was ist bei euch in deutschland der unterschied zwischen hauptschule und realschule?

3 Antworten

Die in der Realschule sind halt jaaa.... öhm... besser in der Schule als die in der Hauptschule oder Gesamtschule

muss man für die realschule eine aufnahmeprüfung machen und bei der hauptschule nicht?

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Ich nehme mal an, du bist Österreicher (ich bin auch ein Ösi :D). Nach der Grundschule (Bei uns Volkschule) kann man in DE entweder in die Hauptschule, Realschule oder Gymnasium gehen. Die Hauptschule ist nicht wie bei uns die "normale" Schule sondern eher die Schule für die "dümmeren" (nicht böse nehmen) Schüler. Die Realschule ist in etwa so wie unsere Hauptschule (wo also auch die Schüler mit normalen Leistungen hingehen). Das Gymnasium ist so wie bei uns die unnötige Alternative für die Schüler, wo die Eltern denken, dass ihre Schüler was besseres sind. Tja, in DE wollen die meisten Eltern dass ihre Kinder auf ne RS oder auf ein Gym gehen, weil es bei den Hauptschülern (in DE) ja einige Vorurteile gibt, z.B. sind sie angeblich später kriminell, sind nicht fähig für nen gscheiten Beruf, usw.... Das Schulsystem in DE ist imo sowieso nicht recht gut. In AT ist es schon besser (obwohl, wenn man sich die NMS mal ansieht.....naja). Falls du Schweizer bist...naja les dir mal den den Wikipedia Artikel zum ATischen und DEischen Bildungssystem durch.

Meine Antwort ist zwar etwas verspätet, aber hoffentlich nützt sie dir noch etwas.

Pfiat di!

Die Hauptschule

ist ursprünglich für den Großteil aller Schülerinnen und Schüler etabliert worden. Sie vermittelt ihren Schülerinnen und Schülern eine grundlegende allgemeine Bildung und bereitet auf die Berufswelt vor.

Offene Unterrichtsmethoden und praxisbezogene Projektarbeit werden deshalb bevorzugt. Der Abschluss macht den Weg frei für eine Ausbildung im Handwerk, im Gewerbe oder in der Technik; er erfolgt je nach Bundesland am Ende der Klasse neun oder zehn.

Die Hauptschule nimmt auch Realschüler und Gymnasiasten auf, die nicht versetzt wurden und ihre bisherige Schule verlassen müssen, weil sie die Möglichkeit des Wiederholens bereits ausgeschöpft haben. Wer eine Hauptschule besucht, ist eher handwerklich begabt und hat einen Notendurchschnitt, der unterhalb von "befriedigend" liegt.

An der Hauptschule können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden: der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 (berechtigt zum Besuch der Klasse 10), der Sekundarabschluss I (Hauptschulabschluss nach Klasse 10) nach erfolgreichem Besuch einer 10. Klasse mit den Schwerpunkten Naturwissenschaften und Arbeitslehre, der Erweiterte Sekundarabschluss I nach erfolgreichem Abschluss der Klasse 10 mit den Schwerpunkten Deutsch, Englisch, Mathematik (berechtigt zum Besuch der gymnasialen Oberstufe - Gymnasium, Gesamtschule -, wenn in allen Fächern mindestens befriedigende Leistungen vorliegen).

Zum realen Profil dieser Schule:

  • Die Klassenlehrer vertreten nicht nur zwei Fächer, sondern unterrichten die Hälfte der Wochenstunden (oder mehr) in ihrer Lerngruppe. Sie werden so für viele Kinder und Jugendliche zur festen Bezugsperson, die sie über Jahre begleitet und auch ein offenes Ohr oder einen Rat für die Alltagsprobleme in der Pubertät hat.
  • Die Fächerzusammenstellung in der Hauptschule wird vielen Kindern besser gerecht. Fächer wie "Technik", "Wirtschaftslehre", "Hauswirtschaft" finden sich an jeder Hauptschule als Pflichtfächer, und dafür sind die Schulen entsprechend ausgestattet. In den Klassen fünf und sechs gibt es Förderunterricht für Kinder mit Defiziten in den Grundfertigkeiten. Ab Klasse sieben findet in mehreren Fächern in Form von "Grundkursen" und "Erweiterungskursen" eine Differenzierung nach Leistungsfähigkeit statt, um möglichst viele Schülerinnen und Schüler gemäß ihren Begabungen und Fertigkeiten zu fördern.
  • Zwecks Berufsorientierung werden Schule und Arbeitsleben frühzeitig miteinander verzahnt. Dazu gehören die oben genannten Fächer, aber auch die (in der Regel) zwei begleiteten Praxisphasen (Betriebspraktikum), die Kooperation der Schule mit Betrieben, mit der Berufsberatung und der Arbeitsverwaltung.
  • Auf der Basis der Leistungsdifferenzierung ab Klasse sieben erreicht etwa ein Drittel der Schülerinnen und Schüler an Hauptschulen den "Mittleren Bildungsabschluss", der dem Realschul-Abschluss entspricht.

Die Realschule

vermittelt ihren Schülerinnen und Schülern eine erweiterte allgemeine Bildung, die sie befähigt, ihren Bildungsweg in berufs- und studienqualifizierenden Bildungsgängen fortzusetzen. Besucht wird sie von eher praktisch begabten Schülerinnen und Schülern.

Die hier stärker ausgeprägte Führung und Anleitung durch die Lehrkräfte spiegelt sich im methodischen Verfahren des Frontalunterrichts wider.

Ab der siebten Klasse kann eine zweite Fremdsprache gewählt werden. Wird das Leistungsniveau der Realschule nicht erreicht, erfolgt der Wechsel zur Hauptschule.

Realschulen werden vor allem von "praktisch-technisch" orientierten Kindern besucht. Auch die Realschule bietet die eben genannten drei Abschlüsse der Sekundarstufe I an, vorrangig führt sie - bei erfolgreichem Abschluss der Klasse 10 - zum Sekundarabschluss I, bei gutem Zensurendurchschnitt zum Erweiterten Sekundarabschluss I.

Zum realen Profil dieser Schule:

  • Im Gegensatz zur Hauptschule wird in der Realschule Französisch als zweite Fremdsprache angeboten, aber zunächst einmal nur "auf Probe". Wer mit der Sprache zurechtkommt, wählt sie danach als reguläres Fach. Wer aufgrund seiner Begabungsstruktur Probleme mit der zweiten Fremdsprache bekommt, kann - im Unterschied zum Gymnasium - ein anderes Fach als individuellen Schwerpunkt wählen.

  • Insbesondere naturwissenschaftlich begabten Schülerinnen und Schülern bietet die Realschule einen attraktiven Start in den weiterführenden Bildungssektor an.

  • Denn mit dem Erwerb des Erweiterten Sekundar-I-Abschlusses und dem breiten Bildungsangebot danach ist der Weg frei zu einem Studium oder zu einer anderen, vergleichbar hochwertigen Ausbildung.

  • Charakteristisch ist eine intensivere, konkretere Anleitung durch die Lehrkräfte und die Darbietung des Lernstoffes in kleineren "Portionen". Methodisch wie inhaltlich wird der Schüler deutlicher als etwa im Gymnasium "an die Hand genommen".

  • Die Ausbildung an der Realschule ist in besonderem Maße an den "Realien", an den praktischen Anforderungen einer Lehre oder einer Fachoberschule orientiert. Am Beispiel Mathematik: Abstrakt-theoretische Ableitungen und Beweise sind in dieser Schule seltener zu erwarten als praktisch-anwendungsorientierte mathematische Verfahren.

(http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Schule/s_1169.html#hauptschule)

aha, herzlichen dank :-) thumb up!!!

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