bei einem Kernkraftwerk ankommt. Bei den meisten Kraftwerken (also auch Kohlekraft, solarthermischen Kraftwerken usw.) wird die Hitze genutzt um Wasser zu verdampfen, was dann Turbinen antreibt und die an einem Generator angeschlossen sind.

Beim Massendefekt sollte man sich "Eisen" merken, dann ab hier kehrt sich der Massendefekt um. Sterne zum Beispiel betreiben Kernfusion (quasi das Gegenteil zur Kernspaltung) und fusionieren als erstes zwei Wasserstoffatomkerne zu einem Heliumatomkern - also das leichteste Element zum zweitleichtesten. Das erkennt man an der Anzahl der Protonen im Kern. Das ist die sogenannte Kernladungszahl und so sind die Elemente auch im Periodensystem der Elemente angeordnet (die leichtesten zuerst, die schwersten zuletzt - Eisen sitzt also an 26. Stelle, weil es 26 Protonen im Kern hat). Zwei Heliumatomkerne sind leichter als ein Wasserstoffatomkern und die Differenz wird auch hier in Strahlung, Licht und Hitze freigesetzt. Spätestens bei Eisen ist dann beim Stern schluss und er wird sterben, denn er benötigt quasi Energie von Außen um seine Kernfusion fortzuführen, allerdings ist seine eigenen Schwerkraft dann so stark, dass er in sich zusammenfällt (und es zur Supernova kommt - was dann weitere Kernfusionen zündet und so die schwereren Elemente entstehen können - hängt aber auch von der Masse des Sterns ab).

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Welches Ende genau dem Universum erwartet, hängt von einem bestimmten Parameter ab, dessen Ursache wir nicht genau verstehen und das wäre die Dunkle Energie, aber ich glaube ich setze mal weiter vorne an - dem Verständnis wegen. Streng genommen bleiben nämlich drei wahrscheinliche Enden übrig und das basierend auf den Daten, die wir aktuell haben.

Zuerst muss man aber wissen, was derzeit im Universum eigentlich passiert - oder besser noch: Wie es zu dem gekommen ist, was wir aktuell vorfinden. Vor allem aber wie Sterne entstehen und was mit ihnen passiert.

Direkt nach dem Urknall gab es keine Elemente an sich. Diese mussten sich erst aus den Elementarteilchen bilden. Elektronen sind solche Elementarteilchen. Um ein Atom zu bilden, braucht es seinen Gegenspieler: Das Proton. Protonen bildeten sich erst aus Quarks und Gluonen. Dieser ganze Prozess dauerte jetzt etwa 3 Minuten und so bildeten sich nach und nach Wasserstoffatome.

Wasserstoff ist zwar wichtig, aber nur mit Wasserstoff können sich keine Planeten wie die Erde bilden. Wie kommt man jetzt an andere Elemente wie Sauerstoff, Eisen, Gold usw.?

Streng genommen passierte erst mal wenige hundertmillionen Jahre recht wenig, außer, dass eine bestimmte Kraft arbeitet: Die Gravitation! Alles, was Masse hat, erzeugt Gravitation - also Schwerkraft. Selbst du und ich tun das, aber nehme das nicht als Grundlage für das Argument, dass kurvige Damen deswegen anziehender sein müssten. Das ist eine andere Geschichte :D

Wasserstoff ist zwar das leichteste Element, aber dennoch hat es Masse. Die Hauptmasse macht der Atomkern aus, genauer gesagt das Proton (und das Neutron, was aber im normalen Wasserstoff nicht zu finden ist). Die Anzahl der Protonen im Kern bestimmt um was für ein Element es sich handelt (und wo es sich im Periodensystem der Elemente wiederfindest, denn Wasserstoff ist an erster Stelle, Helium an zweiter Stelle usw. Die Protonen bestimmen also an welcher Stelle das Element im Periodensystem zu finden ist). Um also aus Wasserstoff Helium zu machen, muss man zwei Wasserstoffatome fusionieren, denn Wasserstoff hat ein Proton, Helium zwei (Litium drei usw.). Das geht aber nicht einfach so, denn in der Atomhülle bewegen sich die Elektronen und die sind negativ geladen. Wer zwei gleichpolige Magnete mal versucht hat zusammenzuhalten versteht, dass man Kraft von außen benötigt um diese zusammenzuführen. Diese Kraft von außen ist die Gravitation. Sie sorgte dafür, dass Wasserstoff sich langsam zu Wölkchen verbinden, dann zum riesigen Gasball wird und irgendwann ist die Gravitation derartig stark, dass es zur Kernfusion kommen kann. Seltsam ist auf dem ersten Blick, dass ein Heliumatomkern leichter ist als es zwei Wasserstoffatomkerne sind. Masse ist ja schließlich eine Form der Energie und diese dürfte ja nicht zerstört werden (Einsteins Energieerhaltungsgesetz). Das Gesetz wird auch nicht gebrochen, denn die Differenz der Massen (der sogenannte Massendefekt) wird dann in anderer Energieform freigesetzt wie Licht und Hitze. Das ist also der Grund, warum die Sonne scheint. Sterne sind also nichts anderes als Gasbälle, die in der Lage sind Kernfusion zu betreiben. So weit so gut.

Das erste Ende, der sogenannte Big Freeze, heißt also, dass irgendwann alle Sterne ihr Wasserstoff verbrannt haben oder die Mengen zu gering sind um eine Kerfusion zu zünden. Klar, Sterne fangen irgendwann auch an Helium zu verbennen. Das Spiel geht theoretisch auch bis zum Element Eisen. Ab hier kehrt sich der Massendefekt um und die Kernfusion setzt keine Energie frei, sondern benötigt Energie von außen. Das ist spätestens der Moment, wo Sterne in sich zusammenfallen und es unter Umständen zur Supernovaexplosion kommt. Der Impakt des Zusammenfalls ist oft der Zündstoff für die schwerere Kernfusion wo Elemente wie Blei, Silber, Gold oder Uran entstehen und durch die Supernova verteilt sich etwas davon im Universum damit Planeten wie die Erde entstehen können, aber Sonnenlicht tanken ist dann leider nicht mehr möglich. Was aus dem Stern genau wird - ob üblicherweise weißer Zwerg, Neutronenstern oder Schwarzes Loch - hängt vom Ursprungsgewicht des Sterns ab. Unser Stern wird ein weißer Zwerg, schwerere Sterne können zu Schwarzen Löchern werden, aber das ist auch ein interessantes, aber ein anderes Thema.

Das zweite Ende meint den Big Crunch. Wir haben vorhin gelernt, dass Masse Gravitation erzeugt. Gravitation zieht andere Masse an, breitet sich nach jetzigem Kenntnisstand mit Lichtgeschwindigkeit aus, nimmt aber an Intensität ab, je weiter die Quelle vom Empfänger entfernt ist (und dennoch kann es unendlich weit wirkken. Das ist erst mal kein Widerspruch). Demnach müsste sich früher oder später die gesamte Masse an einem bestimmten Punkt sammeln und verdichten. Klingt erst mal ganz logisch, doch wir haben eine Beobachtung gemacht, die diese Ende recht unwahrscheinlich macht und die liegt ca. 100 Jahre zurück.

1912 hatte Vesto Slipher sich mal die Lichtspektren anderer Objekte wie Galaxien im Universum angesehen. Man wusste damals schon, dass Licht sich ähnlich verhält wie der Schall, wenn Quelle und Empfänger sich voneinander entfernen oder aufeinander zukommen. Wir kennen das beim Dopplereffekt auch im Alltag. Kommt ein Auto (oder ein Krankenwagen mit Sirene) auf uns zu ertönt sein Schall höher. Entfernt sich das Auto, ertönt es tiefer. Beim Licht ist es ähnlich: Kommt etwas auf uns zu, erscheint es bläulicher (bis ins nichtsichtbare ultraviolette) und entfernt es sich, erscheint es rötlicher (bis ins nichtsichtbare infrarote). Slipher dachte sich vorher, dass sich einige Galaxien ins Bläuliche verschiebeben, einige ins Rötliche und andere halt überhaupt nicht. Etwas erschrocken stellte er dann fest, dass ich fast alle ins Rötliche verschieben. Es entfernen sich also die allermeisten Galaxien von uns und wenn man in der Astronomie von Rotverschiebung spricht, meint dieses Phänomen. "Seltsam", dachte er...

1925 - 1926 publizierte Edwin Hubble dann Arbeiten, die die Entfernen zu den anderen Galaxien beschrieb. Ein Jahr später legte Lemaitre dann quasi beide Arbeiten übereinander und stellte etwas Verblüffendes fest: Die Galaxien entfernen sich nicht nur voneinander, sondern sie tun es umso schneller, je weiter sie entfernt sind. Man muss sich erst mal klar werden, was das genau bedeutet. Das bedeutet nämlich, dass sich die Galaxien nicht aus Eigenbewegung von uns entfernen (weil sie in Fluchtrichtung aufgrund von Gravtation eher angezogen werden als wir oder dergleichen), sondern weil sich etwas zwischen uns und diesen Galaxien setzt. Ist eine Galaxie also doppelt so weit weg wie die andere, setzt sich doppelt so viel von diesem Etwas dazwischen. Dieses Etwas ist schlichtweg Raum. Also quasi immer ein bisschen "Nichts" und definitiv keine Materie - also auch kein neues Wasserstoff für uns und somit keine neuen Planeten oder Sterne. Das Ganze nennt man Dunkle Energie und wir kennen den Grund nicht, beobachten nur ständig, dass es da ist. Das ist auch der Grund, warum etwas schneller sein kann als Lichtgeschwindigkeit und somit die Gravitation quasi austaktiert wird. Dunkle Energie hat streng genommen keine Geschwindigkeit, entsteht ab einer bestimmten Entfernung nur häufiger und schafft somit eine längere Strecke, die Licht oder Gravitation in derselben Zeit in der Lage sind zurückzulegen.

Und hier kam Ende Nr. 3 ins Spiel: Der Big Rip. Da wir den Auslöser der Dunklen Energie nicht kennen, kann es die Möglichkeit geben, dass die Expansionsrate - also die Stärke der Dunklen Energie ansteigt. Sogar so weit, dass quasi sämtliche Materie zerrissen wird.

Das ist der Grund, warum man von drei Enden spricht.

Ähnliche Expansionsrate: Big Chill/Big Freeze

Steigende Expansionsrate: Big Chill bis zum Big Rip

Sinkende Expansionsrate: Big Chill bis hin zum Big Crunch

Daher weiß man nicht sicher, was passieren wird, da wir nicht wissen, was der Grund der Dunklen Energie ist und sich daher keine Voraussagen treffen lassen, die dessen Stärke prognostizieren lässt.

Ich hoffe das hilft dir etwas weiter - selbst wenn auch ich lieber ein Universum "bis in aller Eweigkeit" hätte. Obwohl ich nicht mehr leben werde, wenn es so weit ist, finde ich es dennoch irgendwie doch beruhigender, wenn etwas ewig da bleibt. Leider wird es nicht so sein.

Gruß und schöne Festtage!

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Es kommt relativ häufig vor, dass Planeten zu ihrem Stern eine gebundene Rotation aufweisen. Das heißt, dass der Planet seinem Stern immer dieselbe Seite zeigt (auf einer Seite ist entsprechend immer Tag, auf der anderen Seite permanente Nacht). In solchen Fällen ist ein Tag immer genauso lang wie ein Jahr. Das kommt dann häufig vor, wenn der Planet verhältnismäßig Dicht an seinem Stern ist (und entsprechend Zeit vergangen ist) wie zum Beispiel kleine Gesteinsplaneten an eine Roten Zwerg, wo er sehr dicht sein kann.

Nun muss man sich eigentlich nur vorstellen, dass die gebundene Rotation noch nicht vollends erreicht ist, aber Planet eine gegenläufige Rotation aufweist. Immer dann müsste jetzt, wenn ich keinen Denkfehler habe, der Tag länger dauern als ein Jahr.

Gegenläufige Rotationen sind natürlich seltener, aber sie kommen definitiv vor. Dafür kann es mehrere Ursachen geben wie eine starke Kollisionen oder der Planet kommt ursprünglich gar nicht aus dem System, sondern wurde eingefangen. Dann ist es theoretisch möglich, dass es ein Planet mit gegenläufiger Rotation ist. Wenn dieser jetzt langsam von der Gravitation des Sterns ausgebremst wird (sobald er natürlich auf einer halbwegs stabilen Bahn um diesen läuft), dass eine gegensätzliche Rotation nicht länger dauert als die "Umrundung" des Sterns, aber die gebundene Rotation noch nicht eingetreten ist, ja genau dann dauert auf diesem Planet der Tag länger als das Jahr.

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Moin Juli,

eigentlich gibst du dir die Antwort schon selbst. Erst mal möchte ich aber sagen, dass ich toll finde, dass du dir mit 15 diese Gedanken machst.

Die Urknalltheorien beschreiben wie du schon sagst nicht die Erschaffung aus dem Nichts, sondern den Ablauf nach der sogenannten Planck-Ära (ein extrem kurzer Zeitintervall, aber nach Ablauf dieser fängt das Universum an sich quasi nach den uns bekannten Gesetzen der Physik zu verhalten). Alles was innerhalb dieser Planck-Zeit liegt...darauf kann niemand seriös antworten. Maximal lässt sich darüber spekulieren.

Anschließend lässt sich aber alles ganz wunderbar erklären. Elementarteilchen sind die Teilchen, die nach unserem Kenntnisstand nicht mehr teilbar sind. Früher galten auch Atome als nicht teilbar (daher auch der Name, denn die Bezeichnung stammt aus dem altgriecheschen "Atomos", was so viel wie "unteilbar" heißt - witzig, oder?). Meine Schulbücher waren auch noch veraltet, denn es beschrieb auch Protonen, Neutronen mitsamt den Elektronen, die Bestandteile von Atomen sind, als Elementarteilchen und somit als kleinste Teilchen. Heute ist der Kenntnisstand, dass das zwar auf Elektronen zutrifft, aber nicht auf Protonen oder Neutronen. Protonen bestehen zum Beispiel aus den heute angenommenen Elementarteilchen "Quarks" und "Gluonen". Wie du sicher merkst: Nicht alles, was bisher in der Wissenschaft angenommen wurde, hatte bis in aller Ewigkeit bestand.

Nichtsdestotrotz ist die Frage noch offen, woher quasi die ursprüngliche Materie stammt. Veräppeln will man dich aber mit den Urknalltheorien nicht. Sie beantworten diese Frage auch nicht.

Spekulieren könnte man darüber, ob beispielsweise unser Universum das Ergebnis einer gigantischen Annihilation ist. Antimaterie kommt in unserem Universum (fast) nicht vor, ist aber nachgewiesen und kann künstlich erzeugt werden. Diese wechselwirkt sofort mit normaler Materie (also das, woraus unser ganzes Universum besteht). Man kann jetzt annehmen, dass riesige Antimateriemengen mit Materiemengen reagiert haben, es aber ein kleines Ungewicht gab und das was übrig ist, ist unser Universum. Das ist jetzt ein Beispiel für recht unseriöse, aber dennoch interessante Spekulationen, die aber auch nicht klären, woher die Materie für die Annihilation gekommen wäre.

Ich schätze ein Schlüsselwissen zum Verständnis des Universums ist das Knacken der Dunklen Energie (nicht verwechseln mit Dunkler Materie). Wir beobachten sie zwar und uns ist klar, dass das Universum immer weiter expandiert, aber wir kennen den genauen Grund nicht. Mit dem Verständnis zur Dunklen Energie lassen sich deutlich genauere Vorhersagen über das Ende unseres Unversums machen. Eventuell ergibt das auch weitere Indizien zu seinem Beginn. Da hat die Wissenschaft aber noch eine Menge Arbeit vor der Brust und vielleicht wird das nichts mehr zu meinen Lebzeiten, aber wer weiß das schon?

Was die Religionen betrifft: Man kann nicht abstreiten, dass das Problem der Herkunft der Materie verlagert wird. Aber auch ohne Religion muss irgendwas schon irgendwie mal dagewesen sein in etwas, was vielleicht weder Raum noch Zeit kennt. Welcher menschliche Verstand ist ausgeprägt genug um das zu erfassen? Der Mensch ist gedanklich an dieser Welt gebunden und jeder dürfte Probleme haben dafür Verständnis aufzubringen (man hat ja schon Verständnissprobleme, wenn man sich die extremen Entfernungen innerhalb des Universums vorstellt).

Ich weiß nicht, ob dir das wirklich weiterhelfen kann, aber jedenfalls kann ich dir sagen, dass diese Gedanken von so manchem gedacht werden.

Gruß Lynx

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Was einen Stern zu einem Stern macht, ist seine Fähigkeit Kernfusion zu betreiben. Er fusioniert also leichte Elemente in schwerere Elemente. Das bedeutet im Klartext: Hätte es keine Sterne gegeben, würde es jetzt (fast) nur Wasserstoff geben. Erst in Sternen entstehen dann Elemente wie zum Beispiel Sauerstoff, Kohlenstoff, Eisen oder mit dessen Ableben auch Silber, Blei, Uran oder Gold. Anders gesagt: Es musste erst ein Stern sterben, damit Planeten wie die Erde entstehen konnten. Das jetzt zur Vergangenheit.

Wenn sie nun von heute auf morgen verschwinden würden? Tja, dann haben wir ein riesiges Problem, denn unsere liebe Sonne ist auch ein Stern und ihre Fähigkeit Kernfusion zu betreiben, schenkt uns die Wärme und das Licht, was wir brauchen. Warum ist das so?

Bei der einfachsten (und häufigsten) Form der Kernfusion (die auch die erste Phase eines Stern darstellt), fusioniert ein Stern immer zwei Wasserstoffatomkerne zu einen Heliumatomkern. Diese Atomkerne haben eine gewisse Masse (quasi Gewicht). Man könnte jetzt meinen, wenn zwei Wasserstoffatomkerne zu einem Heliumkern fusionieren, müssten Helium ja doppelt so viel wiegen wie Wasserstoff. Das kommt aber nicht ganz genau hin, denn Helium wiegt etwas weniger. Das Ganze nennt man Massendefekt. Das findet Albert Einstein aber komisch, denn der behauptet, dass Energie nicht verloren gehen kann (Energieerhaltungsgesetz) und Masse stellt eine Form der Energie da. Merkwürdig, oder?

Naja das kommt einfach daher, weil nicht die gesamte Masse in Masse resultiert, sondern ein Teil in andere Energieformen freigesetzt wird. Das ist laut Einstein nicht verboten und auch notwendig, damit wir beispielsweise Strom erzeugen können usw. Jedenfalls wird die Differenz dann als thermische Energie und Lichtenergie (und Strahlung) abgegeben.

Ohne Sterne würde es als auch unsere Sonne und somit kein Licht und keine Wärme geben. Auch eine starke Gravitation wird es nicht geben - wir würden uns schwerkraftmäßig also an den nächstschwersten Objekt orientieren (wie Jupiter zum Beispiel) und erstmal eine ziemlich unstabile Bahn ziehen. Masse erzeugt nämlich auch Gravitation und ein Stern hat davon extrem viel. Was zudem auch der Grund ist, warum es überhaupt zu Kernfusion kommen kann. Zumindest so, wie Sterne es machen. Auf der Erde müssen wir andere Wege für die Kernfusion nutzen, aber das ist jetzt eine anderes Thema (aber falls es dich interessiert: Info zum Kernfusionsreaktor Wendelstein 7-X der Uni Greifswald ist dann mal etwas, was man sich anlesen könnte).

Irgendwann wird es auf dem einen oder anderen Weg übrigens so kommen, dass es keine Sterne mehr gibt. Das hängt von der Expansionsrate des Universums ab, wann das der Fall sein wird, aber entweder ist das gesamte Wasserstoff irgendwann verbraucht oder die Gravitation der Wasserstoffmengen ist zu gering im Bezug zur voranschreitenden Expansion. Bis dahin gibt es uns aber sicher nicht mehr :)

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Nachgewiesen hat man bisher nichts, aber dennoch werden zumindest Vorstufen von Leben nicht ausgeschlossen. Das sind jetzt also keine Jungs, die mit dem Raumschiff hier angeflogen kommen, aber eine Untersuchung ist es definitiv wert. Falls dann methanbasierendes Leben entdeckt wird, würde das die Chancen enorm erhöhen, dass auch andere bewohnbare Planeten geben könnte.

Solche Spekulationen gibt es auch beim Jupiternmond Europa beispielsweise. Man darf dabei halt nicht an hochentwickelte Spezies denken, sondern maximal an Einzeller oder dergleichen...

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Wenn man schon einen Schöpfer ins Spiel bringt, dann muss man wissen, was die Erde eigentlich so rund macht (und alle anderen Planeten). Zuständig dafür ist die Gravitation und die ist wohl unumstritten sehr wichtig.

Würde es keine Gravitation geben (bzw. hätte ein Schöpfer sie nicht erschaffen), dann gäbe es keine Kernfusion und somit nicht mal einen Stern, es gäbe damit keine schwereren Elemente als Wasserstoff und vielleicht Helium. Kein Licht, keine thermische Energie, keine Planeten oder sonst irgendwas.

Daher: Nein! Gravitation muss es geben und mit ihr ist die Erde automatisch (nahezu) kugelförmig. Wenn es einen Schöpfer gibt, dann war er gnädig mit uns, dass er die Gravitation bzw. die Schwerkraft ins Spiel gebracht hat.

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Wie immer: Es kommt darauf an!

Ich nehme an es geht um Photovoltaik - also Stromerzeugung aufgrund von Sonnenlicht. Heute ist die Einspeisevergütung nach dem EEG recht gering. Für eine Anlage bis 10 kW Leistung liegt je eingespeiste kWh bei 12,2 Cent (was sich nächsten Monat ändern dürfte - nach unten). Es gab Zeiten, da lag diese über 50 Cent und somit weit über die Bezugskosten für elektrische Energie.

Daher ist es ratsam die Anlage für den Eigenverbrauch zu konzipieren um somit die Bezugskosten zu senken und den Rest dann einzuspeisen. Anlagen über 10 kW (oder 10.000 kWh Eigenverbrauch) müssen eine Anteilige EEG-Umlage zahlen (40 % - 2,72 Cent/kWh). Wenn eine Drittbelieferung vorliegt (beispielsweise Untermieter vorhanden sind usw. - also Anlagenbetreiber und Verbraucher nicht personenidentisch sind) fällt die volle Umlage an (6,79 Cent/kWh). Deshalb bleiben viele Anlagen für den Eigenverbrauch unter 10 kW bei privaten Haushalten. Hat zudem den Vorteil, dass nicht zwingend eine Erzeugungsmessung installiert werden muss und man einen hohen Eigenverbrauchsanteil hat.

Nehmen wir jetzt an du baust eine 5 kW Anlage und du bekommst das kW für 1.200 €, also bezahlt mit allem drum und dran 6.000 €. EEG-Vergütung bekommt man 20 Jahre lang und so würde ich auch die Abschreibungsdauer der Anlage ansetzen. Wenn ich eine Annuität rechne über 20 Jahre und 1,8 % Zinsen, dann sind das 359,90 € im Jahr an Darlehenskosten (also durch Zins und Tilgung bezahlt man über 20 Jahre dann noch mal knapp 1.200 Euro mehr).

In Norddeutschland liegt die durchschnittliche spezifische Leistung kWh je kW bei etwa 850. Also je kW werden 850 kWh im Jahr erzeugt. Bei 5 kW macht das dann 4.250 kWh im Jahr. Nehmen wir an du verbrauchst etwa 30 % der Energie selbst, also 1.275 kWh und dein Nettobezugspreis liegt bei 22 Cent, dann sparst du jedes Jahr 280,50 € an Bezugskosten. Den Rest - 2.975 kWh - speist du ein und bekommst aktuell noch 12,2 Cent (bis zur Realisierung sicher weniger). Das macht dann 362,95 €.

362,95 € + 280,50 € - 359,90 € = 283,55 € pro Jahr

Mit diesen 283,55 € pro Jahr musst du dann noch etwaige Reparaturen, Versicherung, Wartungen oder Säuberungen sowie möglicherweise den Einbau einer Tonfrequenzrundsteuertechnik (wobei welche die Alternative ziehen und die Einspeiseleistung auf 70 % begrenzen) zahlen können. Das, was in das Geld geht, ist oft der Ausfall der Wechselrichter. Da kann schon mal ein 1.000er draufgehen und ich würde eine Erneuerung einrechnen.

Das alles sind übrigens Nettopreise.

Kurz gesagt: Es macht nicht unbedingt "Spaß" - Reichtum sollte man also nicht erwarten und als Anlagenbetreiber hat man auch einige Pflichten (beispielsweise die Marktstammdatenregistrierung ab diesem Sommer bei der Bundesnetzagentur usw.), aber es kann sich zumindest rentieren. Die Anlage wird wohlmöglich auch nach den 20 Jahren noch für den Eigenverbrauch erzeugen können. Allerdings ist unklar, was mit der Einspeisung dann passiert. Vermutlich bekommt man dann nichts mehr oder nur den Durchschnittsmarktpreis (der aktuell bei etwa 3 Cent/kWh) liegt.

Hilft dir das weiter? Bei größeren Anlagen wird der Vergütungssatz dann geringer, die anteilige Umlage fällt an und irgendwann benötigt man auch eine RLM-Messung und Fernwirktechnik (ab 100 kW). Dafür fallen aber vielleicht die Investitionskosten geringer aus - teilweise auch unter 1.000 Euro je kW. Allerdings muss man dann auch errechnen lassen wie der Netzanschluss so aussieht usw.

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