Was ist Schroedingers Katze?

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5 Antworten

Ein ganz gemeines und eigentlich ziemlich dämliches Gedankenexperiment:

Eine Katze wird in einen Kasten gesperrt, dann wird ein tödliches Gas eingeleitet. Schrödinger meint nun, dass die Katze gleichzeitig tot und nicht tot ist, solange man den Kasten noch nicht geöffnet hat - weil man ja nicht weiß, wann sie tot ist. Die Katze hat also gleichzeitig 2 Zustände.

Hat die Katze aber in Wirklichkeit nicht. Nur, weil wir nicht wissen, ob die Katze schon tot ist, heißt das ja nicht, dass sie sich in zwei Zuständen gleichzeitig befindet. Ich habe bis heute noch keinen Schimmer, wie eine so an den Haaren herbeigezogene Theorie so erfolgreich werden konnte. 

Schrödingers Katze

Schrödingers Katze ist ein beliebtes Beispiel um ein Phänomen anschaulich darzustellen, das in der Quantenmechanik als ,,Überlagerung von Zuständen`` bekannt ist. Und zwar wird bei diesem Gedankenexperiment1 eine Katze in eine undurchsichtige Kiste gesteckt, zusammen mit einer Apparatur, die, gesteuert durch radioaktiven Zerfall, die Katze innerhalb von einer Stunde mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% tötet. Die Frage ist nun, in welchem Zustand sich die Katze nach einer gewissen Zeit befindet, wenn man nicht in die Kiste hineinschaut - analog zur Frage nach dem quantenmechanischen Zustand eines Systems, solange man keine Messung an ihm vornimmt. Als Antwort auf diese Frage wird gegeben, daß die Katze sowohl gleichzeitig lebendig als auch tot ist. Erst wenn man die Kiste öffnet, manifestiert sich der Zustand in einer 100% lebendigen oder 100% toten Katze.

Nun muß man kein Mediziner sein, um zu erkennen, daß es keine halbtoten Katzen gibt. Der Fehler, der hier gemacht wird ist derjenige, daß man ohne Überlegung die quantenmechanischen Gesetze auf ein makroskopisches Objekt anwendet. Natürlich ist die Katze irgendwann tot, egal ob man in die Kiste guckt oder nicht.

Dies liegt daran, daß ein makroskopisches Objekt, wie z.B. eine Katze, vielfach mit seiner Umwelt wechselwirkt, beispielsweise wird die Katze immer wieder von Luftmolekülen getroffen. All dies trägt zu einem Effekt bei, der in der Fachsprache ,,Zerstörung der Kohärenz`` genannt wird. Dies bedeutet nun, theoretisch wäre es möglich, eine Katze in einen überlagerten Zustand zu bringen, praktisch ist es undenkbar, da sie wirklich vollständig von der Umwelt abgeschnitten werden müßte - was sich jedoch noch vor Eintritt des überlagerten Zustandes im Erstickungstod der Katze äußern würde.

Im mikroskopischen Bereich von Atomen dagegen gibt es tatsächlich solche ,,Zwischenstadien`` von zwei Zuständen, die sich ,,eigentlich`` gegenseitig ausschließen. So können Atome mehrere verschiedene Anregungszustände quasi gleichzeitig besetzen, ja sie können sich sogar an zwei Orten gleichzeitig aufhalten - so lange niemand genau hinschaut. Leider sind auch dies wieder nur bildliche Darstellungen. Was da tatsächlich ,,passiert``, kann man sich meiner Meinung nach nicht veranschaulichen. Und dies ist wohl auch der Sinn von Schrödingers Katze: wissenschaftlich interessierten Laien vor Augen zu führen, wie paradox manche Situationen in der (damals neu entdeckten) Quantenmechanik erscheinen. Nur leider wird dieses Bild oft völlig falsch verstanden. Ich bin sicher, hätte Erwin Schrödinger gewußt, daß seine Katze mehr zum Unverständnis der Quantenmechanik beiträgt, als zu deren Verständnis, so hätte er diesen Vergleich niemals gemacht.

Es war einfach keine gute Idee, eine Katze mit Atomen gleichzusetzen...

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Eine Art Gleichnis.

Die Katze wird in eine Kiste gesteckt.

Solange du die Kiste nicht öffnest, weißt du nicht, ob das Tier tot oder lebendig ist. 

Solange wird davon ausgegangen, dass sie beides ist.

Soweit weiß ich das

Wenn du immer fleißig Big Bang Theory schaust findest du es irgentwann heraus.

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