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Hallo Auswahl121,

vielen Dank für die Frage.

Leider kann man darauf nur antworten, dass es sehr unterschiedliche Gründe gibt, waum Menschen Kindern sexualisierte Gewalt antun.

Das heißt:

Es gibt kein einheitliches "Täterprofil". Verschiedene Ursachenmodelle betonen unterschiedliche Faktoren, die dazu führen, dass jemand Kinder oder Jugendliche missbraucht.

Aber: Ein wesentliches Motiv ist der Wunsch, Macht auszuüben und durch die Tat das Gefühl von Überlegenheit zu erleben. Bei einigen Tätern und wenigen Täterinnen kommt eine sexuelle Fixierung auf Kinder hinzu (Pädosexualität).

Viele Grüße vom N.I.N.A.-Team!

Laut Starfvollzug ist zumindest bei Frauen der Grund der Taten durchaus anders als bei Männern, bei Frauen/Müttern sind die Gründe dort, meiner Erinnerung nach, oft: ua. Neid, Konkurrenzangst (die eigene Tochter wird als Konkurrenz in der Ehe betrachtet.) Ich schlage vor das sie sich dahingehend an der Starfvollzug wenden um mögliche vorhandene Daten oder Studien anzufordern oder zu erfragen.

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@PlueschTiger

Hallo PlueschTiger,

es gibt natürlich Studien dazu. Wir dachten, das führt im Detail eventuell zu weit. Aber gerne geben wir einen Einblick in die Erkenntnisse, die uns beaknnt sind:

Demnach sind sich Wissenschaftler*innen einig, dass sexueller Kindesmissbrauch nur multifaktoriell erklärbar ist. Ein Ansatz alleine reicht nicht aus, um die Ursachen von Täterschaft zu erklären.

Ward und Beech haben 2006 versucht, die Vielzahl von möglichen Ursachen sexuellen Kindesmissbrauchs in ein Modell zu integrieren und gehen dabei von drei Dimensionen aus, die miteinander in Beziehung stehen:

1. Hirnentwicklung

2. Umweltfaktoren / soziales Lernen

3. Neuropsychologische Funktionen - wie z.B. Motivation/Emotion, Handlungsauswahl und -steuerung, Wahrnehmung/Gedächtnis

Das Zusammenspiel dieser drei Dimensionen kann – so Ward und Beech - zur Ausprägung klinischer Symptome/psychologischer Risikofaktoren führen, die wiederum ihrerseits das Begehen eines sexuellen Kindesmissbrauchs beeinflussen können:

„Eine grundlegende Annahme des Modells ist, dass unterschiedliche Gewichtungen einzelner Faktoren sowie deren Zusammenspiel bei jedem Individuum zu einem anderen Bedingungsgefüge führen, unter dem sexueller Missbrauch stattfindet. Dadurch erklären sich wiederum verschiedene Verläufe von sexuellem Kindesmissbrauch. […] Die Theorie dient als Orientierungshilfe, kann aber die Komplexität und Verschiedenartigkeit sexueller Missbräuche nicht vollständig abbilden.“ (Fegert, Hoffmann, König, Niehues, Liebhardt (Hrsg.): Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (Seite 113), Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2015)

Zu den klinischen Symptomen/psychologischen Risikofaktoren zählen sowohl Probleme in der Emotionsregulation, als auch sozioaffektive Defizite und missbrauchsbegünstigende Einstellungen. Hierzu finden Sie ausführliche Informationen in oben genanntem Fachbuch. Interessant ist vermutlich besonders der Bereich der sozioaffektiven Defizite. Hierzu gehört unter anderem das Erleben eigener Unzulänglichkeit (Depression, geringer Selbstwert, Neurotizismus etc.).

Zu Frauen als Täterinnen wird derzeit auch geforscht - soweit wir wissen von der Uniklinik Ulm und dem UKE. Die Ergebnisse sind uns noch nicht bekannt. Die Studie vom UKE läuft in jedem Fall noch. Hier finden Sie Informationen dazu: https://www.aufarbeitungskommission.de/kommission/ueber-uns/forschungsprojekte-studien/forschungsprojekte/sexueller-kindesmissbrauch-durch-frauen/.

Auch die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs (www.aufarbeitungskommission.de) widmet sich intensiv der Frage, welche Strukturen sexuellen Missbrauch begünstigen. Auf der Website sind bereits zahlreiche Erkenntnisse und Erfahrungsberichte eingestellt. Wir können uns gut vorstellen, dass diese für Sie interessant sind.

Viele Grüße vom N.I.N.A.-Team.

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@N.I.N.A. e.V.

Es ging mir eigentlich mehr darum ihnen einen Hinweis zu geben wo sie auch an Ursacheninformationen kommen können, welche für ihre Arbeit hilfreich sein können.

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Bei vielen ist es einfach die Macht und die Psychische Überlegenheit, die dann am Kind reizt.

Andere verlieben sich in die Kinder und reden sich ein, dass die Kinder das selbe empfinden und fangen dann an Kinder wie Erwachsene Partner zu sehen.

Manchmal (seltensten Fällen) wird das Kind auch selbst neugierig auf diese Gefühle. Wie wir alle wissen, haben Kinder bereits von Säuglingsalter an schon sexuelle Gefühle. Kinder machen das dann oft unter sich aus. Aber wenn das Kind keine gleichaltrigen Freunde hat aber einen Erwachsenen, dann kommt die Neugierde dann auch. Denn Kinder sehen in den Erwachsenen Freund einen gleichaltrigen Freund. Ein normal denkender Erwachsener geht auf diese Situation nicht ein und erklärt es dem Kind. Leider nutzen das aber auch diese Missbrauchstäter aus.

Manche sind psychisch selbst unterentwickelt. Weil entweder von Geburt an, oder haben selbst sexuellen Missbrauch erlebt. Bei denen ist es dann so, dass die ab den Zeitpunkt in der seelischen Entwicklung stehen geblieben sind. Also so zu sagen ein Kind im Körper eines Erwachsenen.

Kindesmissbrauch ist sehr schlimm und es schockt jedem normalen Menschen aufs neue, wenn wieder ein Kind missbraucht wird.

Ich befasse mich mit der Thematik seit über 20 Jahren. Mich schockt das trotz so vieler Fälle über die ich laß, immer wieder aufs neue.

Woher ich das weiß:Hobby

Die Vorlieben liegt bei jeden anders kommt drauf an wie Menschen veranlagt sind würde ich sagen.Sex mit Tieren ist am schlimmsten.

Ich denke die Täter wollen in erster Linie Macht ausüben.

Sind so veranlagt genau wie die die sich Pornos ansehen mit Kindern.Menschen sind unterschiedlich wie so eine Veranlagung kommt wer weiss??