Wasser verdampft bei 100 Grad, warum ist dann Wassersampf in der Luft?

10 Antworten

Hallo, zum einen kann die Luft Wasser Moleküle halten.

Wenn nun Wasser verdampft, ändert sich der Aggregatzustand von flüssig nach gasförmig. In der Luft kühlt der Wasserdampf ab. Nun versucht die Luft das Wasser zu halten. Wir merken es z.B. bei schwülem Wetter, dass die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist. Irgendwann kann die Luft das Wasser nicht mehr vollständig aufnehmen, und es entsteht Nebel. Die Wassermenge die Luft speichern kann ist stark temperaturabhängig. Je wärmer die Luft ist um so mehr Wasser kann sie speichern. Nach dem Duschen kann man es z.B. am Spiegel sehen. Dort fällt das Wasser wieder aus.

siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Verdunstung oder unter Dampf

Nein! Oberhalb des Tripelpunktes von Wasser, kann Wasser in allen drei Aggregatzuständen existieren: Als Dampf, als Eis und als Flüssigkeit. Der Dampfdruck gibt an, wieviel Wasser Maximal in der Luft vorhanden sein kann, bei 100% Luftfeuchtigkeit. Unterhalb des Tripelpunktes, bei ca. -20 Grad, kann Eis nicht mehr durch Druck verflüssigt werden, deshalb ist Eis unter -20 Grad auch nicht mehr rutschig (glatt)! Wasser hat bei unterschiedlichen Temperaturen auch verschiedene Dampfdrücke! (Kennlinie) Der Dampfdruck hängt mit der Braunschen Wärmebewegung zusammen, durch den als statistische Verteilung unterschiedliche Bewegungsenergie im einzelnen Wassermolekül vorhanden ist. usw.

Ach ja, hier hat einer auch die Maxwell-Boltzmann-Verteilung angesprochen.

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Wasser verdampft bei 1 bar Druck bei 100 Grad. Entscheidend ist aber nicht der absolute Luftdruck, sondern der Wasserpartialdruck. Der Partialdruck ist wesentlich geringer und damit auch die Verdampfungstemperatur.

Die Moleküle in einer Flüssigkeit haben nicht alle dieselbe Energie, sondern die Energieverteilung entspricht einer Glockenkurve. Beim Siedepunkt von Wasser (bei Atmosphärendruck 100°C) haben alle Wassermoleküle genug Energie, um in die Gasphase überzutreten. Bei niedrigeren Temperaturen gibt es aber immer einige Moleküle, deren Energie ausreicht, um in die Gasphase überzugehen.

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