Was ist Soll und was Haben in der doppelten Buchführung (je simpler erklärt desto besser)?

5 Antworten

Soll ist die linke Seite eines Kontos, Haben die rechte. Da mit du die Anfänge, die Grundlagen der Buchführung verstehst,  musst du Bestandskonten und Erfolgskonten kennen. Erfolgskonten sind Aufwandskonten und Ertragskonten. Aufwendungen werden immer im Soll, Erträge immer im Haben gebucht. Bei aktiven Bestandskonten (Kasse, Bank usw.) stehen die Mehrungen im Soll, die Minderungen im Haben. Bei den passiven Bestandskonten ist es umgekehrt. Diese Grundlagen musst du kennen, sonst kommst du in dem Fach nie auf einen grünen Zweig. Viel Erfolg.

Ist an sich ganz einfach; Grundlage ist die Bilanz:

Soll sind Vermögenswerte - wie ist das Geld angelegt (Beispiel Bankkonto, Autos, etc.)

Haben sind die Vermögensquellen - wo ist das Geld hergekommen (Eigene Mittel, Darlehen, etc.)

Das wars eigentlich schon.

----------------------------------------------------

Damit die Bilanz nicht zu unübersichtlich wird - bspw. muss ja jede Geldabhebung vermerkt werden - werden für die einzelnen Bereiche Bankkonto oder Eigene Mittel Unterkonten angelegt und dort die Kontobewegungen vermerkt:

Bsp: Geldabhebung von der Bank

Verringert die Höhe des Bankkonto (deshalb Buchung im Haben = Verminderung)

Verringerung der eigenen Mittel - in Sicht auf das Unternehmen, nicht auf den eigenen Geldbeutel :-) (deshalb Buchung im Soll = ebenfalls Verminderung da dies ein Konto für Vermögensquellen ist).

Ich möchte es auch mit einer kurzen, prägnanten Erklärung versuchen. 

Soll und Haben sind der - erfolgreiche - Versuch, in der Buchhaltung ein mathematisches Konzept zur Veränderungen von Vermögen und Schulden ganz ähnlich dem Plus und Minus darzustellen. 

Tatsächlich könnte man auch mit dem gewohnterem Plus und Minus arbeiten, kommt dann aber doch recht bald ins Straucheln, da die Vorgänge in der Buchhaltung einen kleinen Schritt komplexer sind. 

Soll: Zunahme von Vermögen oder Abnahme von Schulden

Haben: Abnahme von Vermögen oder Zunahme von Schulden.

Oder (Schulbuchtext): Vermögen nehmen im Soll zu und im Haben ab.

Schulden nehmen im Haben zu und im Soll ab (ich verkürze gern mit: Schulden verhalten sich genau gegenteilig zu Vermögen).

Soweit so gut. Jetzt der nächste Schritt, womit wir uns von der gewohnten Addition und Substraktion der Mathematik entfernen:

Soll und Haben werden auch zur buchhalterischen Darstellung von Aufwand und Ertrag dargestellt. Aus unbeteiligter Betrachtung erscheint das wie eine Vermischung nicht zusammengehöriger Tatbestände (Bestandskonten und Ertragskonten sind zueinander wie Äpfel und Birnen) - aber die Buchhaltung funktioniert so, und sie funktioniert sehr gut so!

Vereinfacht dargestellt spült ein Ertrag Geld in die Kasse, Aufwand entzieht der Kasse das Geld wieder. 

Geld ist ein Vermögenswert. Vermögen nehmen im Soll zu und im Haben ab. 

Schlussfolgerung:

Bei einem Ertrag nimmt das Vermögen zu. Also muss das "Geldkonto" - die Kasse - ins Soll. Somit bleibt für den Ertrag nur noch die Habenseite übrig.

Umgekehrt der Aufwand. Ein Aufwand verringert das Vermögen oder erhöht die Schulden. Beides passiert im Haben. Also kommt bei einem Aufwand das "Geldkonto" ins Haben. Somit bleibt für das Aufwandskonto nur noch die Sollseite übrig.

Das heißt: Aufwendungen werden im SOLL gebucht und Erträge im HABEN.

Genau hier stolpern etliche Anfänger, wenn sie versuchen, sich mit Eselsbrücken wie Plus für Soll und Minus für Haben über die Runden zu retten. Ein Aufwand wird plötzlich zu Plus und ein Ertrag wird zu einem Minus???

Deswegen gar nicht erst mit der Plusminus-Krücke anfangen, sondern direkt in das abstraktere Soll/Haben hineinstürzen. Schon sehr bald ist es einem genau so geläufig wie Plus und Minus, Norden und Süden, Tag und Nacht. 

Hallo TheWiseLady,

im Grunde genommen gibt "Soll" die linke Seite und "Haben" die rechte Seite auf einem Konto an.

Der Leitsatz ist dann "Soll" an "Haben". Das dient zur Einordnung der Buchungen auf den verschiedenen Konten. Eine Ableitung zu PLUS oder MINUS kann hier nicht gemacht werden, da je nach Kontenart z.B. Aufwendungen im Soll oder Haben gebucht werden.

Die einfachste Erklärung ist also: Soll links - Haben rechts.

Bitte nicht mit Sollen und Haben verwechseln! 

Soll = Vermögen (Kassa, Bank, Gebäude…) als auch Forderungen gegenüber Kunden (aktive Bestandskonten) (linke Seite der Bilanz)

Haben = Verbindlichkeiten und Aufwände ( Materialverbrauch, Reinigungsmittel, Kredite..) (passive Bestandskonten) (rechte Seite der Bilanz)

wichtig ist, dass du die Buchhaltung immer aus der Sicht des Unternehmens siehst.

Merke: aktive Bestandskonten werden mehr im Soll und weniger im Haben. d.h nimmst du Geld aus der Kassa und legst es auf die Bank : 2800 Bank an 2700 Kassa

passive Bestandskonten werden mehr im Haben und weniger im Soll ( z.B 7320 PKW- und Kombi Betriebsaufwand an 2800 Bank) 

Ich hoffe ich konnte es halbwegs verständlich erklären :) lg

Was möchtest Du wissen?