Welche Entwicklungsstörungen können entstehen, wenn ein Junge ohne Mutter aufwächst?

14 Antworten

Hi, ich gehöre auch zu denen die den Verlust der Mutter relativ früh erlebt haben(mit 10 Jahren) und gleichzeitig auch wenig bis gar keinem Kontakt zum Vater hatten. Ich bin dafür als Ersatz mit 6 Jahren zu meinen Großeltern gekommen, welche wie man es vom Allgemeinen her kennt sehr wohlwollend zu den Enkeln sind. Mein Großvater war im 2.Weltkrieg involviert und dadurch leider mental gezeichnet.( Ein Choleriker der bei jeder Kleinigkeit ausrastet und andere grundlos angeschrien hatte) aber meine Großmutter hat die Mutterbeziehung auch wenn nicht 100% möglich ersetzt.Das Resultat daraus ist, dass ich anfänglich sehr schüchtern gegenüber anderen Frauen und Männern bin, was sich zwar mit der Zeit legt aber zum Anfang doch nicht immer leicht ist.Langfristige Beziehungen waren bis dato dadurch kein Problem.Das Gefühl mit 29 Jahren ohne Bezugspersonen in der Welt zu stehen ist manchmal seltsam aber man versucht sich an sich selbst zu orientieren. Emotional bin ich dadurch natürlich nicht so offen wie Andere. Äußerlich zeige ich wohl weniger Reaktion. Ich weiß nicht wie es bei anderen ist aber manchmal ist es schon seltsam niemanden so richtig familiär zu haben zu den man "aufschaut". Mein Vater sucht mittlerweile wieder Kontakt, das ist schön aber es wird trotzdem nicht der Kontakt werden der es zum Anfang hätte sein sollen.Summa sumarum fühle ich mich relativ auf mich alleine gestellt und muss selber entschieden was richtig und falsch ist ohne Ratschläge der Famillie.Und bei männlichen Authoritätspersonen fühle ich mich sehr unwohl und kann Ihnen nicht vertrauen und mich nicht wirklich öffnen.

Menschen, die in ihrer Kindheit oder in Ihrer Jugendzeit ihre Mutter und/oder ihren Vater verloren haben, sind mit einem großen Leid bzw. mit einer großen Herausforderung konfrontiert.

Ich bin selbst vom frühen Tod meiner Mutter betroffen und konnte diesen Schmerz gut lösen. Ja, ich kann sogar sagen, dass ich gestärkt daraus hervorgegangen bin, ganz im Sinne meines Mottos „Aus Wunden können Wunder werden“.

Du kannst dich gerne an mich wenden unter E-Mail: mail@praxis-leberle.de - meine Homepage: www.praxis-leberle.de

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Ds kann man nicht verallgemeinern. Es kommt doch dann darauf an, wie das Kind weiterhin groß wird. Wenn er noch sehr klein war, als die Mutter starb, hat er keine Erinnerung an sie, das wird ihn später vielleicht quälen. Wenn er sie aber schon bewußt wahrnehmen konnte, wird er um sie trauern und irgendwann wieder ein normales Leben leben können. Ein traumatischer Einschnitt im Kinderleben ist es auf jeden Fall. Wir hatten das zweimal in der Familie und es war schon schlimm, aber die kInder wurden in der Familie aufgefangen.

Menschen, die in ihrer Kindheit oder in Ihrer Jugendzeit ihre Mutter und/oder ihren Vater verloren haben, sind mit einem großen Leid bzw. mit einer großen Herausforderung konfrontiert.

Ich bin selbst vom frühen Tod meiner Mutter betroffen und konnte diesen Schmerz gut lösen. Ja, ich kann sogar sagen, dass ich gestärkt daraus hervorgegangen bin, ganz im Sinne meines Mottos „Aus Wunden können Wunder werden“.

Ihr könnt euch gerne an mich wenden unter E-Mail: mail@praxis-leberle.de - meine Homepage: www.praxis-leberle.de

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