Wasser verdampft bei 100 Grad, warum ist dann Wassersampf in der Luft?

9 Antworten

Hallo, zum einen kann die Luft Wasser Moleküle halten.

Wenn nun Wasser verdampft, ändert sich der Aggregatzustand von flüssig nach gasförmig. In der Luft kühlt der Wasserdampf ab. Nun versucht die Luft das Wasser zu halten. Wir merken es z.B. bei schwülem Wetter, dass die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist. Irgendwann kann die Luft das Wasser nicht mehr vollständig aufnehmen, und es entsteht Nebel. Die Wassermenge die Luft speichern kann ist stark temperaturabhängig. Je wärmer die Luft ist um so mehr Wasser kann sie speichern. Nach dem Duschen kann man es z.B. am Spiegel sehen. Dort fällt das Wasser wieder aus.

siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Verdunstung oder unter Dampf

Nein! Oberhalb des Tripelpunktes von Wasser, kann Wasser in allen drei Aggregatzuständen existieren: Als Dampf, als Eis und als Flüssigkeit. Der Dampfdruck gibt an, wieviel Wasser Maximal in der Luft vorhanden sein kann, bei 100% Luftfeuchtigkeit. Unterhalb des Tripelpunktes, bei ca. -20 Grad, kann Eis nicht mehr durch Druck verflüssigt werden, deshalb ist Eis unter -20 Grad auch nicht mehr rutschig (glatt)! Wasser hat bei unterschiedlichen Temperaturen auch verschiedene Dampfdrücke! (Kennlinie) Der Dampfdruck hängt mit der Braunschen Wärmebewegung zusammen, durch den als statistische Verteilung unterschiedliche Bewegungsenergie im einzelnen Wassermolekül vorhanden ist. usw.

Ach ja, hier hat einer auch die Maxwell-Boltzmann-Verteilung angesprochen.

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Die Moleküle in einer Flüssigkeit haben nicht alle dieselbe Energie, sondern die Energieverteilung entspricht einer Glockenkurve. Beim Siedepunkt von Wasser (bei Atmosphärendruck 100°C) haben alle Wassermoleküle genug Energie, um in die Gasphase überzutreten. Bei niedrigeren Temperaturen gibt es aber immer einige Moleküle, deren Energie ausreicht, um in die Gasphase überzugehen.

Du meinst, warum es überhaupt Luftfeuchtigkeit gibt, warum die Luft nicht unter 100°C total trocken ist?

Das ist eben so, dass die Luft je nach Temperatur ein paar Prozent Wasserdampf enthalten kann. Ganz kalte Luft ist ja auch sehr trocken.

Du musst dir einfach überlegen, warum eine Flüssigkeit in einem bestimmten Temperaturbereich flüssig ist. Das liegt daran, weil die Teilchen (Moleküle) noch ziemlich gut zusammenhalten. Wenn ein Stoff fest ist, sind die Moleküle in einem Kristallgitter (bei Wasser: Eis). Wenn der Stoff flüssig ist, können sich die Teilchen umeinander bewegen, aber nicht voneinander weg. Je wärmer es ist, umso schneller bewegen sich die Teilchen durcheinander. Und etwas unterhalb des Siedepunkts schaffen es eben schon einige Teilchen, wegzufliegen, weil nicht alle Teilchen genau die gleiche Energie haben.

Das geht eben nicht so ganz schlagartig. Man sollte sich eher darüber wundern, dass es doch einen ziemlich deutlichen "Siedepunkt" gibt, wo Wasser beim Aufkochen plötzlich anfängt, zu blubbern.

nein, Wasser siedet bei 100 Grad Celsius. Wasser verdampft weit aus vorher!!!!

Der Siedepunkt von Wasser liegt bei 100°C, das stimmt. Aber Moleküle von Flüssigkeiten und Gasen haben die Eigenschaft, ständig in Bewegung zu sein, wobei sich Gasmoleküle stärker bewegen. Es kommt vor, dass einzelne Moleküle z.B. durch Sonnenstrahlen angeregt werden und aus der Flüssigkeit heraus springen. Je niedriger der Siedepunkt der Flüssigkeit, desto häufiger kommt dies vor. Dieser Effekt ist auch gemeint, wenn eine Flüssigkeit als "flüchtig" beschrieben wird.

In der Praxis bedeutet das, dass Wasser in geringen Mengen ständig auch bei Normaltemperatur verdunstet. Wir nehmen es dann als Luftfeuchtigkeit wahr. In höheren Luftschichten kondensiert das Wasser und bildet mikroskopische Tropfen, die als Wolken sichtbar sind. Geschiet dies in Bodennähe, spricht man von Nebel.

Hilfreichste Antwort hat das hier wirklich verdient.!

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@Birnie

+maxwellsche Geschwindigkeitsverteilung +Temperatur als mittlere Geschwindigkeit der Moleküle

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@Seemsagoodbye

Erklärst du mir die Maxwell-Boltzmann Verteilung? So, dass man auch ohne Mathe dahintersteigt?

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