Was ist der Unterschied zwischen Selbstbewusstsein und Arroganz?

14 Antworten

Ich sehe es so:

arrogant = Ich erhebe mich über einen anderen Menschen, wegen seiner Hautfarbe, Nationalität, Religion, Geschlecht... oder sonstigen Eigenschaften, für die er nichts kann... Niemand sucht sich aus, wo er geboren wird, mit welchem Geschlecht er zur Welt kommt, welche Hautfarbe man hat... man wird auch als Kind gleich getauft und gehört dann zu einer Religion, die man sich gar nicht ausgesucht hat... Das sind Dinge, für die kann kein Mensch etwas...  Wenn sich also jetzt ein Weißer neben einen Schwarzen stellt und sagt, dass der Schwarze alles machen muss, während der Weiße nichts machen muss, dann ist das gigantisches Unrecht/ kriminell und arrogant... Ein arroganter Mensch hat häufig Minderwertigkeitskomplexe... fühlt sich unsicher und ängstlich.

Selbstbewusstsein = Ein Mensch weiß genau, was er kann und was er nicht kann. Er kennt seine Fähigkeiten und kann zu seinen Vorzügen stehen. Er lässt sich nicht um sein Recht betrügen, sondern wehrt sich gegen Ungerechtigkeit... Er setzt sich für eine bessere Welt, im Sinne des Gemeinwohl, ein... Er spricht es klar aus, wenn eine andere Person etwas besser kann als er... oder in einem Gebiet schlechter ist... Ob er wirklich Recht hat, kann man feststellen/ überprüfen... in Form eines Wettstreits... er weiß, dass jedes Leben gleich wertvoll ist... verhält sich anderen Menschen gegenüber freundlich, solange diese auch freundlich sind... wird er angegriffen, dann wehrt er sich... (Es ist kein Angriff, wenn man einer Person die Wahrheit ins Gesicht sagt... Es besteht auch ein Unterschied ob man sagt: "Du fette, hässliche, dumme Sau" oder ob man sagt: "Du hast Übergewicht. Du hast Hautunreinheiten. Du kennst dich in diesem Bereich wohl noch nicht so gut aus?") Es ist aber Unrecht, wenn Person A alles machen soll, während Person B nichts machen soll. Die Waage stimmt nicht. Wer würde sich da nicht wehren wollen?

Selbstbewußtsein ist das Gefühl für den eigenen Wert. Wenn das Selbstwertgefühl übermäßig, das heißt größer als durch die Fähigkeiten und Leistungen gerechtfertigt ist, kann jemand als "eingebildet" bezeichnet werden.

Arroganz betrifft den Umgang mit anderen Menschen. Wer arrogant ist, betrachtet andere aus Hochmut als geringwertig und behandelt sie überheblich. Das Verhalten billigt ihnen nicht eine grundsätzliche Gleichberechtigung zu und verweigert ihnen eine Umgangsweise, auf die sie nach Maßstäben des Respekts, des Anstands und der Höflichkeit Anspruch haben.

Manche arrogante Menschen überdecken dabei ein in Wirlichkeit geringes Selbstbewußtsein.

Man kann selbstbewusst sein und freundlich, sich nicht für was besseres halten, als andere. Man stellt sich selber nicht höher, sondern ist sich nur bewusst, dass man was weiß, dass man was kann. Dabei ist man kein Besserwisser, sondern steht auf der gleichen Stufe, wie alle anderen Menschen auch und ist sich bewusst, dass die auch was können, nur vielleicht in anderen Bereichen.

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Es gibt keinen.

Sobald ich behaupte, etwas zu können oder erreicht zu haben, gehe ich davon aus bzw. impliziere, dass mein Gegenüber das nicht kann oder erreicht hat und daher stolz auf mich ist oder zu mir aufschaut.

Würde das "Auf-mich-selbst-stolz-sein" ausreichen, bräuchte ich meinen Erfolg oder mein Können nicht nach außen tragen, doch der Mensch sucht immer nach Bestätigung. Daher wirst du immer wieder mal jemandem erzählen, was du kannst oder erreicht hast.

Es kommt eher darauf an, wie es wahrgenommen wird. Einige sehen dein Verhalten als arrogant, wohingegen es andere als beneidenswert betrachten. Du musst dich nur entscheiden, welchem Kreis du gefallen willst.

Ich persönlich würde mich als eine selbstbewusste Person bezeichnen. Ich kenne meine Schwächen und meine Stärken.

Jede schlechte Erfahrung versuche ich für mich zu nutzen, zu reflektieren und zu schauen, was ich in meinem Verhalten noch dazu lernen kann. Auch für jede Erkenntnis einer neuen Schwäche bin ich sehr dankbar, da ich nur so wachsen kann. Manchmal unterschätze ich auch meine Stärken oder Talente.

Ich bin sehr extrovertiert und neugierig auf mein Gegenüber, rede gerne und frage viel. Das ist eine ungewollte, instinktive Charaktereigenschaft.

Jeder Person die ich begegne versuche ich mit einem Maß an Respekt und Höflichkeit entgegen zu treten und den Menschen so zu nehmen wie er ist. Denn niemand ist unfehlbar.

Jedoch gibt es auch Menschen, über die ich abwertend spreche und die ich niemals an mich lassen würde. Dieses sehe ich definitiv nicht als einen arroganten Zug von mir, sondern als Selbstschutz aus früheren Erfahrungen.

Meist sind es in meinem Falle ( ich bin eine Frau) die Männer, die auf meine extrovertierte, offene, humorvolle und selbstbewusste Art nicht zurechtkommen. Neulich hörte ich auch von einem meiner verrückten Dates :" Du bist arrogant!"

Was ich nun wirklich nicht ernst nehmen muss, da er nicht damit zurecht kam, dass ich in kleinen Wissenswetten immer gewann und seine versuchten Fangfragen, in denen er mich versuchte bloß zu stellen gut konterte und somit sein Unwissen aufdeckte, was ihm natürlich nicht passte. Da vielen auch noch Sachen wie :" Du bist männlich..."

In der ganzen Zeit suchte er nur nach Fehlern bei mir. Ich jedoch sah welche bei ihm, sprach sie aber aus Höflichkeit nicht an. Das Ende der Geschichte. Er sagte: " Du bist arrogant, großkotzig,viel zu hart und versuchst dich immer besser darzustellen."

Ich nimm das ganze natürlich nicht ernst, da mir klar ist, das er mit extremer Unsicherheit zu kämpfen hat und gerade durch selbstbewusste Frauen verunsichert und somit aggressiv wird.

Deswegen lege ich das so aus...

Arroganz: Der Versuch seine Unsicherheit durch Provokation und somit Fehlersuche bei anderen Personen/Gegenübers um so mit den anderen zu verunsichern und damit von seinen Fehlern abzulenken. Meißt haben diese sogenannten" arroganten" Menschen eine oder zwei Sachen, auf die sie sich immer wieder beziehen und versuchen sich dadurch zu profitieren. Es zeigt ihre eigene Schwächen, die sie aber nicht bereit sind zu akzeptieren oder daraus zu lernen, sondern lieber den Ausgleich an anderen Schwächen suchen.

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