Was ist Nihilismus?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der Wiki- Artikel ist aber gar nicht schlecht. Wenn du den nicht verstehst, könntest du dir behelfsweise den Film "Zur Sache, Schätzchen" (siehe Wiki) ansehen. Werner Enke mimt da überzeugend den Schmalspur-Nihilisten vor der 68er Revolution.

Der Nihilist glaubt nicht nur an nichts, er ist auch überzeugt, dass es nicht nötig ist, überhaupt etwas zu haben, an das man glauben könnte. Keine Unterscheidungskriterien für Gut und Böse, keine Moral, kein Ziel. Einfach nichts. Das ist auch mit minimalem intellektuellem Aufwand möglich.

Nicht zu verwechseln mit dem Anarchisten, der ist schon eher ein Idealist und hat einiges in der Birne.

Und der Unfug wird auch noch als beste Antwort ausgezeichnet. Ich bedauere in der Tat jeden Menschen, der von Dir unterrichtet wird.

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@miramanee

Wie willst du wissen, was Blacky hilfreich findet? Vielleicht hat er Humor!
Ich hätte statt dessen die Kurzfassung eines Lehrbuches hinschreiben können - aber ich unterrichte gar nicht...

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Ich weiß nicht ob er Humor hat, ich aber!!!

"Nicht zu verwechseln mit dem Anarchisten, der ist schon eher ein Idealist und hat einiges in der Birne." > xD Anarchist=Idealist xD

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@FlammiferAera

das Thema ist richtig interessant! Der Anarchist glaubt, dass durch die Abschaffung der "Gesetze" (im weitesten Sinne) ein idealer Zustand erreicht werden kann, der für alle eine Verbesserung darstellt. Wenn das kein Idealismus ist! Der Nihilist hingegen glaubt gar nichts.

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@cyberoma

Wieso gehst du von der Annahme aus, dass der Nihilist nicht viel in der Birne braucht um nichts zu glauben ?
Ist das nicht gerade eine herausforderung an überhaupt nichts zu glauben ? :)

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@dumbiduumbdum

Warum heißt es denn jetzt, dass Nihilisten an nichts glauben? Klingt, als wäre der Nihilist mit Artheisten und Agnostiker im regligösen Sinne zu vergleichen. Ich war immer der Meinung ein Nihilist ist jemand, der die Sinnlosigkeit in allen Dingen erkennt, rein nach dem Motto "es wird sich nichts ändern durch diese Tat, diesen Gedanken, mein Leben, mein Schaffen. Und wenn doch, wird die Welt und unsere Existens eh bald nicht mehr sein" - in etwa, oder irre ich mich?

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In Anknüpfung an die Bedeutung des lateinischen Wortes „nihil“ (nichts) kann als Ausgangspunkt unter Nihilismus eine Einstellung verstanden werden, die alles für nichtig erklärt. Nihilismus ist eine Weltanschauung, die grundsätzlich und weitreichend verneint. Ein Nihilist hat den Standpunkt eines absoluten Verneinens und hält es sogar für überflüssig und falsch, irgendetwas als wirklich und richtig zu bejahen.

Ein Zugang könnte auch Iwan Turgenjew mit seinem Roman „Väter und Söhne“ (1862) bieten. Ein Nihilist ist dort jemand, der alles ablehnt und nichts als richtig anerkannt. Er möchte sich keiner Autorität beugen und kein Prinzip akzeptieren (annehmen).

Nihilismus ist oft ein radikaler und starrer Zweifel. Er hat angeblich die Unhaltbarkeit einer sinnlos scheinenden Weltordnung eingesehen. Daher glaubt er an kein Ziel oder einen Sinn.

Eine einfache Antwort kann zu einem ersten Verständnis führen. Allerdings ermöglicht erst eine gründlichere Beschäftigung ein genaues Verständnis, was irgendwo mit dem Begriff „Nihilismus“ gemeint ist. Je nach Bezugspunkt des Verneinens können mehrere Arten unterschieden werden (die natürlich auch von jemand alle zusammen vertreten werden können):

  • ontologischer Nihilismus: Leugnung des Seins, dem das Nichts als letztgültige Wahrheit entgegengesetzt wird

  • erkenntnistheoretischer Nihilismus: Verneinung der Möglichkeit einer Erkenntnis der Wahrheit

  • ethischer Nihilismus: Verneinung und Ablehnung aller moralischen Grundsätze, Normen und Werte (gut und schlecht können nach nihilistischer Weltsicht objektiv nicht unterschieden werden), nichts ist verbindlich, weil eine abstrakte Freiheit das höchste Lebensprinzip darstellt

  • politischer Nihilismus: Verneinung jeder Gesellschaftsordnung

Vorübergehend, als Abkehr von einem bisherigen System, kann alles entwertet werden und das Bewußtsein aufkommen, alles sei umsonst. Ein absoluter Nihilismus ist aber darin nicht folgerichtig, sich selbst nicht auch zu verneinen. Er gerät in einen Widerspruch, eine Einsicht und eine Richtigkeit seines Standpunkts zu beanspruchen, dies aber gar nicht begründen zu können, wenn er seine eigene Überzeugung aufrechterhalten will.

Zitat: "Der Nihilist glaubt nicht nur an nichts, er ist auch überzeugt, dass es nicht nötig ist, überhaupt etwas zu haben, an das man glauben könnte. Keine Unterscheidungskriterien für Gut und Böse, keine Moral, kein Ziel. Einfach nichts. Das ist auch mit minimalem intellektuellem Aufwand möglich.

Nicht zu verwechseln mit dem Anarchisten, der ist schon eher ein Idealist und hat einiges in der Birne."

Also es stimmt, dass Nihilismus nicht zu verwechseln ist mit Anarchismus, dennoch hängen diese beiden Philosophien sehr eng zusammen. Es gibt Anarchisten, die später erkannt haben, dass ihre Weltanschauung eigentlich eher dem Nihilismus zuzuordnen ist und Nihilisten, die sich später zu Anarchisten weiterentwickelt haben.

Der Begriff Anarchismus ist eher politischer Natur, obwohl er definitionsgemäß die Politik und ihre Strukturen gänzlich ablehnt. Ein Anarchist hat sich mit den verschiedenen politischen Systemen zunächst auseinandergesetzt, um dann zu entscheiden, dass alle ihre Fehler haben und immer einen bestimmten Teil der Bevölkerung bevorteilen, den weitaus größten Teil aber benachteiligen und lehnen sämtliche politischen Systeme deshalb ab. Dieses Gedankengut ist aber gleichzeitig auch nihilistisch. Nihilisten gehen noch weiter, als nur über die Politik, sie lehnen sogar im Extremfall, wie schon erwähnt wurde das (physikalische, oder auch bewusste) "Dasein" ab und verneinen damit letzten Endes gar die Existenz an sich. Sie sind also sowohl als eine Weiterentwicklung, als auch die Ursache anarchistischer Denkweise anzusehen. Der Anarchismus ist ein Teil des Nihilismus. Ich denke, man muss intellektuell sehr weit fortgeschritten sein, um in seinen Anschauungen nihilistisch zu werden.

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