Was versteht man unter einem "freier Wettbewerb"?

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3 Antworten

Freier Wettbewerb heißt, dass im Wettbewerb zwischen Produzenten, im Wettbewerb zwischen Verbrauchern und im Wettbewerb um die Gunst, welche Produkte zu welchen Preisen zum Zuge kommen die je Handelnden, ob Produzenten oder Verbraucher nach ihren individuellen Vorstellungen die Wahl treffen können, ohne durch Autoritäten außerhalb darin reglementiert zu werden. Freier Wettbewerb hat zur Grundvorstellung die Freiheit der Individuen, ihre Präferenzen auszuhandeln ohne äußeren Einfluss.

Dieser Wettbewerb findet an rechtlich geregelten Orten (real oder virtuell) statt, an denen die jeweiligen Parteien in Verhandlungen treten. Oberster Grundsatz dieser rechtlichen Regelungen ist, dass Fairness gewährleistet wird, dass Betrüger ausgeschlossen werden und die Bildung von Kartellen unterbunden wird. Dies ist Aufgabe der Regelsetzung und -durchsetzung eines Rechtsstaates.

Bereits dem ersten großen Theoretiker des freien Wettbewerbs Adam Smith war klar, dass zu einem fairen Wettbewerb gehört, dass umfassende Information zu den zu verhandelnden Gütern wichtig ist und zu den Regeln eines gut funktionierenden Marktes gehörte die Sicherung möglicht guter und unverfälschter Information.

Ebenfalls klar war, und das wird gern übersehen, dass freier Wettbewerb nur für Güter gelten konnte, von deren Kosten die Verbraucher auch umfänglich betroffen waren. Öffentliche Güter sollten daher vom freien Wettbewerb auf Märkten ausgeschlossen sein. Über sie sollte durch demokratisch gewählte und verantwortliche Institutionen entschieden werden.

Eine verkürzte und im Grunde total falsche Aussage wird immer wieder gemacht: Der Markt entscheidet, der Markt tut etwas. Erstens gibt es für unterschiedliche Produkte sehr unterschiedliche Verhandlungsorte, sprich Märkte und zweitens entscheiden auf diesen Orten die dort handelnden Menschen. Wie diese Märkte rechtlich konstruiert sind, ob z.B. Machtkartelle zugelassen sind oder nicht, ob Betrüger konsequent eliminiert werden oder ob diejenigen, die für faires Handelns sorgen sollen, sich selbst korrumpieren lassen, das hat natürlich meist verzerrenden Einfluss auf die Ergebnisse. Aber das ist nicht das Problem der Märkte sondern der Menschen, die dort handeln.

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Im Modell der Freien Marktwirtschaft wird allein durch den Markt bestimmt, was produziert und konsumiert wird, in welcher Menge und zu welchem Preis. Eine freie Marktwirtschaft besteht nach George Nikolaus Halm dann, wenn:
1.die Produktionsfaktoren (Arbeit, Land, Kapital) in privater Hand liegen und die Produktion auf Initiative privater Unternehmen erfolgt (also Privateigentum an den Produktionsmitteln und freier Wettbewerb)

2.Einkommen nur durch Dienstleistungen und die Gewinne privater Unternehmen erwirtschaftet wird

3.keine Planwirtschaft besteht

4.keine staatliche Kontrolle oder Marktregulierung besteht

5.die Marktteilnehmer Wahlfreiheit hinsichtlich Konsum, Berufstätigkeit, Sparen und Investieren haben (also freie Preisbildung, Gewerbefreiheit und Konsumfreiheit).

Eine völlig freie Marktwirtschaft ist allerdings nur eine Abstraktion. In der wirtschaftspolitischen Praxis liegt in allen Ländern mehr oder weniger eine staatliche Marktregulierung vor.

Quelle: Wikipedia

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Dass jeder die Möglichkeit bzw die Freiheit hat, mit seinem Gewerbe im Wettbewerb mitzuwirken, ohne Eingriffe vom Staat. Der Markt regelt die Preise durch Angebot und Nachfrage.


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