Was hat der babylonische Exil mit Gott zutun?

9 Antworten

Hallo leylagirly,

die Situation: Die Oberschicht der Juden (die zu dieser Zeit z.Tl. noch mit Steinmessern die Beschneidung durchführten), befindet sich in der sog. Babylonischen Gefangenschaft. Das neubabylonische Reich hatte eine hohe Kultur (chemische Farben, Ziegelglasur, Lösung von Gleichungen mit drei Unbekannten, viele Götter, Zahlenwerte bis 2 Billionen, hohe Bau- und Waffentechnik, auch Mythen über die Entstehung der Welt, Kalender, umfangreiches Schrifttum, Berechnung von Mond- und Sonnenfinsternissen).

Die Fragen der Juden bei diesem Kulturschock an ihre Priester waren dann etwa: Wenn wir uns da schon in einer so hohen Kultur bewegen: Ist die Sonne ein Gott, gibt es mehrere Götter, müssen wir Angst vor Mond-, Fluss-, Berg-, Naturgöttern haben, dürfen wir hier Forschung betreiben. bestimmen die Sterne unser Schicksal, welche Stellung haben Mann und Frau und schließlich – sehr wichtig – haben wir einen Anspruch auf einen freien Tag pro Woche?

Das ist dann der Anlass, gezielt über Religion nachzudenken. Ergebnis war dann z.B. die Priesterschrift des ersten Schöpfungstextes (Gen.1). Mann könnte also sagen, dass sich zu dieser Zeit erst die jüdische Religion vollständig ausbildete. Gleichzeitig war das die Abgrenzung zu anderen Völkern und die Möglichkeit der Identitätsfindung für die Juden. Das sicherte dann den Zusammenhalt und das Weiterbestehen der Gemeinschaft.

Es gibt auch andere Texte wie die Bibel, in der schon Abraham ein monotheistischen Glauben zugesprochen wird. Und er ist der Vorvater aller Juden.

Was steht denn in dem Text, was vor dem babylonischen Exil bei den Juden galt? Laut der Bibel war es immer ein Wechsel. Mal ist es der goldene Kalb, Baalskult, JHWH usw.. Da haben aber nie alle mitgemacht, manche blieben beim Gott JHWH. Hier darf man nicht allgemein sprechen. Zudem ist vieles in der Zeit möglich gewesem.

Neben dem Auszug aus Ägypten ist das babylonische Exil ein zentrales Ereignis im alten Testament, das die Geschichte Gottes mit seinem auserwählten Volk Israel ("Israel" = "Gott streitet für uns") erzählt.

In beiden Fällen (Ägypten und Babylonien) hat Gott zugelassen, dass sein Volk in Gefangenschaft gerät, hat es in der Gefangenschaft zusammengehalten (es ist also nicht in den anderen Völkern aufgegangen, sondern hat seine Identität bewahrt), und er hat es wieder aus der Gefangenschaft herausgeführt und in das verheißene Land zurückkehren lassen.

Die Zerstreuung der Juden nach der Zerstörung des Tempels durch die Römer im Jahre 70 n. Chr. und ihre Zusammenführung nach dem Holocaust in heutigen Staat Israel kann man durchaus auch in dieser Perspektive sehen: Gott führt sein auserwähltes Volk Israel weiterhin durch die Zeit, auch heute noch.

Die Erkenntnis der Juden über Gott ist viel älter als das babylonische Exil. Sie begann schon in Ägypten.

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Nach jenen Methoden und Kriterien wird daher z.B. die Frage nach Gott bzw. Gott als absolut existentes Phänomen nicht verfolgt, sondern eher als Kulturprodukt bzw. Ergebnis kollektiv-geteilter Sinneszusammenhänge analysiert und gemessen.

Ist diese Art von Wissenschaft ohne der Grundlage - Koran und ggfalls Sunnah -aus islamischer Sichtweise keine Irrlehre bzw. Pseudowissenschaft?

Die Juden wollten dem Koran ja auch nicht befolgen.

Natürlich scheinen Naturwissenschaften wie Kosmologie, Neurologie oder Humanbiologie Hervorsagen (Prognosen) anstellen zu können, jedoch haben Schwarzmagier und Zauberer jenes auch. Sagt Allah nicht, dass sie sich nur selbst betrügen?

  1. Sind nicht-islamische Wissenschaften und deren Methoden haram?
  2. Tragen aus islamischer Perspektive diese nicht-islamische Wissenschaften für das Übel auf der Welt bei?
  3. Was für Spagate können Muslime machen, um wissenschaftlich, d.h. ihre Erkenntnis ohne dem edlen Koran gewinnen zu können?
  4. Darf man aus islamischer Sichtweise, um Welten zu rekonstruieren, nicht-islamische Schriften und Lehren annehmen und befolgen, die nicht nur dem islamischen Wahrheitsanspruch widersprechen, sondern so "philosophisch" beschaffen sind, dass sie sagen, es gäbe keine absoluten Wahrheiten?

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Eigentlich ist in den monotheistischen Religionen wenig von übernatürlichen Wesen die Rede. Jedenfalls ist es nicht sehr in den Glaubensgrundsätzen verankert. Ist es korrekt das der ursprüngliche Engel-Teufel Glaube im Judentum (ich nenne das Judentum, da es die erste monotheistische Religion war) durch Kontakt mit dem chaldäisch-iranischem Glauben während der babylonischen Gefangenschaft im 6.JHvChr. entstanden ist?

Kann mich jemand auf ein paar Links oder Informationen (außer Wikipedia selbst) verweisen, wo ich mehr darüber erfahre?

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Hey,

Ich habe vor einer Weile einen Film gesehen, kenne den Namen aber nicht mehr...

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Später merkt man, dass sie Kinobesitzeringeworden ist (mit einer neuen Identität). Dann gibt es noch eine Truppe Juden aus der USA, die so viele Nazis killen wollen, wie möglich.

Wisst ihr vielleicht, wie der Film heißt?

lg

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