Was tun, wenn man beim mündlichen Abi eine Frage nicht beantworten kann?

10 Antworten

An Deiner Stelle würde ich Formulierungen verwenden, wie: Aufgrund der Fakten/Datenlage ist zu vermuten, dass... Ich könnte mir unter den gegebenen Umständen vorstellen, dass dies oder das möglich sein könnte.

Will sagen: Es kommt gut an, wenn der Prüfer merkt. dass Du Dich mit der Materie gedanklich beschäftligt hast. Auf jeden Fall deutlich besser als: ÄHHm, keine Ahnung.

Hallo stuttgartcity1,

deine Sorge kann ich voll und ganz nachempfinden - haben wir dies doch alle einmal durchgemacht, die wir je eine Prüfung durchstehen mussten. Und deshalb ist deine Frage auch mehr als berechtigt.

Nun, du solltest Folgendes wissen:
Während der Prüfungssituation bist du nervös, das ist klar. Aber: Du bist gut vorbereitet - und das ist deine stärkste "Waffe"! Dessen solltest du dir bewusst sein! Du bist gut vorbereitet, du weißt viel, du hast die besten Chancen! Diese Worte solltest du dir im Vorfeld immer wieder einprägen, denn sie geben dir Kraft und Zuversicht!

Wenn es während der Prüfung dann tatsächlich dazu kommen sollte, dass du eine Frage nicht auf Anhieb beantworten kannst, dann gebe dich selbstbewusst:
"Über diese Frage möchte ich noch ein wenig nachdenken, deshalb stellen Sie diese bitte hintenan. Ich würde gern mit der nächsten Frage weitermachen."

Auf diese Weise signalisierst du, dass du nicht vollkommen ahnungslos bist. Die Prüfer werden dies akzeptieren und mit der nächsten Frage weitermachen. In der Zwischenzeit hast du Zeit, dir relevante Dinge zur Beantwortung der Frage ins Gedächtnis zu rufen.

Ganz am Ende werden sie dich dann noch einmal fragen. Nun hast du eine reelle Chance, hier doch noch punkten zu können.

Ich halte dir die Daumen: Toi Toi Toi!

LG von Miroir

Mein mündliches Abi ist am Dienstag :)

Ich habe mir folgendes vorgenommen:

erstens: Auf jede Frage, die ich beantworten kann, so ausführlich wie möglich antworten. Das vermittelt einerseits den Eindruck, dass man sich mit dem Thema auskennt und andererseits bleibt so weniger Zeit für andere Fragen.

zweitens: Wenn ich eine Frage nicht beantworten kann, will ich mir zuerst ein paar Sekunden Zeit nehmen um darüber nachzudenken, vielleicht kann man es sich ja doch herleiten. Falls mir dann immer noch nicht einfällt, sage ich einfach, dass ich die Antwort nicht weiß.

Ich denke, dass das nicht so schlimm ist, man kann ja nicht alles wissen (auch in der schriftlichen Prüfung durfte man ja Themen streichen). Es ist, glaube ich, besser kurz zuzugeben, dass man etwas nicht weiß und dann schnell eine neue Frage zu bekommen, als sich eventuell total zu blamieren, weil man irgendwas antworten will.

Viel Erfolg bei deine Prüfung :)

Du guckst auf den Boden, verschränkst die Hände hinter deinem Rücken und malst mit dem Fuß hin und her einen Halbkreis.

Irgendwas wird dir schon einfallen. Ich hatte das in Mathe. Da habe ich die Aufgabe davor so lang gezogen wie möglich. Als man mich zum 3. Mal aufforderte, nun endlich zur nächsten Aufgabe etwas zu sagen, habe ich dann einfach gesagt:"Dazu kann ich nichts sagen." Alle haben gelacht, und dann ging es weiter. Das war dann keine eins mehr, aber ein zwei habe ich trotzdem noch gekriegt. Reichte :-) In Geschichte ist das noch einfacher, da kann man immer etwas sagen, was entfernt mit dem Thema zu tun hat. Und dann sehen, wie die Lehrer reagieren. Wenn du Glück hast, merkst du an den Reaktionen und den Rückfragen, ob du auf dem richtigen Weg bist. Falls nicht, kannst du dann in eine andere Richtung gehen. Wenn du gut vorbereitet bist, kann dir eigentlich nichts passieren. Ansonsten improvisieren.

Viel Erfolg!

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