Welchen Zweig soll ich nehmen, Naturwissenschaftlich oder Sprachlich?

8 Antworten

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Einerseits möchte ich gerne Französisch lernen, andererseits möchte ich mich gerne im NW-Zweig mit Informatik beschäftigen.

Beides geht nicht? Wenn dem so ist, rede mal mit deiner/m Klassenlehrer/in. Vielleicht lässt sich eine Lösung finden (die dann auch auf dem Zeugnis vermerkt wird!).

Geht es in Chemie hauptsächlich um Mathe oder Verständnis?

Mathematik ist eine Grundlage für Chemie. Um das Verständnis der Materie geht es in beiden Fächern.

Ist es nicht ein Nachteil, dass es im S-Zweig kein Informatik gibt, denn heutzutage arbeitet man doch sehr oft mit Computern?

Ja, insgesamt kann es ein Nachteil sein, überhaupt in verschiedene Zweige aufzusplitten. Bei dieser Aufteilung geht man davon aus, dass du dich nur mit Naturwissenschaften oder nur mit Gesellschaftswissenschaften auseinandersetzen möchtest.

Beeinflusst die Zweigwahl Studium, Abi, Beruf etc.?

Wenn nur zeitlich, denn du kannst dir bestimmtes Wissen auch noch nachträglich aneignen, wenn nicht parallel zur Schule. Negativ ist, dass bspw. Informatik nicht mit auf dem Zeugnis vermerkt werden würde, falls du dich (nur) für den S-Zweig entscheiden solltest. Im Grunde muss dein Wissen immer irgendwie nachweisbar sein, bspw. durch ein Zeugnis / Zertifikat / praktische Arbeiten / o.ä..

Was sind die Vorteile und Nachteile der beiden Zweige?

Es ist eine Fokusierung auf einen bestimmten Bereich. So eine Fokusierung wird noch oft stattfinden. Nimm als Beispiel den Bereich der Medizin. Niemand kann sich mit allem auskennen, da der Themenbereich so enorm groß ist. Daher greift man sich immer ein bestimmtes Feld heraus, auf welches man sich fokusiert.

Daher gibt es auch keinen wirklichen Vor- oder Nachteil, ob du diesen oder jenen Zweig wählst. Als Ratschlag wird lediglich oft folgender verwendet: Gesellschaftswissenschaftliche Fächern sind einfacher für die, denen auswendig lernen einfach fällt, während die naturwissenschaftlichen Fächer mehr Verständnis fordern.

Ich möchte auf jeden Fall Architektin oder Ingenieurin werden!

Dann wäre der naturwissenschaftliche Zweig wohl die bessere Wahl, da er die Fächer Geografie, Chemie und Informatik beinhaltet.

Ich würde dir bei deinem Berufsvorhaben den Naturwissenschaftlichen Zweig ans Herz legen, wenn du eh nirgends Probleme zu haben scheinst.

Sprachen kann man auch neben der Schule her lernen, oder danach. Da muss man nicht unbedingt Noten dafür bekommen. Am Gymnasium meines Sohnes wurden manche Sprachen als AG angeboten, erkundige dich mal an deiner Schule, oder vielleicht an einer Nachbarschule. 

Ich kann nicht alle Fragen beantworten. Aber sicher ist, die Zweigwahl ist nicht wichtig bei der Auswahl eines Studiums. Sie kann aber die Wahl deines Studienfachs beeinflussen, da du ja in einem bestimmten Bereich schon was gelernt hast und dann evtl. ein größeres Interesse dafür hast. Du kannst aber ja auch neben der Schule einen Französisch oder Informatik Kurs machen und damit beide Kompetenzen erwerben. Ich denke aber, dass es einfacher ist einen guten Französisch Kurs außerhalb der Schule zu finden.

Wer Architektur machen will, sollte auch Mathemäßig fit sein, allein schon wegen der Statik.

Selbst ich (Handwerker im Baunebengewerbe)  habe in Materialkunde und Technologie doch einiges physikal-technisches Lernen müssen. Chemie ist dafür auch wichtig gewesen.

Außerdem: Falls wieder eine wirtschaftliche Krise kommt, stehst du mit den MINT-Fächern mit Sicherheit besser da als Richtung Geisteswissenschaften.

Habe noch nie erlebt, dass es z.B. zuwenig Romanisten, Philosophen oder Soziologen gab in der BRD.


Meine Erfahrung: Wenn du später im Ausland arbeiten möchtest, kannst du dann immer noch die Sprache lernen-                                                                ein halbes Jahr später kannst du alle Fachbegriffe, die du nötig hast. Vorausgesetzt dein Arbeitsumfeld spricht in der Landessprache mit dir und weicht nicht auf Englisch als "lingua franca " aus...

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Jede Menge, lerne noch immer dazu.

Aus eigener Erfahrung möchte ich empfehlen, die naturwissenschaftliche Seite zu wählen. Deine Sprachkenntnisse (inklusive Latein!) werden Dir dabei auch im späteren Berufsleben extrem hilfreich sein (Die meisten Wissenschaftler und Ingenieure sind sprachlich eher unter Durchschnitt).

Umgekehrt wen  Du Sprache wählst hängst Du dich ab von der Wissenschaft. Die Wissenschaft entwickelt sich schneller als die Sprache!

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