Was haben Menschen davon wenn sie andere verhöhnen?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Davon haben sie nichts, aber sie zeigen den anderen auf anschauliche Art und Weise, dass in ihrem eigenen Leben etwas gewaltig schief läuft. Wer auch immer jemanden anderen herunterziehen möchte, der ist bereits weit unten.

...Mit Blick von außen auf die Person. Subjektiv fühlt sich die Person dadurch besser (sonst würde sie nicht so handeln).

Man könnte auch sagen, man vermittelt der Person von außen nicht gut genug das Gefühl, dass sein Verhalten unnötig ist.

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Es ist gut für das Ego. Um sich positiv von anderen zu unterscheiden, kann man sich selbst gut darstellen oder andere schlecht. Beides wird gesellschaftlich nicht gerne gesehen.

Der Idealweg für die Gesellschaft lautet, sich durch Leistungen von anderen abzuheben, also sich Anerkennung zu verdienen.

Die, die das nicht können oder die ersten beiden Möglichkeiten für einfacher erachten, nutzen natürlich diese.

.....ist aber gut fürs Vorankommen in der beruflichen und arbeitsmäßigen Konkurrenz. Manche übertragen halt diese "nützliche" Weise des Vorankommens auch auf ihr Verhalten im Privatleben und machen sich da unbeliebt ("wird gesellschaftlich nicht gerne gesehen"). Allerdings frage ich mich schon, ob dieses "gesellschaftlich nicht gerne gesehen" denn tatsächlich stimmt, denn es gibt viele Leute, die sich nicht nur so verhalten, sondern auch bei anderen goutieren mit dem psychologischen Begriff "looser" bzw. lachen darüber und so kräftig zu dieser Diffamierung beitragen.

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@Snanifo

Begriffe wie "Loser" hört man nur bei Kindern. Bei Erwachsenen gibt es das nicht mehr.

Jeder fängt irgendwann mal an sein Ding zu drehen. Erfolgreiche werden sich zu anderen Erfolgreichen orientieren. Es gibt zwar zwischen Erfolgreichen auch weniger Erfolgreiche, aber niemand würde von einem Loser sprechen.

Und warum sollte ein nicht erfolgreicher Mensch einen anderen nicht erfolgreichen Mensch Loser nennen? Passiert wohl, aber nur, weil die Leute sich einreden wollen, keine Loser zu sein. (Womit wir wieder bei der Frage sind)


Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, wie ich deinen Kommentar verstehen soll. Ist es eine weitere Frage, eine Ergänzung oder willst du etwas loswerden, das dich aufregt?

Letztenends müssen wir die Welt nehmen wie sie ist und das beste daraus machen. Es hilft nichts, sich über "die anderen" auf einer Plattform wie dieser zu beschweren und die Begründung, warum jene so handeln wie sie handeln habe ich genannt.

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@Suboptimierer

Mit rumspekulieren über meine Argumente, wenn du sie nicht verstanden hast, kommst du in der Regel nicht weiter. Eine einfache Frage hätte es auch getan. Und nicht nur am Ende, um sie dann wieder spekulativ zu beantworten.

Mir ging es darum,  das "gesellschaftlich gesehen" in Gegensatz zu stellen, wie die gesellschaftliche Wirklichkeit aussieht. Da bist du nämlich in dieser Konkurrenz, in der jedes Mittel dazu taugt und notwendig ist, weiterzukommen. Da ist sogar Diffamierung der anderen und leichtes oder starkes Übertreiben der eigenen "Vorteile" nicht nur nahe liegend, sondern sogar zielführend. Ob du das gut findest oder durch deinen "Realismus" als gegeben hinnimmst oder  auch noch sehr zufrieden mit diesem Realismus bist, war nicht mein Problem. 

Manche Leute nehmen diese gesellschaftliche Realität mit in ihren privaten Bereich und verhalten sich genauso oder so ähnlich, ohne dass es zwangsläufig zu Vorteilen führt wie im Geschäftsbereich. Manchmal ist es völlig gleichgültig, wie man dasteht, manchmal kontraproduktiv, manchmal hat es Erfolg, aber im Unterschied zum geschäftl. Bereich steht niemand gegenüber, der dir Vorteile für deine Karriere und den Verdienstmöglichkeiten zu verschaffen in der Lage ist.

Übrigens ist "looser" ein Begriff, der nicht etwas bezeichnet, was man verloren hat, ein Spiel, eine Arbeitstelle, eine Auseinandersetzung welcher Art auch immer, und überlegt sich im Einzelfall die Gründe. Sondern dieser Begriff dichtet dieses Verlieren der Psyche eines Menschen an. Und das halte ich nicht nur für diffamierend, sondern ganz einfach für falsch bzw. verkerht nicht im moralischen sondern im logischen Sinne. Man macht dabei einen Themenwechsel von Beurteilung eines Verlustes auf die Psyche eines Menschen. Und diesen Wechsel sollte man schon begründen und nicht als selbstverständlich voraussetzen.

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@Snanifo

Sondern dieser Begriff dichtet dieses Verlieren der Psyche eines Menschen an.

"Wir sind was wir denken." - Buddha

Verlieren wir, weil wir uns als Verlierer fühlen oder fühlen wir uns als Verlierer, weil wir verlieren?

Dass es einen Zusammenhang gibt, liegt jedenfalls nahe.


Jemanden als "Loser" zu bezeichnen soll ihm keinen Spiegel vorhalten, sondern ihn herabwürdigen mit dem Motiv, sich selbst aufzuwerten.

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@Suboptimierer

Zu "wir sind was wir denken":   Niemand unternimmt etwas unter der Erwartung, dass man es nicht schafft, zumindest nicht bewusst. Natürlich gibt es Leute, die sich viel zutrauen und welche, die sich wenig zutrauen. Aber, der sich wenig zutraut, unternimmt auch viele Dinge nicht. Auch dieser Wenig-Zutrauer geht davon aus, dass, wenn er etwas unternimmt, er es auch erreicht.

Als "looser" werden bei uns ja auch viele Leute bezeichnet, die es im Erwerbsleben nicht weit gebracht haben. Und hier ist die crux, dass du irgendetwas unternimmst, du suchst eine Ausbildung, einen Studienplatz, eine Arbeit und stehst sofort in Konkurrenz zu anderen. Die Auswahl hast du nicht in der Hand, die Bedingungen auch nicht, ich meine, ob überhaupt jemand gebraucht wird und wieviele und mit welchen Voraussetzungen. Die Forderungen bzw. Bedingungen sind auch manchmal sehr unlogisch: Bewerber sollten möglichst jung sein mit großer Berufserfahrung. Und außerdem, wenn nicht für alle Plätze da sind, dann gibt es immer welche, die das nicht erreichen können, was sie wollen. Mit dem Begriff "looser" wird das aber seinem "Wollen" zugerechnet. Das nenne ich das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt.

Mit deinem letzten Satz bin ich einverstanden, aber den Spiegel "looser" vorzuhalten finde ich nicht sachgerecht, wenn jemand etwas nicht erreicht hat. Der Sache angemessen wäre, dem(der)jenigen ev. den Spiegel so vorzuhalten, dass man eventuelle Fehler spiegelt oder auch die Schwierigkeiten des Vorhabens, das jemand sich vorgenommen hat.

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