Was bringt ein Psychotherapeut überhaupt?
Hallo, ich war schon bei mehreren Therapeuten und im Endeffekt sitzt man halt dort und plaudert eine Stunde, dann legt man zwischen 50 und 100 Euro hin und geht wieder. Also offen gesagt für so eine Plauderstunde ist mir das Geld echt zu schade und es ist irgendwie auch nie was passiert, wo ich jetzt sagen würde, wow das war mir 70 Euro wert. Wem bringt das überhaupt was?
8 Antworten
Ich kann deine Frage gut nachvollziehen, dachte selbst so, als ich vor einiger Zeit mal in psychologischer Behandlung war. Natürlich scheint einem das oft Sinnfrei, jemandem fürs "Zuhören" Geld hinzulegen. Doch dabei sollte man bedenken, dass Psychologen durch aus mehr tun, als nur zuzuhören. Durch deine Erzählungen, deine Symptome, selbst deine Mimik kann ein guter Doc einiges feststellen. Ebenso haben Sie gewisse Erfahrungswerte, somit können Sie nicht immer, aber oft sinnvolle Tipps geben. Sie leiten uns oft in die richtige Richtung, ohne uns direkt darauf hinzuweisen.
Ich hoffe meine Meinung ist vielleicht etwas hilfreich.
Viel Glück
Wenn man Psychotherapie macht statt Plauderstunden, dann bringt das was.
Ist nicht nur in tausenden Studien validiert, dass sich Symptome bessern, sondern sogar dass sich Hirnchemie und -Struktur dadurch ändern / normalisieren können.
Im Gegensatz zu Medikamenten übrigens, die bis heute immer nur so lange wirken wie man sie nimmt, aber nie nachhaltig sind.
Die werden aber aufgrund der Bequemlichkeit und Kassenfinanzierung erstaunlicherweise selten in Frage gestellt.
"sogar dass sich Hirnchemie und -Struktur dadurch ändern / normalisieren können."
Also bitte, das ist doch lächerlich. Das trifft z. B. auf Meditation zu, aber ich frag mich, was das bitte für Therapiestunden sein sollen, durch die sich die Hirnchemie und -Struktur ändert. xD
"50% des Therapieerfolgs macht allein die therapeutische Beziehung ua durch Realisierung der Basisvariablen aus. Da ist noch kein spezielles Therapieverfahren "mit eingerechnet"."
Dann hab ich wohl mit meinen 6 - 7 Therapeuten, bei denen ich in meinem Leben war, bis jetzt kein Glück gehabt. Mir haben 1 bis 2 Bücher zum Thema Angsterkrankung viel mehr gebracht und die Tipps aus dem Internet. Und dass ich mein Geld dort rausgeschmissen habe, ja das frustet mich etwas. Waren ja Therapien dabei, die teilweise auch ein Jahr und so gedauert haben. Dem letzten Therapeuten, bei dem ich war (der war in Ausbildung (weil ich nicht wieder so viel Geld rausschmeißen wollte)), hab ich gesagt ich leide an Agoraphobie. Darauf hat mich der mit großen Augen angeschaut und gefragt: "Sie haben Angst vor großen Plätzen?!" und das war es dann für mich.
Nö ist nicht lächerlich. Ist realität. Ua. durch Neuroplastizität. Siehe folgende Links, gibt aber auch bedeutendere Quellen, bitte selber raussuchen; wenn dir online Lesen so viel bringt, möchte ich dich nicht dieser Lernchance berauben. // http://www.goettinger-akademie.de/kompetenz/download/Vortrag_Roth.pdf&ved=0ahUKEwifit3AsfnMAhWBIMAKHa8XDyoQFggkMAM&usg=AFQjCNFYFFYHUtcscy0FH7D8pyhIOZByEg&sig2=zd_vba4JbTFkizSv6vigPw // http://m.welt.de/gesundheit/psychologie/article114998238/Therapie-gegen-Panikstoerung-veraendert-das-Gehirn.html
Vielleicht solltest du mal erklären was dir fehlt. Ursachenforschung hier. Vielleicht kann dir jemand,so wie ich,einen Tipp geben und andere "Behandlungen" vorschlagen. Nur kann ich nicht durch den Monitor schauen....
Wie oft warst Du denn beim Psychotherapeuten? Ein mal? Zwei mal?
Klar kann er dir ersten Sitzungen nur mit dir plaudern, er kann immerhin nicht zaubern und sofort mit Magie herausfinden, was genau dir fehlt.
Du musst dem ganzen Zeit geben, wenn du schon mit so einer negativen Einstellung da ran gehst, dann wird das nicht's.
Ich war bei mehreren Therapeuten teilweise über ein Jahr.
Mir geht es besser, weil ich im Internet nach der Erkrankung gesucht hab und wie man sie therapiert und weil ich mir Bücher zu dem Thema gekauft hab. Das mit den Therapeuten war eine Geldverschwendung.
Therapiestunden kann man sich übrigens auch verschreiben lassen. Dann werden die kosten von der Krankenkasse übernommen.
Und wenn es dir nichts bringt, solltest Du dich mal fragen, ob Du bereit bist dich darauf überhaupt einzulassen.
Ja, bin ich und ich hab auch nix gegen so eine Plauderstunde, aber 70 Euro dafür blechen ... In Österreich darfst du das selber zahlen.
Es geht um weit mehr als das. 50% des Therapieerfolgs macht allein die therapeutische Beziehung ua durch Realisierung der Basisvariablen aus. Da ist noch kein spezielles Therapieverfahren "mit eingerechnet". Außerdem mag sein dass DU das kannst, das ist aber nicht bei jedem und jeder Störung der Fall. Etliche Störungen werden auch gar nicht mit VT behandelt und sind dennoch hoch wirksam. Wird das hier Polemisierung und Frust ablassen oder geht's um eine Laien-Wissenschaftliche Diskussion der Ausgangsfrage?