Was ist eine existentielle Grundsituation?

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Existentielle Schuld

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Oder

Menschliche Grundsituationen : Liebe, Freude, Sehnsucht nach Glück, Armut, Verlust, Gewalt und Tod. Diese menschlichen Grundsituationen ereignen sich allerdings unter aussergewöhnlichen Umständen; vorherrschend sind ungerechte soziale Verhältnisse, aggressives städtisches Leben, Brutalität in Familie und Gesellschaft, politische und juristische Willkür, Krieg; deutlich werden jedoch auch die Schönheit und Zärtlichkeit der Menschen, die Intensität von Landschaft und Natur.

Das sind die Voraussetzungen, die ein Mensch hat, auf die er aber keinen Einfluss nehmen kann/konnte. Darunter fallen dann eben Sachen, wie der Geburtsort/Land, die Zeit, in der man geboren wurde, der soziale Stand der Familie/des Umfelds, in dem man aufwächst, Religion, unter deren Einfluss man erzogen wird, etc... Eben Dinge, die die eigene Person von Geburt an beeinflussen, die aber von niemandem bewusst selbst für einen ausgewählt wurden. Hier noch ein anderer Link http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/04/was-ist-der-mensch/

Sprich die eigentliche Grundsituation lässt sich nicht ändern und beeinflussen. Und diese Faktoren prägen wiederum das Verhalten in Bezug auf Liebe, Kommunikation usw? Deshalb verhalten sich die Menschen in "existentiellen" Situationen so unterschiedlich? Hab ich das so jetzt richtig verstanden?

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Antworten auf solche Fragen bekommt man eher in der Praxis. Sprich doch mal mit einem Altenheim, dass Du gerne einige alte Leute besuchen wolltest um sich mit ihnen über Dein Thema zu unterhalten. Mach Dir einige Fragen zurecht und geh mit offenen Augen und Ohren durch das Heim. Du kannst ja auch mal die Pflegekräfte fragen, wie sie sich fühlen, wenn sie meinen, für manche Alten mehr Zeit zu benötigen als sie ihnen zuwenden können. Mir jedenfalls haben 3 Wochen regelmäßige Besuche im Altenheim gereicht, um eine Antwort auf Deine Frage zu empfinden.

Deine existentielle Grundsituation hat in der Philosophie und Psychologie noch eine andere Bezeichnung, die ziemlich genau die Situation beschreibt, in der man sich befindet. Gemeint sind die sogenannten Grenzituationen.

Sehr ausgiebig beschäftigt sich die Zen-Philosphie damit sowie auch Karl Jaspers. Er beschreibt sie " als Situationen unseres Daseins, über die wir nicht hinauskommen, d.h. an eine Grenze gekommen sind, die nicht zu verändern ist ". Die existentielle Grundsituation oder Grenzsituation ergibt sich nach Jaspers daraus, dass " jedes Individuum Antinomien, unaufhebbaren Widersprüchen, ausgeliefert ist ".

Jede Handlung, die gesetzt wird und jede Entscheidung, die getroffen wird, hat ihr Gegenteil. Dem Leben steht der Tod gegenüber, dem Leiden die Lust, die Freiheit ist unweigerlich mit der Abhängikeit verbunden und der Kommunikation steht die Einsamkeit gegenüber.

Gemäß der Auffassung von KARL JASPERS sind diese Widersprüche im Dasein die Auslöser für die existentiellen Probleme der Menschen. Oder wie Kitaro Nishida sagt: Every living being must die - Jedes Lebewesen muß sterben. Besonders Künstler, Maler, Bildhauer, Musikeer, Schristellere und Dichter sowie Architekten setzen sich in ihren sehr oft mit solchen Grenzsituationen auseinader.

Zu den wichtigen Grenzsituationen zählt K.Japsers die Fragwürdigkeit allen Daseins, die Geschichtlichkeit des Wirklichen, Tod, Leiden Kampf und Schuld.

Quelle: Karl Jaspers, Psychologie der Weltanschauung "

KORREKTUR

.....Musiker statt ....Musikeer

....Schriftsteller statt ....Schriftstellere

Entschuldigung !

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Über Monate angelogen, soll ich noch bei ihm bleiben?

Guten Morgen, liebe Community.

Nach mehrern Tagen Streit und Anspannungen haben sich mein Freund und ich endlich zusammengesetzt letzte Woche und über alles gesprochen was uns kränkt bzw. stört. Danach war alles wieder okay, dennoch habe ich gespürt, dass ihn irgendetwas gröberes beschäftigt, habe ihn natürlich darauf angesprochen und er meinte zu mir, dass er mir dieses knappe Jahr in dem wir zusammen waren/sind etwas verschwiegen hat. Ich hab natürlich mit dem Schlimmsten gerechnet.

Er hat mir monatelang seine wahre Herkunft verschwiegen und mir sehr viel vorgespielt oder auch nicht ich weiß es nicht genau. Versteht mich nicht falsch. Ich respektier jede Herkunft, jede Kultur und jedes Land. Nur ich mag es nicht angelogen zu werden. 11 Monate lang. ich bin seine Freundin. Normalerweise sollte ich jedes kleinste Detail von ihm wissen und meine Einstellung dazu kennt er auch. Ich bin sehr verletzt. Warum ich mich gerade so aufspiele? Er ist anders aufgewachsen als ich, ich hab andere Wurzeln und eine andere Religion als er. Monatelang dachte ich er hat dieselbe wie ich, nur jetzt stellt sich heraus dass er mir das Thema so lange verschwiegen hat, weil er meine ich hätte ihn sonst nie zum Freund genommen. H Ich wollte immer einen Freund haben,der die selbe Religion hat wie ich und die selbe Kultur lebt, da es auch anders ist und leichter wenn man mal Kinder aufziehen will etc. Die Religion sagt nichts über einen Mensch aus - logisch - dennoch hat man seine Wünsche und Vorlieben beim Partner und das werden hoffentlich vieie nachvollziehen können.

Ich weiß echt nicht was ich tun soll. Ich fühl mich sehr hintergangen. Natürlich ändert dies jetzt nichts an der Person, die er ist. Ich liebe ihn nachwievor. Aber monatelang angelogen zu werden und irgendwann mit der Wahrheit rauszukommen ist echt nicht leicht zu verkraften vorallem weil ich ein Mensch bin der immer sehr sehr ehrlich war zu ihm.

Was würdet ihr mir raten? Ich hab Angst nochmal angelogen zu werden, aber ich liebe ihn echt sehr. Religion hin oder her. Mensch ist Mensch. Dennoch weiß ich nicht ob ich damit leben kann oder ob meine Eltern dies so "verkraften". Ich hab ihn natürlich gefragt warum er es nicht gleich gesagt hat bzw. nicht etwas früher. Er meinte, er merkt jetzt dass es was wirklich Ernstes ist und ich diejenige bin die er heiraten möchte und länger verschweigen wer er wirklich ist hätte er nicht mehr geschafft... Vorallem er hat den Wunsch seine Glaubensbekenntnis zu ändern. (Kurze Erklärung. Seine Mama hat die selbe Glaubensbekenntnis wie ich, sein Papa eine Andere und mein Freund ist momentan ohne Bekenntnis. Fühl sich aber der Religion seiner Mutter sehr nahe - evtl. habe ich auch deswegen nichts gemerkt)

Ich hoffe , dass er sie für sich ändern will und nicht für mich. Hoffe es gibt hier einige unter euch die mich verstehen oder die ähnliche Situation hatten und mir einen lieb gemeinten Rat geben könnten. Danke!

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