Was versteht man unter Wertmaßstäben in der Philosophie?

2 Antworten

Das Wort Maßstab kommt aus dem Mittelalter und kann z.B. in manchen alten Städten, so in Rothenburg ob der Tauber, noch besichtigt werden. Im Mittelalter gab es kein einheitliches Metermaß, sondern jede Stadt hatte eine Norm-Elle und andere Maße in der Regel als Eisenstab in eine Wand eingelassen. Dieser Maßstab war z.B. für die Elle in dieser Stadt verbindlich und konnte von den Maßen in anderen Städten abweichen.

Werte sind Einstellungen, Beurteilungsvorstellungen die eine persönliche Wertschätzung, aber auch im Austausch mit anderen als geteilte Norm wie z.B. Gerechtigkeit zum Ausdruck bringen. Sie werden absolut und als Vergleich gebraucht. Absolut: Dass meine Kinder lachen ist mir alles auf der Welt wert. Relativ: Ein gutes Stück Fleisch ist mir mehr wert als ein Teller Kartoffeln.

Zu leben ist ein ständiges werten. Jeder Wahl geht eine Wertung voraus. So haben wir - meist gesellschaftlich abgestimmt - auch Vorstellungen davon, wie wir zwischenmenschliches Verhalten werten. Es gibt Vorstellungen, wieviel z.B. an Ehrlichkeit man von Mitmenschen erwartet, wieviel an Höflichkeit, wieviel gerechtem Verhalten, wieviel an Großzügigkeit. Diese Maßvorstellungen, wie sich ein "ordentliches Mitglied der Gesellschaft" verhalten sollte, nennt man Wertmaßstäbe.

Vielleicht was wieviel wert ist, zB dass man das Geld geringer einschätzt als ein glückliches Leben. .. Ich kenn mich nicht aus, aber ich hoffe ich konnte helfen :)

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