Was haltet ihr von Boxen als selbstverteidigung?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Boxen ist effektiv, denn das Training fördert viele Eigenschaften, die dir in der Selbstverteidigung hilfreich sein können. Außerdem ist es relativ schnell erlernbar und recht früh anwendbar.

Du lernst harte Schläge, denn Angriff ist noch immer die beste Selbstverteidigung. Du lernst flexible und schnelle Schrittarbeit, ein gutes Deckungs- und Meidverhalten. Du lernst etwas wegzustecken.

Aber was am Wichtigsten: Das Boxtraining stärkt deinen Kampfgeist. Du lernst zu "beißen", durchzuhalten und trozdem ruhig und überlegt zu handeln. Das ist etwas, was das normale Boxtraining sehr vielen Kampfkunsttrainings voraus hat, wo oft lieber "technikverliebt" trainiert wird, die Schüler aber aufgrund mangelnder Erfahrung in der Anwendung der Techniken in sressenden Situationen (z.B. im Ring oder im Drill), keiner Fliege was zuleide tun können.

Was Boxen nicht bietet ist das Behandeln der Vorkampfphase (Wie sollte ich mich da verhalten), Situationstraining (verschiedene Orte, Disko,  Bar, Bahnhof...). Boxen ist ein Sport mit Regeln. Du weißt, ob und wann es losgeht. Du weißt, dass du gegen einen (nicht mehrere) Gegner deiner Gewichtsklasse ( keine schwereren Jungs)  kämpfen wirst. Du weißt, dass der Andere unbewaffnet ist (zieht kein Messer oder nutzt Mobiliar zum schlagen). Du wirst nicht vorher eingeschüchtert. Der Gegner darf nicht auf den Rücken hauen oder gegen das Schienbein treten (Entsprechende Deckungslücken werden antrainiert). Es gibt keinen Bodenkampf.

Es gibt keine Hebel oder sanfte Mittel, die gegen Schwächere oder evtl. gegen Betrunkene anwendbar sind, denn die Verhältnismäßigkeit ist bei einem Angriff zu wahren.

Boxen ist gut, solide und im Ring oft erprobt. Boxen ist nichts für tumbe Schläger, die kein hartes, diszipliniertes Training durchhalten. Es gibt wirkungsvolle Techniken und ist kein sinnloses Draufhauen.

In einer SV-Situation, denke ich, kann ein Boxer sich ganz gut wehren und wird sich nicht an die Regeln im Ring halten. MMA beinhaltet vielfältigeres, aber oft ist es besser, eine Sache gut zu Können, als Viele Sachen nur halbherzig. Gutes Krav Maga kann eine Alternative sein, aber da gibt es leider, ebenso wie beim Wing Tsun, viele schwarze Schafe. 

Schau Dir das  Boxtraining an, und wenn es Dir gefällt, fang an. 

Ich finde es gar nicht mal so schlecht, weil es sehr intuitiv ist und sich relativ schnell erlernen lässt. Du lernst natürlich nicht, zu treten oder zu werfen.

Da harte Boxschläge zu starken Verletzungen führen können, solltest du es angemessen verwenden und nicht bei jeder Rauferei anderer, nur um mitzumischen. Versuche am besten, Raufereien aus dem Weg zu gehen. Da hat am Ende niemand etwas von.

Um dich selbst zu verteidigen würde ich dir ne Kampfsportart empfehlen, in der man das abwehren genau lernt. Klar beim Boxen lernt man wie man schlägt, aber mehr halt nicht. (Glaube ich zumindest, kenn mich nicht so mit boxen aus). Ich hab 7 Jahre lang Taekwondo gemacht und ich hab mich schon wehren können. Da lernst du halt wie du dich vor Schläge schützt, aber auch wie du dich beim z.B. würgen befreist usw. Wenn es da nen Verein in deiner Nähe gibt, geh da mal zum Probetraining und schaus dir an. Hat mir immer ziemlich viel Spaß gemacht, aber kann es leider wegen einem Schulunfall nicht mehr machen

Was möchtest Du wissen?