Was waren die Schattenseiten (Nachteile) der Caracalla-Thermen?

4 Antworten

Nachteile? Für wen denn? Die Menschen? Den Staat? Die Umwelt?

Im Grunde überwogen damals die Vorteile die Nachteile erheblich. Wenn man überhaupt Nachteile benennen will, dann

- dass die Menschen zeitweilig Eintritt entrichten mussten;

- dass der Staat erhebliche Kosten für Betrieb (Material und Personal) und Instandsetzung aufbringen musste;

- dass ungeheure Mengen an Brennstoff (Holz) und Wasser besorgt und nach Gebrauch wieder entsorgt werden mussten.

MfG

Arnold

Vielleicht neben dem Energieverbrauch auch sittliche Erwägungen. Soviel ich weiß ging es da recht "lebhaft" zu. Sexuell, meine ich. Die Leute - viele Leute - gingen da nicht hin, um zu schwimmen oder zu duschen, sondern um sex. Abenteuer zu erleben. Da war wohl auch ein florierender Bordellberieb angeschlossen.

Vermutlich hatten manche Ehemänner Angst um die Sittsamkeit ihrer Frauen. Selbst allerdings ließen sie es krachen. Doppelmoral.

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Auch darüber habe ich nichts gefunden.
Hast du mal eine Quelle?

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Hast du dir schonmal die Fläche der Caracalla-Thermen angesehen? Das waren die größten Thermen ever. Woher bekam man soviel Grundstück? Enteignung und Beschlagnahmung. Die Bewohner der zukünftigen Baustelle hatten das Nachsehen und das waren im Hinblick auf die Fläche in einer so dicht besiedelten Stadt wie Rom viele.

Auch die ständige Holzbeschaffung stellte ein Problem dar: irgendwann gab es rund um Rom herum kaum mehr welches. Die Praefurnien mussten dauerhaft brennen. Dies bedeutet einen hohen Arbeitsaufwand, so dass auch der Arbeitskräfteverschleiß (aber das waren ja nur Sklaven) hoch war.

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Enteignung und Beschlagnahmung.

Ist das eine Vermutung, oder hast du dafür einen Beleg?
Ich hab auf mehreren ital. Seiten darüber nichts gefunden.

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@latricolore

so etwas weiß die Soprintendenza auch nicht, bzw. weigert sich, die erdrückende Beweislast ("Grundbucheintragungen", Inschriften mit Entlastungs- und Kompensationsangeboten, archäologische Funde im Bereich von öffentlichen Großbauten.) anzuerkennen. ;) Macht ja nix, WIR publizieren das ja. Ich bin Archäologin und forsche im Bereich der römischen Urbanistik (v.a. in Kleinasien, kenne mich aber auch mit Rom aus.).

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