Was ist nur mit der Katze los?!

Unsere Katze im Garten - (Katze, Bett, kratzen)

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Katze verteidigt ihr Revier - ist ja auch logisch, wenn da plötzlich jemanden übernachtet, der nicht zur Familiengemeinschaft gehört. Das Kratzen an der Matratze kann man nämlich tatsächlich als Reviermarkierung betrachten - Katzen markieren nicht nur mit Speichel, sondern auch durch das Kratzen. Mein Kater ist da nicht anders, er kratzt ohnehin sehr oft an seinen unzähligen Möbeln, aber wenn Besuch da ist, dann ist er da besonders fleißig, damit gleich jeder weiß, wer der Chef in der Wohnung ist. Demnach finde ich es auch nicht gut, dass die Katze ausgesperrt wird - möglicherweise fühlt sich die Katze dann zu Recht benachteiligt und ausgegrenzt. Ích würde die Katze drin lassen bzw. die Tür offen lassen, damit die Katze jederzeit gehen kann und sich nicht mit dem Besuch abgeben muss, aber sodass sie andererseits dennoch jederzeit nachschauen kann, ob der Fremde eh nichts anstellt.

Es geht leider einfach nicht, dass die Katze im Zimmer drin bleibt, denn sie geht mit ausgefahrenen Krallen los, und zerfetzt den Schlafsack und auch die Füße der Leute, was die natürlich auch nicht so gut finden. Gerne aussperren tu ich sie auch nicht. Aber deine Antwort war sehr hilfreich, danke!

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@Jennapfote

Ich würde die Katze trotzdem ins Zimmer lassen; aber das bedeutet halt viel Erziehungsarbeit. Da ist dann auch die Frage, wie gut dich deine Katze respektiert. Manchmal ist den Miezen ja nicht so ganz klar, wer hier der Chef ist. Mein Kater gehorcht mir sehr gut (Freunde witzeln, dass er irgendwann sicher noch vor mir salutiert), sein Herrchen nimmt er hingegen nicht wirklich ernst. Der Fehler war, dass er sich nicht um die Erziehung gekümmert hat - er hat dem Katzenerwerb nur unter der Bedingung zugestimmt, dass ich die Erziehung übernehme. Also bin anfangs immer ich gelaufen und hab den kleinen Kater gerügt - mit dem Ergebnis, dass er bei mir sehr brav ist und meinem Lebensgefährten auf der Nase herumtanzt. Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie viel sich deine Katze von dir sagen lässt, aber schwierig wird diese Aufgabe sowieso. Du musst schon damit rechnen, dass du ein paar schlaflose Nächte haben wirst, leicht wird es ganz sicher nicht und du brauchst viel Geduld. Aber wenn du ein gutes Ergebnis haben willst, dann bleibt dir wohl nichts Anderes übrig. Denn die Katze auszusperren ist für die Katze mit Sicherheit äußerst unbefriedigend und auf die Dauer ist eine rebellische Mieze auch nicht gerade wünschenswert. Wenn du also nachhaltig was ändern willst, dann musst du dich darauf einstellen, dass du jedesmal deine Katze daran hindern musst, wenn sie sich am Besuch vergeht. Jedesmal die Katze aufheben und dazu auch ein klares "Nein!". Dein Besuch kann da jedenfalls gar nichts machen, denn ich kenne keine einzige Katze, die sich was von einem Fremden sagen lässt. Wie gesagt, das wird dauern, bis die Katze kapiert, was da los ist bzw. was sie darf oder eben nicht darf. Außerdem würde ich dir dringend davon abraten, zu solchen Mitteln wie Wasserpistolen etc. zu greifen. In einigen Fällen hilft ein bisschen Wasser zwar ganz gut, um eine Katze zu erziehen, aber speziell in diesem Fall würde ich es lassen. Sonst besteht die große Gefahr, dass deine Katze noch mehr austickt: Jetzt ist sie ohnehin schon nervös, weil ein Fremder da ist - wenn sie dann noch wegen dem Fremden nass wird, mag sie den Besuch erst recht nicht. Ich würde dir raten, mit Leckerlis zu arbeiten, wie bei einem Hund eben auch. Ich mache das bei meinem Kater auch, und er weiß auch ganz genau, dass es mit Sicherheit keine Knabberstangen und Knusperkissen gibt, wenn er sich daneben benimmt. Nur sag ich ihm das immer auch - gehe ruhig mal davon aus, dass deine Katze jedes gesagte Wort von dir versteht (es ist nur nicht immer so sicher, ob sie auch verstehen will). Katzen sind ja nicht doof, sondern nur eigenwillig. Aber Erziehung ist immer möglich: Mein Kater kennt jede Menge "Befehle", er ist mittlerweile eine HuTze (HUnd-kaTZE). ;-) Meines Erachtens ist es auch ein Irrglaube, dass man Katzen nicht erziehen kann, es ist nur meistens wesentlich mehr Aufwand als bei einem Hund.

Und sonst: Den Besuch in ein anderes Zimmer sperren. Andere Möglichkeiten sehe ich da jetzt wirklich keine, wenn es auf Dauer irgendwie funktionieren soll.

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@Nepomuckline

Den Besuch in ein anderes Zimmer sperren <

Also, dein vorletzter Satz klingt ziemlich lustig, wenn ich ehrlich bin! :))

Aber deine Antwort hat mir viel gehofen, danke! Das nächste Mal, wenn ein Besuch bei uns übernachtet, werden wir es so machen.

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@Jennapfote

Naja, ich habe es vielleicht drastisch formuliert, aber es müsste klappen. Immerhin fühlt sich dann die Katze nicht übergangen. Wichtig wäre vielleicht auch noch, dass der Besuch die Katze regelrecht "hofiert". Ich stelle bei meinem Kater immer wieder fest, dass er sich Besuchern, die sich um ihn bemühen (aber ohne ihn zu drängen) viel liebenswerter verhält als gegenüber jenen, die ihn einfach ignorieren; das mag der stolze Nepomuk gar nicht; er hat im Mittelpunkt zu stehen und er hat zu entscheiden, wann er sich mit wem abgibt. Ich finde es auch immer lustig, wenn er Komplimente bekommt: Dann schreitet er richtig majestätisch durch die Wohnung. Wie gesagt, Katzen verstehen alles, wenn sie nur wollen. Also erkläre deiner Jenna ruhig auch, dass der Besuch eingesperrt wird - die Mieze wird's zu schätzen wissen. ;-)

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Ich denke, sie ist nicht an die Leute gewöhnt, die bei dir übernachten. Da sie diese nicht kennt, benimmt sie sich anscheinend so.

Ich fersuchs mal in 3 Worte zu fassen.

1 katze sagt mein REVIER.

1 Katze denkt MEIN Dosenöffner OK. gehört zu mir.

  1. Katze sagt Fremder weg gehört nicht hier hin.

Auch wenn es vielleicht schwerfällt, den Besuch in einem anderen Zimmer schlafen lassen. sonst könnte es sein, das du eines Tages arge Probleme mit deiner Katze bekommst.

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